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95 % aller Bitcoin-Hardware kommt aus China – jetzt verlagern die Hersteller ihre Produktion in die USA

95 % aller Bitcoin-Hardware kommt aus China – jetzt verlagern die Hersteller ihre Produktion in die USA

Author:
R3ktPort
Published:
2025-06-19 22:22:57
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Drei der größten Bitcoin-Hardware-Hersteller Chinas haben leise Standorte in den USA eröffnet, um hohe Importgebühren zu umgehen. Bitmain, Canaan und MicroBT kontrollieren gemeinsam über 90 % der weltweiten Mining-Rigs.

Ihr Umzug erfolgte, nachdem US-Präsident Donald TRUMP neue Zölle auf chinesische Waren verhängt hatte – eine Veränderung, die das Rückgrat des Bitcoin-Minings neu ausrichten könnte.

Ein Wettlauf gegen die Zölle

Laut einem Bericht von Reuters startete Bitmain die Produktion in den USA im Dezember, einen Monat nach Trumps Wahlsieg. Canaan folgte am 2. April mit Testläufen. MicroBT gibt an, „aktiv eine Lokalisierungsstrategie in den USA umzusetzen“.

Alle drei Unternehmen wollen eine 25-prozentige Abgabe auf ihre ASIC-Maschinen vermeiden, die das Proof-of-Work-System von Bitcoin antreiben.

Marktanteile lassen wenig Raum für andere

Das Frost & Sullivan WHITE Paper 2024 zeigt, dass diese drei Unternehmen zusammen 95 % des globalen ASIC-Marktes nach verkaufter Rechenleistung kontrollieren. Ein solcher Konsolidierungsgrad ist in der Tech-Branche selten.

Analysten prognostizieren ein Marktwachstum von 15 % CAGR bis 2028, was ein Volumen von fast 12 Milliarden US-Dollar bedeuten würde. Bei solchen Summen ist es kein Wunder, dass chinesische Anbieter dominieren.

Sicherheitsbedenken und die ‚digitale Abhängigkeitsfalle‘

US-Miner bearbeiten fast 40 % des globalen Bitcoin-Minings, doch fast alle ihre Rigs stammen ursprünglich von chinesischen Ingenieuren. Kritiker sprechen von einer „digitalen Abhängigkeitsfalle“.

Guang Yang, CTO von Conflux Network, warnt, dass der Handelsstreit nicht nur um Geld geht. Es gehe auch um „politisch akzeptable“ Hardware.

Einige befürchten, dass in China gebaute Maschinen – selbst wenn sie in den USA zusammengesetzt werden – Hintertüren oder manipulierte Firmware enthalten könnten.

Wette auf heimische Alternativen

Einige fragen sich, ob die USA sich emanzipieren können. Einige Start-ups sind im Silicon Valley und in Texas entstanden. Sie wollen ASIC-Chips auf amerikanischem Boden entwickeln.

Doch Unternehmen mit jahrelanger Erfahrung und modernsten Fertigungstechnologien zu schlagen, wird nicht einfach. Und aktuell brauchen US-Miner funktionierende Rigs, keine Prototypen für die Zukunft.

Miners erhoffen sich schnellere Lieferungen und vermeiden plötzliche Kostensteigerungen. Doch grundsätzlichere Fragen bleiben: Wird dieser Schritt echte Innovationen im US-Chipdesign auslösen – oder werden chinesische Blaupausen einfach mit „Made in USA“ etikettiert?

Einige Branchenbeobachter halten Letzteres für wahrscheinlich. Sie verweisen auf die Solarpanel- und Telekommunikationsbranche, wo die Produktion ins Ausland verlegt wurde, ohne echten Technologietransfer.

Übersetzt von R3ktPort

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