Krypto im Land des Lächelns: Thailand streicht Kapitalertragssteuer bis 2029
Das thailändische Finanzministerium hat einen Plan zur Abschaffung der Kapitalertragssteuer auf Kryptowährungen für fünf Jahre vorgestellt. Vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2029 müssen Personen, die Münzen wie Bitcoin über lizenzierte thailändische Plattformen verkaufen, keine Steuern auf diese Gewinne zahlen. Dieser Schritt erfolgt, während Bangkok versucht, mehr Handelsaktivitäten unter sein Dach zu holen und gleichzeitig die Geldwäscheregeln im Auge zu behalten.
Steuervergünstigungen sollen den Handel ankurbeln
Laut dem stellvertretenden Finanzminister Julapun Amornvivat soll die Steuerbefreiung Thailand zu einem größeren Akteur auf der Krypto-Landkarte machen. Sie deckt alle Gewinne aus Geschäften ab, die über bei der thailändischen SEC registrierte Unternehmen abgewickelt werden. Händler könnten eine beträchtliche Summe sparen, wenn die Preise in den nächsten fünf Jahren stark steigen.
INTEL: Thailand hat eine fünfjährige Steuerbefreiung für Krypto-Kapitalgewinne genehmigt, die bis 2029 gilt
— Solid Intel📡(@solidintel_x) 17. Juni 2025
Regeln knüpfen die Vergünstigung an lizenzierte Firmen
Nach Angaben des Ministeriums gilt dieser Nachlass nur, wenn jemand einen lokalen, lizenzierten Krypto-Asset-Dienstleister nutzt. Das bedeutet, dass jeder, der Münzen über eine ausländische, nicht lizenzierte Plattform kauft oder verkauft, nicht in den Genuss der Vergünstigung kommt. Dies lenkt die Volumina in Richtung von Börsen, die die KYC- und AML-Prüfungen Thailands einhalten.
Thailand hat bereits fünf große Namen – Bybit, OKX, CoinEx, XT.COM und Bitrue – gesperrt, weil sie ohne lokale Genehmigung operierten. Diese Sperren treten am 28. Juni in Kraft. Es ist eine Warnung. Wer sich nicht ordnungsgemäß lizenziert, wird ausgeschlossen. Gleichzeitig haben sich Unternehmen wie KuCoin angeschlossen, indem sie nach Erhalt einer SEC-Lizenz am vergangenen Freitag eine voll regulierte thailändische Niederlassung gründeten.

Die regulatorische Neuordnung erstreckt sich sogar auf Besucher. AB Ende Mai können Touristen an zugelassenen Orten Waren und Dienstleistungen mit Krypto bezahlen. Dazu könnten Hotels, Restaurants und Geschäfte gehören, die das richtige Zahlungssystem installieren. Die Idee ist, Reisenden mehr Möglichkeiten zum Ausgeben zu bieten, den Touristenverkehr zu steigern und mehr Geld in der lokalen Wirtschaft zu halten.
Nach Prognosen des Finanzministeriums könnten all diese Schritte Thailands Wirtschaftswachstum fördern und mittelfristig mindestens 1 Milliarde Baht (etwa 31 Millionen US-Dollar) an zusätzlichen Steuereinnahmen generieren. Die Hoffnung ist, dass eine lebendigere Krypto-Szene neue Unternehmensregistrierungen, höhere Handelsgebühren und mehr Ausgaben von Ausländern auslösen wird.
Gleichzeitig nimmt Thailand eine strenge Haltung zur Compliance ein. Jedes Unternehmen oder jede Börse, das bzw. die lokale Kunden bedienen möchte, muss sich bei der SEC registrieren und die AML-Richtlinien der Financial Action Task Force einhalten. Diese Mischung aus Belohnungen und Regeln zeigt, dass Bangkok neue Akteure anlocken möchte, ohne illegales Geld durch die Maschen schlüpfen zu lassen.
Featured image from Unsplash, chart from TradingView
Übersetzt von R3ktPort
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