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Bitcoin-Mining kehrt heimlich nach China zurück – trotz Verbot

Bitcoin-Mining kehrt heimlich nach China zurück – trotz Verbot

Author:
R3ktPort
Published:
2025-11-25 14:45:02
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China, das 2021 alle Krypto-Aktivitäten verboten hatte, sieht überraschenderweise eine Wiederbelebung des Bitcoin-Minings. Besonders in abgelegenen Regionen wie Xinjiang und Sichuan nutzen Miner überschüssige erneuerbare Energie, um ihre Rigs zu betreiben. Interessanterweise hat China bereits 14% des globalen Hashrates zurückerobert – ein bemerkenswerter Aufstieg vom Nullpunkt nach dem Verbot. Während dies größtenteils im Untergrund geschieht, deuten jüngste regulatorische Entwicklungen in Hongkong auf eine mögliche Lockerung der strikten Haltung Pekings hin. Experten wie Patrick Gruhn von Perpets.com sehen darin ein "wichtiges Signal für den Markt".

Warum blüht das Mining in China trotz Verbots wieder auf?

Vier Jahre nach dem landesweiten Verbot von Krypto-Operationen erlebt China eine unerwartete Renaissance des Bitcoin-Minings. Die Gründe sind vielfältig: In Regionen wie Xinjiang gibt es überschüssige erneuerbare Energie aus Wind- und Solarkraft, die aufgrund infrastruktureller Herausforderungen nicht effizient in andere Provinzen transportiert werden kann. "Es ist wie ein offenes Geheimnis", berichtet ein lokaler Miner, der anonym bleiben möchte. "Die Behörden schauen weg, solange wir die Energie lokal nutzen und Arbeitsplätze schaffen."

Wie positioniert sich China im globalen Mining-Ranking?

Laut aktuellen Daten von Hashrate Index hat China im Oktober 2025 beeindruckende 14% des globalen Bitcoin-Hashrates zurückerobert – das entspricht etwa 145 Exahash pro Sekunde. Damit liegt das Land auf Platz drei hinter den USA (38%) und Russland (16%). Diese Entwicklung ist bemerkenswert, da Chinas Anteil unmittelbar nach dem Verbot 2021 auf Null gesunken war. Besonders aktiv sind private Miner in Xinjiang, die seit Ende 2024 ihre Maschinen wieder hochfahren.

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Welche Rolle spielt die Energieinfrastruktur?

Xinjiangs einzigartige Situation macht die Region zum idealen Standort für Miner. Die Provinz produziert enorme Mengen an erneuerbarer Energie, hat aber Schwierigkeiten, diese zu exportieren. "Es ist eine Win-Win-Situation", erklärt ein Analyst des BTCC Research-Teams. "Die Miner nutzen sonst verschwendete Energie, und die lokale Wirtschaft profitiert von den Investitionen." Ähnliche Entwicklungen gibt es im wasserreichen Sichuan, wo einige Bergleute ihre Aktivitäten diskret wiederaufgenommen haben.

Zeigt China Anzeichen für regulatorische Lockerungen?

Der heimliche Mining-Boom fällt mit subtilen politischen Veränderungen zusammen. Hongkongs neue Stablecoin-Regulierung vom August 2025 und Pekings Überlegungen zur internationalen Förderung des Yuan deuten auf ein mögliches Tauwetter hin. "Die chinesische Politik zeigt Flexibilität, wenn wirtschaftliche Anreize stark genug sind", bemerkt Patrick Gruhn. Während ein vollständiges Verbot noch besteht, könnte die aktuelle Entwicklung zu einer differenzierteren Regulierung führen – ähnlich wie in anderen Ländern, die von pauschalen Verboten abgerückt sind.

Wie reagiert die Mining-Hardware-Industrie?

Chinesische Hersteller wie Canaan Creative profitieren deutlich vom heimlichen Boom. Internen Quellen zufolge stammen 30% ihres 2024er Umsatzes und über 50% im zweiten Quartal 2025 aus dem Inlandsmarkt. "Die Nachfrage nach effizienteren ASICs ist explodiert", berichtet ein Vertriebsmitarbeiter. Gleichzeitig warnen Experten vor übermäßigem Optimismus: "Dies bleibt ein grauer Markt", so der BTCC-Analyst. "Langfristige Investitionen sind riskant, solange die Rechtslage unklar bleibt."

Fragen und Antworten zum Bitcoin-Mining in China

Warum hat China das Mining ursprünglich verboten?

Die chinesische Regierung nannte 2021 zwei Hauptgründe: Bedenken hinsichtlich der finanziellen Stabilität und den enormen Energieverbrauch des Minings. Das Verbot war Teil einer breiteren Kampagne gegen Kryptowährungen.

Wie haben Miner das Verbot umgangen?

Viele verlegten ihre Operationen ins Ausland, während andere kleinere Rigs in abgelegenen Regionen weiterbetrieben – oft mit lokaler Duldung, solange sie überschüssige Energie nutzten und keine Aufmerksamkeit erregten.

Welche Auswirkungen hat dies auf den globalen Kryptomarkt?

Chinas Rückkehr als Mining-Standort könnte die Dezentralisierung des Bitcoin-Netzwerks verbessern und die Hashrate-Stabilität erhöhen. Allerdings bleibt die regulatorische Unsicherheit ein Risikofaktor.

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