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Russlands Zentralbank erwartet schnelle Verabschiedung des Kryptowährungsgesetzes im Jahr 2025

Russlands Zentralbank erwartet schnelle Verabschiedung des Kryptowährungsgesetzes im Jahr 2025

Author:
R3ktPort
Published:
2025-10-10 09:13:02
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Die russische Zentralbank (CBR) plant, Banken den Umgang mit Kryptowährungen zu erlauben – allerdings unter strengen Auflagen. Während die Behörde ihre skeptische Haltung gegenüber Bitcoin & Co. beibehält, sieht sie nun doch die Notwendigkeit, heimische Finanzinstitute nicht vollständig vom Kryptomarkt auszuschließen. Ein neues Gesetz soll bis 2026 den rechtlichen Rahmen schaffen. Hier sind die wichtigsten Punkte:

Wie positioniert sich die russische Zentralbank zu Kryptowährungen?

Die CBR bleibt ihrer konservativen Linie treu, hat aber nach eigenen Angaben "mit der Realität Frieden geschlossen". Erster Stellvertretender Vorsitzender Wladimir Tschistuchin betonte beim Finopolis-Forum: "Wir sind Konservative. Aber nach Gesprächen mit der Bankenbranche sehen wir ein, dass es wenig sinnvoll wäre, Banken komplett von diesen Geschäften auszuschließen." Allerdings plant die Notenbank strikte Kapitalgrenzen: Der Kryptoanteil soll maximal 1% des Bankkapitals betragen.

Welche konkreten Regeln plant die CBR?

Die geplanten Vorschriften sehen vor:

  • Reserveanforderungen für Kryptoaktivitäten
  • Kapitalobergrenzen (voraussichtlich 1% des Bankkapitals)
  • Zugang nur für "hochqualifizierte" Investoren
Für Privatpersonen gelten hohe Einstiegshürden: Mindestens 100 Millionen Rubel (ca. 1,2 Mio. Dollar) an Bankguthaben und Wertpapieren sowie ein nachgewiesenes Jahreseinkommen von über 50 Millionen Rubel (ca. 600.000 Dollar).

Warum ändert die CBR ihre Haltung?

Experten sehen hier verschiedene Faktoren am Werk:

  1. Der Druck westlicher Sanktionen macht alternative Zahlungswege attraktiv
  2. Die russische Wirtschaft sucht nach neuen internationalen Handelsoptionen
  3. Die regulatorische Klarheit soll Wildwuchs verhindern
"Man kann den Trend nicht ignorieren", kommentierte ein BTCC-Analyst. "Aber die Russen machen es typisch russisch – mit viel staatlicher Kontrolle."

Welche Zeitpläne gibt es für die Umsetzung?

Die CBR peilt folgende Meilensteine an:

JahrMaßnahme
2025Einreichung des Gesetzentwurfs an die Duma
2026Verabschiedung des Kryptogesetzes
2027Anpassung weiterer Gesetze (Strafrecht etc.)
CBR-Chefin Elwira Nabiullina drängt auf zügige Umsetzung: "Wir erwarten, dass der Gesetzentwurf bald vorgelegt wird."

Wie wirkt sich das auf den russischen Kryptomarkt aus?

Der Schritt wird als ambivalent bewertet:

  • Positiv: Endlich Rechtssicherheit für Unternehmen
  • Negativ: Strikte Beschränkungen bremsen Innovation
Interessant ist das "Experimentierregime" für internationale Krypto-Zahlungen, das bereits 2025 eingeführt wurde. Russische Firmen können damit Sanktionen teilweise umgehen – wenn auch unter staatlicher Aufsicht.

Fragen und Antworten

Warum erlaubt die CBR jetzt Kryptogeschäfte?

Nach jahrelangem Widerstand hat die Notenbank eingesehen, dass ein komplettes Verbot nicht praktikabel ist – besonders vor dem Hintergrund westlicher Sanktionen. Es geht darum, Kontrolle zu behalten, statt den Markt komplett sich selbst zu überlassen.

Dürfen normale Russen mit Kryptowährungen handeln?

Ja, aber mit Einschränkungen. Für Privatanleger gelten hohe Vermögens- und Einkommenshürden. Die CBR will damit verhindern, dass Kleinanleger hohe Risiken eingehen.

Wann tritt das neue Gesetz in Kraft?

Die CBR hofft auf eine Verabschiedung 2026. Die ersten lizenzierten Dienstleister könnten dann Ende 2026 den Betrieb aufnehmen. Vollständig umgesetzt soll das System bis 2027 sein.

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