Diese Startup will Wall Street mit ihrer privaten Blockchain erobern – IPO 2025 im Visier
- Wer steckt hinter Figure und was macht das Unternehmen so besonders?
- Warum setzt Figure auf eine private statt öffentliche Blockchain?
- Was bedeutet der geplante Börsengang für die Crypto-Branche?
- Wie positioniert sich Figure im aktuellen Marktumfeld?
- Fragen und Antworten zu Figure und der geplanten IPO
Mit tokenisierten Hypothekenkrediten, einem eigenen Stablecoin und einer privaten Blockchain bereitet sich Figure auf einen Börsengang vor. Während andere Crypto-Firmen mit Spekulationen Schlagzeilen machen, setzt dieses Startup auf stille Effizienz – und könnte damit die Brücke zwischen TradFi und DeFi bauen.

Wer steckt hinter Figure und was macht das Unternehmen so besonders?
Gegründet 2018 vom ehemaligen SoFi-CEO Mike Cagney, hat sich Figure auf ein Nischenprodukt spezialisiert, das plötzlich Mainstream-Relevanz bekommt: die Tokenisierung von Hypothekenkrediten. Anders als viele Crypto-Projekte setzt das Unternehmen nicht auf Hype, sondern auf handfeste Finanzprodukte. "HELOC-Darlehen, Refinanzierungen – alles wird bei uns als Token abgebildet", erklärt ein Insider. Die eigene Blockchain "Provenance" soll Abwicklungskosten senken und Prozesse beschleunigen. Klingt trocken? Vielleicht. Aber genau dieser pragmatische Ansatz macht Figure für institutionelle Anleger interessant.
Warum setzt Figure auf eine private statt öffentliche Blockchain?
Während DeFi-Puristen über Zentralisierung klagen, sieht Figure klare Vorteile in der Kontrolle: "Für Hypotheken braucht man Compliance – da kann man nicht einfach anonyme Smart Contracts nutzen", argumentiert Cagney in einem Bloomberg-Interview. Die Zahlen scheinen ihm Recht zu geben: Laut internen Dokumenten hat Figure bereits über 2 Milliarden Dollar an tokenisierten Krediten ausgegeben. Jüngst kam durch die Fusion mit Figure Markets noch ein algorithmischer Stablecoin hinzu, der an Geldmarktfonds gekoppelt ist. Ein ganzes Ökosystem entsteht – nur eben mit Genehmigung der Aufsichtsbehörden.
Was bedeutet der geplante Börsengang für die Crypto-Branche?
Anders als Circle oder Kraken hat Figure seinen S-1-Antrag bei der SEC vertraulich eingereicht. Ein strategischer Move: "So können wir den Zeitpunkt der Veröffentlichung kontrollieren", verrät eine Quelle. Geplant ist die IPO für Ende 2025 – genau dann, wenn der Markt wieder anzieht. Sollte es klappen, wäre es ein Präzedenzfall: Das erste Mal, dass ein Blockchain-Unternehmen mit tokenisierten Real-World-Assets an die Börse geht. "Das könnte mehr verändern als alle Memecoins zusammen", spekuliert ein BTCC-Analyst.
Wie positioniert sich Figure im aktuellen Marktumfeld?
Die Zeiten stehen günstig: Die US-Regierung sendet versöhnliche Signale zur Blockchain-Regulierung, der Nasdaq öffnet sich digitalen Assets. Figure trifft den Nerv der Zeit – reguliert, nützlich, institutionell kompatibel. "Wir zeigen, dass ICOs nicht der einzige Weg sind", betont Cagney. Tatsächlich könnte der Börsengang eine Trendwende markieren: zurück zu fundamentalsbasierten Modellen, aber mit Blockchain-Effizienz. Ob das den Crypto-Puristen schmeckt? Wohl kaum. Aber es könnte Wall Street endlich die Tür öffnen.
Fragen und Antworten zu Figure und der geplanten IPO
Wer ist der Gründer von Figure?
Mike Cagney, ehemaliger CEO der Fintech-Firma SoFi, gründete Figure im Jahr 2018. Der Finanzveteran bringt über 20 Jahre Branchenerfahrung mit.
Welche Produkte bietet Figure an?
Das Unternehmen hat drei Hauptprodukte: 1) Tokenisierte Hypothekenkredite, 2) Einen algorithmischen Stablecoin, 3) Die private Blockchain Provenance für Finanzabwicklungen.
Wann plant Figure den Börsengang?
Laut aktuellen Informationen strebt Figure eine IPO für das vierte Quartal 2025 an. Der genaue Zeitpunkt hängt von den Marktbedingungen ab.
Warum ist eine private Blockchain für Finanzprodukte sinnvoll?
Private Blockchains ermöglichen bessere Compliance-Kontrolle, höhere Transaktionsgeschwindigkeiten und geringere Kosten – entscheidende Faktoren für institutionelle Nutzung.
Wie unterscheidet sich Figure von anderen Crypto-Firmen?
Anders als viele Blockchain-Projekte setzt Figure nicht auf Spekulation, sondern auf reale Finanzprodukte mit klarem regulatorischem Rahmen – ein Ansatz, der traditionelle Investoren anspricht.