Kreditkarten-Riesen bagatellisieren Krypto-Disruption trotz wachsendem Stablecoin-Schwung
Der Aufstieg von Kryptowährungen – insbesondere Stablecoins – fordert die langjährige Dominanz von Visa und Mastercard im US-Zahlungssystem heraus.
Trotz dieses Wandels haben beide Unternehmen während ihrer jüngsten Gewinnmitteilungen eine ernsthafte Bedrohung heruntergespielt, obwohl neue Gesetze die Stablecoin-Adaption beschleunigen und Händlern oder Banken Alternativen zu traditionellen Kartennetzwerken bieten könnten.
Stablecoin-Unternehmen wie die Circle Internet Group, die kürzlich eine Bewertung von über 40 Milliarden US-Dollar erreichte, verzeichnen ein stark wachsendes Investor:inneninteresse. Sollten digitale Dollar-basierte Zahlungen an Fahrt gewinnen, könnten sie Visa und Mastercard vollständig umgehen – ein seltener Moment der Spannung um die Zukunft der Zahlungsinfrastruktur in den USA.
Historisch gesehen haben Visa und Mastercard viele Innovationswellen unbeschadet überstanden. Laut LSEG-Daten übertrafen beide Unternehmen erneut die Erwartungen der Wall Street: Visa verzeichnete einen Gewinnanstieg von 8 % auf 5,3 Milliarden US-Dollar, während Mastercard einen Zuwachs von 14 % auf 3,7 Milliarden US-Dollar meldete.
Ihre Dominanz bleibt tief in der US-Wirtschaft verwurzelt, wo die beiden Unternehmen laut Daten des Nilson Reports etwa 70 % der Verbrauchertransaktionen abwickeln. Frühere Konkurrenten wie Mobile-Payment-Apps und Fintech-Startups konnten kaum Eindruck hinterlassen, und politische Bemühungen zur Regulierung von Transaktionsgebühren kamen und gingen oft mit minimalen Auswirkungen.
Im vergangenen Jahr stieg die Visa-Aktie um 31 %, die Mastercard-Aktie um 24 %. Sie handeln derzeit mit 28-fachen bzw. 32-fachen zukünftigen Gewinnen – Bewertungen, die das Vertrauen der Anleger:innen widerspiegeln. Doch mit Stablecoins, die nun in den Mainstream-Diskurs eindringen, bleibt die Frage, ob dieses Vertrauen angesichts der beschleunigten Krypto-Adaption bestehen bleibt.

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Übersetzt von PumpNdump