BTCC / BTCC Square / PumpNdump /
Streit unter Dragonfly Capital-Gründern: Haseeb Qureshi und Alexander Pack liefern sich öffentlichen Schlagabtausch

Streit unter Dragonfly Capital-Gründern: Haseeb Qureshi und Alexander Pack liefern sich öffentlichen Schlagabtausch

Author:
PumpNdump
Published:
2026-02-26 21:42:02
12
3


Die beiden Dragonfly Capital-Mitgründer Haseeb Qureshi und Alexander Pack liefern sich einen erbitterten öffentlichen Disput über die wahre Gründungsgeschichte des Unternehmens. Was als harmloser LinkedIn-Post begann, entwickelte sich zu einem handfesten Medienstreit – mit überraschenden Enthüllungen und gegenseitigen Vorwürfen. Wir analysieren die Hintergründe.

Wie begann der Streit zwischen den Dragonfly-Gründern?

Alles startete mit einem scheinbar harmlosen Beitrag von Haseeb Qureshi auf X (ehemals Twitter). Der Managing Partner von Dragonfly Capital veröffentlichte einen 13-teiligen Leitfaden mit dem Titel "Wie man ein erfolgreiches VC-Unternehmen aufbaut". In dem Post beschrieb Qureshi detailliert, wie er Dragonfly "aus dem Nichts" aufgebaut habe – eine Darstellung, die Alexander Pack, ein ehemaliger Partner des Unternehmens, prompt als "dreiste Geschichtsfälschung" bezeichnete.

Wer hat Dragonfly Capital wirklich gegründet?

Pack konterte in den Kommentaren: "Haseeb, es ist ganz einfach. Du hast noch nie in deinem Leben ein VC-Unternehmen gegründet." Laut Pack wurde Dragonfly bereits 2018 von ihm und Bo Feng gegründet – mehr als ein Jahr bevor Qureshi zum Team stieß. Als Beweis verwies Pack auf einen Forbes-Artikel aus demselben Jahr, der explizit "Alexander Pack und Bo Feng" als Gründer nannte. Das Duo habe damals bereits einen 100-Millionen-Dollar-Fonds verwaltet und mehrere große Deals abgeschlossen.

Was war Qureshis tatsächliche Rolle bei Dragonfly?

Qureshi räumte ein, dass der Fonds zwar angekündigt war, als er zum Unternehmen kam, aber noch nicht vollständig finanziert. Sein Hauptargument: Er habe Dragonfly von einem einfachen Fonds-of-Funds zu einem bedeutenden Direktinvestor transformiert. "Die Dragonfly, die der Markt heute kennt, wurde durch meine Strategien geprägt", so Qureshi. Besonders stolz ist er auf die Etablierung von Dragonfly Research – ursprünglich nur sein persönlicher Blog, heute eine angesehene Forschungsabteilung.

Wie entwickelte sich Dragonfly Research?

Anfangs nutzte Dragonfly Qureshis tiefgehende Analysen und spekulative "Was-wäre-wenn"-Artikel, um sich im überfüllten VC-Markt zu positionieren. Diese Strategie zahlte sich aus: Heute veröffentlicht Dragonfly Research hochkarätige Berichte wie den "State of Airdrops"-Report oder Analysen zu Gehältern in der Crypto-Branche – unterstützt von einem Team aus Data Scientists und Rechtsexperten.

Wie steht Dragonfly Capital heute da?

Trotz des internen Streits – oder vielleicht gerade deswegen – floriert das Unternehmen. Erst kürzlich lancierte Dragonfly seinen vierten Fonds mit stolzen 650 Millionen Dollar. Insgesamt verwaltet das Unternehmen mittlerweile etwa 4 Milliarden Dollar und beschäftigt 45 Mitarbeiter in New York, San Francisco und Singapur. Ein beachtlicher Erfolg – egal, wer nun wirklich der "wahre" Gründer ist.

Was sagt die Branche zu dem Streit?

Der öffentliche Schlagabtausch wirft ein Schlaglicht auf die oft unklaren Machtverhältnisse in VC-Firmen. "In der Startup-Welt geht es immer auch um Egos und Anerkennung", kommentiert eine Branchenkennerin. "Besonders wenn Unternehmen erfolgreich werden, wollen alle Beteiligten ihren Anteil am Ruhm." Andere sehen den Streit kritischer: "Das schadet dem Ruf aller Beteiligten – und letztlich auch den Portfoliounternehmen."

Wie geht es weiter?

Der Streit zeigt keine Anzeichen einer baldigen Lösung. Qureshi hat bereits klargestellt, dass Pack in der Firma unerwünscht SEI – eine Ansage, die der Konflikt wohl nur weiter anheizen wird. Für die Crypto-Branche bleibt der Fall eine Lehre: Selbst erfolgreiche Unternehmen sind nicht immun gegen Gründerstreitigkeiten. Und in Zeiten sozialer Medien können solche Konflikte schnell eskalieren.

Fazit: Eine Lektion in Unternehmensgeschichte

Der Dragonfly-Streit erinnert an ähnliche Fälle in der Tech-Welt – von Facebook bis zu Bitcoin. Er zeigt, wie unterschiedlich Gründungsgeschichten wahrgenommen werden können. Für Investoren ist das eine wichtige Lektion: Nicht nur die Zahlen zählen, auch die Teamdynamik kann über Erfolg oder Scheitern entscheiden. Eines steht fest: Die Geschichte von Dragonfly Capital wird wohl noch oft erzählt werden – wenn auch in verschiedenen Versionen.

|Square

Holen Sie sich die BTCC-App und beginnen Sie Ihre Krypto-Reise

Starten Sie noch heute Scannen Sie, um Teil von mehr als 100 Millionen Nutzern zu werden

Haftungsausschluss: Die auf dieser Website veröffentlichten Artikel stammen aus öffentlichen Netzwerken und dienen ausschließlich der Übermittlung von Brancheninformationen. Sie stellen keine offizielle Position von BTCC dar. Die Urheberrechte verbleiben bei den jeweiligen Autoren. Sollten Sie Urheberrechtsverletzungen oder fragwürdige Inhalte feststellen, kontaktieren Sie uns bitte unter [email protected], damit wir dies gesetzeskonform behandeln können. BTCC übernimmt keine ausdrückliche oder stillschweigende Garantie für die Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der wiedergegebenen Informationen und lehnt jede Haftung für direkte oder indirekte Schäden ab, die aus der Nutzung dieser Informationen entstehen. Alle Inhalte dienen lediglich als Referenz für Branchenrecherchen und stellen keine Anlage-, Rechts- oder Geschäftsempfehlung dar. BTCC übernimmt keine Haftung für Handlungen, die auf Grundlage dieser Informationen vorgenommen werden.