Bitcoin-Kursprognose: Liquidität konzentriert sich nahe 85.000 US-Dollar vor Optionsverfall

Die Bitcoin-Kurse schwankten zu Wochenbeginn mit Eröffnung der US-Märkte stark, lösten umfangreiche Liquidierungen aus und befeuerten erneut die Debatte über die Rolle von Derivaten, Liquidität und Timing bei der weltweit größten Kryptowährung.
Bitcoin vollzog innerhalb kurzer Zeiträume rasante Auf- und Abwärtsbewegungen, was zur Zwangsschließung sowohl bullischer als auch bärischer Hebelpositionen führte, wie aus Liquidierungsdaten von Marktanalysefirmen hervorgeht.
Starke Liquidierungen folgen auf Kurssprünge
Daten zeigen, dass in einer Handelssitzung Long-Positionen im Umfang von rund 74 Millionen US-Dollar liquidiert wurden, neben signifikanten Short-Liquidierungen zuvor während der Kursbewegung. Die Kursdynamik schien sich zu beschleunigen, als Hebel aus dem System gespült wurden.
Während kurzer Rallys wurden Short-Verkäufer ausgestoppt, nur damit die Kurse kurz darauf wieder umkehrten und Long-Positionen trafen, als Bitcoin nachgab. Solche Muster seien in hoch gehebelten Märkten üblich, so Analysten.
Kryptobörsen verdienen Gebühren in Phasen starker Liquidierungen, jedoch gibt es keine öffentlichen Belege dafür, dass Börsen Kursbewegungen direkt steuern.
Fokus auf Optionsverfall
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den quartalsweisen Optionsverfall, von Händlern oft als „Quadruple Witching“ bezeichnet, wenn mehrere Arten von Derivatekontrakten gleichzeitig auslaufen.
Dieses Ereignis findet viermal jährlich statt und ist für erhöhte Volatilität an traditionellen Finanzmärkten bekannt. Bitcoin-Händler sagen, dass die Überlappung von Krypto- und Aktienmarktpositionierungen kurzfristige Kursschwankungen verstärken kann.
Historische Kursdaten zeigen, dass Bitcoin in den Tagen nach vorherigen Quartalsverfallsterminen oft nachgegeben hat, wobei das Muster nicht bei jedem Mal konsistent war.
Liquiditätslevel im Blick
Analysten behalten Regionen im Auge, in denen große Mengen gehebelter Positionen geballt sind. Marktdaten zeigen eine Konzentration des Liquidierungsrisikos im Bereich um 85.000–85.500 US-Dollar, wo sowohl ältere als auch neu eröffnete Positionen anfällig für scharfe Kursbewegungen sein könnten.
Sollte Bitcoin sich diesen Levels nähern, könnten Zwangsliquidierungen der Kursbewegung in beide Richtungen weiteren Schwung verleihen, so Analysten.