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Japan nutzt 550-Milliarden-Dollar-Fonds für Taiwans Chipfabriken in den USA – TSMC könnte profitieren

Japan nutzt 550-Milliarden-Dollar-Fonds für Taiwans Chipfabriken in den USA – TSMC könnte profitieren

Author:
M0onSh0t
Published:
2025-07-27 13:44:03
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Ein riesiger 550-Milliarden-Dollar-Fonds, der durch ein US-Zollabkommen gesichert ist, soll auch taiwanische Chiphersteller in den USA unterstützen. Dies könnte besonders für TSMC interessant sein, das bereits massive Investitionen in Amerika plant. Hier die Details.

Was steckt hinter Japans 550-Milliarden-Dollar-Fonds?

Japan und die USA haben diese Woche ein bahnbrechendes Abkommen geschlossen. Im Austausch für niedrigere Einfuhrzölle auf japanische Waren wird Japan 550 Milliarden Dollar in US-Projekte pumpen – via Eigenkapital, Kredite und Garantien. Ryosei Akazawa, Japans Top-Handelsbeamter, betonte gegenüber NHK, dass das Geld nicht nur japanischen oder amerikanischen Firmen vorbehalten sei. „Es geht darum, Lieferketten aufzubauen, die für die wirtschaftliche Sicherheit kritisch sind“, so Akazawa. Der genaue Fahrplan steht noch in den Sternen, aber die Botschaft ist klar: Wer diese Ziele unterstützt, kommt infrage – auch Taiwan.

Warum könnte TSMC der große Gewinner sein?

Taiwans TSMC, der weltweit führende Hersteller hochmoderner Chips, hat bereits ein 100-Milliarden-Dollar-Investitionsprogramm für die USA angekündigt. Im März präsentierte das Unternehmen gemeinsam mit Ex-Präsident TRUMP Pläne für drei Chipfabriken in Arizona, von denen eine bereits gebaut wird. Japans Fonds könnte TSMCs Expansion nun zusätzlichen Schub verleihen – vorausgesetzt, das Unternehmen nutzt japanische Komponenten oder passt Produkte für japanische Bedürfnisse an. „Wenn ein taiwanischer Chiphersteller in den USA eine Fabrik baut und unsere Interessen bedient, ist das in Ordnung“, sagte Akazawa. Konkrete Firmennamen nannte er nicht, aber die Indizien deuten auf TSMC.

Wie reagiert Japan auf die Chip-Abhängigkeit von Taiwan?

Washingtons Abhängigkeit von taiwanischen Spitzenchips gilt als Risiko – nicht zuletzt wegen Taiwans Nähe zu China. Japan will gegensteuern, und zwar für beide Seiten. Der Großteil der 550 Milliarden Dollar soll über zwei staatliche Finanzinstrumente fließen: die Japan Bank for International Cooperation (JBIC) und die Nippon Export and Investment Insurance (NEXI). Eine kürzlich geänderte Gesetzgebung erlaubt es der JBIC nun sogar, ausländische Firmen zu finanzieren, wenn dies Japans Lieferketten schützt. Nur 1–2 % der Mittel sind für Eigenkapital vorgesehen, der Rest für Kredite und Versicherungsgarantien. Japan will also nicht Eigentümer werden, sondern Projekte absichern – ein cleverer Schachzug.

Wer profitiert finanziell am meisten?

Die USA behalten laut Weißem Haus 90 % der Gewinne aus dem Deal. Akazawa relativierte: Diese Zahl beziehe sich nur auf Aktienrenditen, die ohnehin einen winzigen Teil des Fonds ausmachen. Japan hatte ursprünglich die Hälfte der Gewinne gefordert, gab aber nach – kein großer Verlust, wie Akazawa findet. Im Gegenzug spart Japan schätzungsweise 10 Billionen Yen (67,72 Mrd. Dollar) an Zollausgaben. Der Deal SEI „ein leichtes Opfer“ für diese Ersparnis, so der Beamte. Jetzt drängt die Zeit: Die Regierung will die gesamten 550 Milliarden Dollar noch während Trumps aktueller Amtszeit ausschütten. Ein ambitionierter Plan.

Fragen und Antworten zum Japan-USA-Chipdeal

Können auch europäische Firmen von dem Fonds profitieren?

Akazawa hat klargestellt, dass der Fonds prinzipiell für alle Projekte offensteht, die Japans Lieferketten stärken. Ob europäische Unternehmen Chancen haben, hängt also davon ab, ob sie diesen Kriterien entsprechen.

Wie schnell wird das Geld fließen?

Bisher gibt es keinen offiziellen Zeitplan für die erste Tranche. Japans Ziel, die Mittel noch unter Trump zu verteilen, deutet aber auf ein straffes Tempo hin.

Warum ist Taiwan in dieser Gleichung so wichtig?

Taiwan produziert über 60 % der globalen Halbleiter und über 90 % der fortschrittlichsten Chips. Eine Abhängigkeit von der Insel gilt angesichts der China-Spannungen als riskant – daher der Push für Produktion in den USA.

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