Singapur verschärft Krypto-Regeln: Bitget und Bybit planen Ausstieg wegen strengerer Vorschriften

Singapur verschärft die Regulierung für Krypto-Unternehmen, die ohne Lizenz operieren, und die Auswirkungen sind bereits spürbar. Am 30. Mai gab die Monetary Authority of Singapore (MAS) eine endgültige Ankündigung heraus, die unregulierte digitale Asset-Börsen mit Geschäftsbetrieb in Singapur und ausländischen Kunden verpflichtet, bis zum 30. Juni zu schließen, wie ein Bloomberg-Bericht zeigt.
Ohne Übergangsfrist und mit strengen Beschränkungen für neue Lizenzen bereiten sich einige der größten Offshore-Plattformen – darunter Bitget und Bybit – darauf vor, das Land zu verlassen und ihre Teams in kryptofreundlichere Standorte wie Dubai und Hongkong zu verlegen.
Austritt oder Compliance: Der Druck steigt
Die MAS richtet sich gezielt gegen Unternehmen, die Front-Office-Funktionen wie Vertrieb oder Kundenservice von Singapur aus für ausländische Nutzer betreiben. Obwohl die Regulierung laut Klarstellung der Behörde vom 6. Juni nur eine „minimale“ Anzahl von Firmen betrifft, sind die Auswirkungen erheblich und könnten Hunderte von Arbeitsplätzen gefährden. Arthur Cheong von DeFiance Capital wies darauf hin, dass viele dieser Offshore-Firmen große Teams in Singapur haben.
Bitget und Bybit, beide unter den weltweit größten Börsen nach Handelsvolumen, reorganisieren nun ihre Teams. Während die MAS betont, dass ihre regulatorischen Erwartungen seit Jahren klar kommuniziert wurden, befinden sich Unternehmen jetzt in einer Grauzone – unsicher, ob sie unter die neuen Regeln fallen oder mit Anpassungen weiter operieren können.
Krypto-Analystin Lana Yang bezeichnet die Krypto-Regulierung Singapurs 2025 als ein regulatorisches „Whack-a-Mole“-Spiel. Der regulatorische Druck treibt Börsen wie Bitget dazu, in Länder wie Dubai und Hongkong umzuziehen. Sie betont, dass dies die Krypto-Aktivitäten nicht stoppen, sondern nur verlagern könnte, was Bitgets Entscheidung zur Umsiedlung als klug erscheinen lässt.
Ein Schlag gegen Singapurs Status als Krypto-Zentrum?
Obwohl Singapur ein globaler Krypto-Hub ist und lizenzierte Schwergewichte wie Coinbase und Crypto.com beherbergt, bleibt das Land nach den Marktzusammenbrüchen während des Krypto-Crashs 2022 vorsichtig. Die jüngsten Maßnahmen könnten den Ruf der Stadt als sicheren Hafen für digitale Assets beschädigen, insbesondere da Konkurrenten wie Hongkong die Branche mit klaren regulatorischen Wegen umwerben.
Während einige die MAS-Ankündigung als längst überfällige Bereinigung sehen, betrachten andere sie als regulatorische Knebelung. Rechtsexperten befürchten, dass die mangelnde Klarheit darüber, was als „Offshore-Dienstleistungen“ gilt, zu Verwirrung und Einzelfallprüfungen führen könnte.
Übersetzt von Ledg3rX
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