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Wall Street boomt, aber die meisten Amerikaner fühlen sich wie in einer Rezession (2025)

Wall Street boomt, aber die meisten Amerikaner fühlen sich wie in einer Rezession (2025)

Author:
HashR8te
Published:
2025-09-13 21:43:02
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Während die Aktienmärkte Rekordhöhen erreichen, klafft eine tiefe Lücke zwischen Wall Street und Main Street. Die Stimmung der Verbraucher ist auf einem Tiefstand, obwohl die Wirtschaftsdaten eigentlich optimistisch stimmen sollten. Experten sprechen von einer "Vibecession" – einer gefühlten Rezession trotz offizieller Wachstumszahlen.

Warum fühlt sich die Wirtschaft für viele Amerikaner schlecht an?

Die Diskrepanz zwischen makroökonomischen Indikatoren und der öffentlichen Wahrnehmung ist frappierend. Die Arbeitslosenquote liegt zwar niedrig, aber laut einer aktuellen Umfrage von Yahoo Finance glauben 65% der Amerikaner, dass die Arbeitslosigkeit in den nächsten 12 Monaten steigen wird. Ein ähnliches Pessimismus-Niveau wurde zuletzt während der Großen Rezession verzeichnet.

Die Inflation bleibt hartnäckig, und die Kaufkraft hat sich noch nicht erholt. "Die Menschen spüren die Auswirkungen jetzt, nicht später", erklärt Joanne Hsu von der University of Michigan. "Wall Street mag die Zukunft einkalkulieren, aber Haushalte leben in der Gegenwart."

Wie haben sich Trumps Wirtschaftspolitiken ausgewirkt?

Nach Trumps Amtsübernahme im November 2024 erlebten die Märkte zunächst einen deutlichen Aufschwung. Der Consumer Sentiment Index der University of Michigan schnellte gemeinsam mit dem S&P 500 nach oben. Doch die Euphorie war kurzlebig.

Als TRUMP Anfang 2025 seine umstrittenen Zollpläne ("Liberation Day Tariffs") wieder aufgriff, brach die Stimmung ein. Bis April/Mai fiel der Index auf 52,2 Punkte – ein Niveau, das zuletzt während der Inflationsspitze 2022 verzeichnet wurde. Bemerkenswert: 60% der Befragten erwähnten die Zölle von sich aus in den Interviews.

Wie positioniert sich das Weiße Haus?

Die Regierung versucht mit Steuersenkungen gegenzusteuern. Der als "Working Families Tax Cut" umgetaufte Gesetzentwurf soll die Stimmung aufhellen. Doch laut Congressional Budget Office wird die Wirkung vor den Wahlen 2028 kaum spürbar sein.

Trump selbst bezeichnet die Wirtschaftslage trotzdem als "die beste, die wir je hatten". Bei Fox & Friends verwies er auf Billionen an Unternehmensinvestitionen und steigende Märkte. Hinter den Kulissen räumen Berater jedoch ein, dass diese Botschaft bei den Bürgern nicht ankommt.

Wie steht es um die reale Kaufkraft?

Die Löhne steigen zwar, haben aber mit der Inflation nicht Schritt gehalten. Labor Department-Daten zeigen, dass die Reallöhne seit Anfang 2023 zulegten, aber das Weiße Haus erwartet keine vollständige Erholung bis zum Wahltag.

Stephen Moore, einer von Trumps Wirtschaftsberatern, bringt es auf den Punkt: "Es gibt eine Realität und es gibt eine Wahrnehmung." Die Menschen sorgten sich vor allem um Lebensmittelpreise und tägliche Ausgaben, selbst wenn die Zahlen gut aussähen.

Welche politischen Auswirkungen hat die Stimmung?

Die aktuelle Kluft zwischen denen, die denken, das Land SEI auf dem richtigen Weg, und denen, die das Gegenteil glauben, beträgt 15 Prozentpunkte. Zum Vergleich: Bei den Midterms 2022 unter Biden lag diese Differenz bei 31 Punkten.

Die Republikaner verzeichnen unterdessen steigende Wählerregistrierungen, während die Demokraten deutlich im Minus liegen. Trump-Berater John McLaughlin ist optimistisch: "Es wird einige Zeit dauern, aber wenn diese Politik wirkt, wird es eine Erleichterung im Vergleich zu den letzten vier Jahren sein."

Fragen und Antworten zur aktuellen Wirtschaftslage

Warum fühlt sich die Wirtschaft trotz guter Börsen schlecht an?

Die Diskrepanz zwischen Börsenperformance und Verbraucherstimmung ("Vibecession") entsteht durch anhaltende Inflation, stagnierende Reallöhne und Zukunftsängste. Während Investoren langfristig planen, spüren Haushalte die aktuellen Preissteigerungen unmittelbar.

Wie wirken sich Trumps Zollpläne aus?

Die angekündigten "Liberation Day Tariffs" haben die Verbraucherstimmung deutlich gedrückt, wie der Einbruch des Michigan-Index zeigt. 60% der Befragten erwähnten die Zölle spontan in Umfragen, was auf große Besorgnis hindeutet.

Können Steuersenkungen die Stimmung retten?

Experten bezweifeln, dass der "Working Families Tax Cut" noch vor den Wahlen spürbare Effekte haben wird. Die Kombination aus Zöllen und Einwanderungsbeschränkungen dämpft die möglichen positiven Auswirkungen.

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