BTCC / BTCC Square / HashR8te /
Trump lockert Bidens Technologie-Exportkontrollen: Chinas KI-Branche atmet auf

Trump lockert Bidens Technologie-Exportkontrollen: Chinas KI-Branche atmet auf

Author:
HashR8te
Published:
2025-07-18 13:44:02
13
2


Die US-Regierung unter Donald TRUMP macht einen überraschenden Schwenk in der Handelspolitik mit China: Hochmoderne KI-Chips von Nvidia und AMD dürfen wieder exportiert werden – allerdings mit klaren Grenzen. Während Hardliner im Kongress protestieren, sieht die Wirtschaft Chancen für eine neue Phase der Kooperation. Doch wie lange hält dieser fragile Kompromiss?

Was hat die Trump-Administration genau beschlossen?

In einer bemerkenswerten Kehrtwende hat das US-Handelsministerium grünes Licht für den Verkauf bestimmter KI-Chips nach China gegeben. Nvidia darf seinen H20-Beschleuniger liefern, AMD erhält Exportgenehmigungen für weniger leistungsstarke Prozessoren. Handelsminister Howard Lutnick begründet den Schritt mit einer doppelten Strategie: "Wir wollen chinesische Entwickler an unsere Technologie binden, ohne ihnen unsere Krönung der Schöpfung zu überlassen." Bloomberg zitiert ihn mit den Worten, dies sichere die technologische Führungsposition der USA, während China weiterhin amerikanische Chips kaufe.

Warum lösen die Lockerungen politischen Widerstand aus?

Der Kurswechsel trifft auf geteilte Reaktionen. China-Hardliner wie Marco Rubio kritisieren die Entscheidung scharf, während Wirtschaftsexperten wie Kevin Xu von Interconnected Capital darin den Beginn größerer Handelsgespräche sehen. "Das könnte der erste Dominostein für eine umfassende Technologie-Vereinbarung sein", so Xu, der unter Obama diente. Tatsächlich scheint die Administration einen Mittelweg zu suchen: Während einige Exportbeschränkungen fallen, bleiben die Rekordzölle von bis zu 145% zunächst bestehen.

Wie positioniert sich Trump im Vergleich zu Biden?

Analyst Dominic Chiu vom Eurasia Group beobachtet einen klaren Unterschied: "Trump ist nicht ideologisch fixiert auf Kontrollen." Wo Biden mit "kleinen Höfen, hohen Zäunen" um Schlüsseltechnologien agierte, setzt Trump auf wirtschaftliche Hebel. Gerard DiPippo vom Rand-Institut ergänzt: "Wenn jemand bereit ist, beim Handel mit China Kompromisse zu machen, dann Trump." Diese Haltung zeigt sich auch in Trumps pragmatischer Haltung zu TikTok und chinesischen Autoherstellern in den USA.

Welche Ziele verfolgt Trump mit der neuen Politik?

Aus Washingtoner Kreisen ist zu hören, dass Trump vier Hauptziele verfolgt:

  • Reduzierung des Handelsdefizits durch massive Käufe chinesischer Unternehmen
  • Unterbindung von Fentanyl-Exporten
  • Klärung des TikTok-Status
  • Garantien gegen den Waffenmissbrauch seltener Erden

Gleichzeitig signalisiert Trump Offenheit für chinesische Investitionen in den USA – ein kontroverser Vorschlag, der Handelsungleichgewichte korrigieren soll.

Wie reagiert China auf die amerikanischen Zugeständnisse?

Peking fordert seinerseits:

  • Senkung der Trump-Ära-Zölle auf Fentanyl-Vorläufer (20%)
  • Lockerung von Investitionsbeschränkungen
  • Weitere Erleichterungen bei Exportkontrollen

Die jüngsten Gespräche in Genf und London zeigen erste Erfolge: Die USA lockern einige Beschränkungen im Austausch gegen chinesische Seltene-Erden-Lieferungen für Smartphones, E-Autos und Verteidigungssysteme.

Welche diplomatischen Entwicklungen stehen an?

Die Spannungen könnten sich weiter entschärfen:

  • Marco Rubio traf Chinas Außenminister Wang Yi in Malaysia
  • Finanzminister Scott Bessent plant Gespräche mit Vize-Premier He Lifeng
  • Die Frist für hohe Strafzölle (12. August) könnte verlängert werden

Ein Trump-Xi-Gipfel gilt als wahrscheinlich, doch wie Rubio betont, braucht es "die richtige Atmosphäre und konkrete Ergebnisse" – besonders vor dem Asien-Pazifik-Wirtschaftstreffen im Oktober in Südkorea.

Wie bewerten Experten die langfristigen Aussichten?

Kurt Tong vom Asia Group warnt vor überzogenen Erwartungen: "Dies ist kein Paradigmenwechsel, sondern taktisches Manövrieren." Die eigentliche Bewährungsprobe komme, wenn es um kritische Infrastruktur und militärische Technologien gehe. Ein BTCC-Analyst, der anonym bleiben möchte, verweist auf die Volatilität an den Märkten: "Die Chip-Aktien reagieren positiv, aber die großen Fragen der technologischen Souveränität bleiben ungelöst."

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Quellen: Bloomberg, Eurasia Group, Asia Group, Handelsministerium der USA.

|Square

Holen Sie sich die BTCC-App und beginnen Sie Ihre Krypto-Reise

Starten Sie noch heute Scannen Sie, um Teil von mehr als 100 Millionen Nutzern zu werden