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Krypto-Regulierung im Fokus: Indien startet Großoffensive gegen Steuerhinterziehung

Krypto-Regulierung im Fokus: Indien startet Großoffensive gegen Steuerhinterziehung

Author:
HashR8te
Published:
2025-06-15 03:18:32
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Die indische Steuerbehörde verschärft ihre Maßnahmen zur Kryptomeldepflicht. Tausende Steuerzahler erhalten Hinweise auf nicht deklarierte Einkünfte aus virtuellen digitalen Vermögenswerten (VDA).

Die Initiative ist Teil einer breiteren Kampagne zur Aufdeckung versteckter Gewinne und möglicher Geldwäsche durch digitale Token.

Krypto-Besitzer unter die Lupe genommen

Laut Behörden prüft das Central Board of Direct Taxes, ob Krypto-Transaktionen in der Anlage VDA der Steuererklärung angegeben wurden. Bei Hochrisikoprofilen wurden entweder Unterangaben oder gänzliche Auslassungen festgestellt.

Kryptobörsen (VASPs) übermitteln TDS-Meldungen, die oft nicht mit den Angaben in Steuererklärungen übereinstimmen. Diese Diskrepanzen lösten eine Welle von Warnungen und Aufforderungsschreiben aus.

Pauschale 30%-Steuerregelung erklärt

Gemäß Section 115BBH des Income Tax Act unterliegen Gewinne aus VDA-Transfers einem pauschalen Steuersatz von 30%. Lediglich die Anschaffungskosten können abgezogen werden – weitere Absetzmöglichkeiten bestehen nicht.

Verluste können weder verrechnet noch vorgetragen werden. Viele Steuerpflichtige versuchten fälschlicherweise, Kostenindexierungen geltend zu machen oder VDA-Verluste unter anderen Positionen zu deklarieren – was nun Zuschläge und Strafen nach sich zieht.

„NUDGE“-Kampagne soll Compliance fördern

Es handelt sich um die dritte „NUDGE“-Initiative (Non-intrusive Usage of Data to Guide and Enable) innerhalb von sechs Monaten. Die ersten beiden Kampagnen konzentrierten sich auf nicht deklarierte Auslandsvermögen und falsche Spendenangaben gemäß Section 80GGC.

Ziel ist die datengestützte Nachbesserung von Steuererklärungen ohne Razzien. Die Behörde kombiniert Bankdaten, TDS-Meldungen von VASPs und Blockchain-Analysen. Beamte betonen diesen „Soft-Touch“-Ansatz zur Verhaltenssteuerung.

Risiko für Händler und Börsen

Kleinanleger sehen sich mit erhöhten Risiken konfrontiert. Seit dem Fiskaljahr 2022-23 müssen Kryptogewinne zwingend angegeben werden. Fehlende Angaben in Anlage VDA können Nachforderungen auslösen.

Auch Börsen stehen unter Druck: Fehlerhafte TDS-Meldungen könnten weitere Prüfungen ihrer Kunden zur Folge haben.

Die Branche wartet nun auf Reaktionen der Marktteilnehmer. Während einige ihre Buchführung verbessern dürften, könnten andere Handelsaktivitäten reduzieren. Institutionelle Investoren begrüßen möglicherweise die klare Rechtslage, was seriösen Akteuren den Markteintritt erleichtern würde.

Bildquelle: Unsplash, Chart von TradingView

Übersetzung: HashR8te

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