China halbiert Steueranreize für Elektrofahrzeuge 2026 – BYD setzt verstärkt auf Auslandsmärkte
- Wie reagiert BYD auf die Subventionskürzungen in China?
- Welche konkreten Änderungen gibt es bei den chinesischen Subventionen?
- Warum setzt BYD jetzt verstärkt auf Exporte?
- Wie entwickelt sich die europäische Handelspolitik?
- Fragen und Antworten zur neuen chinesischen E-Auto-Politik
Die chinesische Regierung hat die Subventionspolitik für Elektroautos drastisch gekürzt – seit Januar 2026 erhalten Käufer nur noch die Hälfte der bisherigen Steuerbefreiungen. Dieser Schritt markiert eine Zäsur für den weltgrößten E-Auto-Markt, während Branchenführer BYD mit ambitionierten Exportzielen gegensteuert. Wie unsere Analyse zeigt, könnte dies eine strategische Neuausrichtung der gesamten Branche einleiten.
Wie reagiert BYD auf die Subventionskürzungen in China?
BYD, der neue globale Marktführer für Elektrofahrzeuge, plant für 2026 einen Export von 1,3 Millionen Fahrzeugen – ein Plus von 25% gegenüber 2025. "Diese Expansion ist essenziell, um die nachlassende Inlandsnachfrage zu kompensieren", erklärt Li Yunfei, PR-Chef von BYD, auf einer Pressekonferenz in Shanghai. Interessanterweise liegt diese Zielsetzung unter den Erwartungen von Citigroup-Analysten, die für 2026 sogar 1,5-1,6 Millionen Exporteinheiten prognostiziert hatten.
Welche konkreten Änderungen gibt es bei den chinesischen Subventionen?
Die Neuregelungen betreffen zwei Kernbereiche:
- Die komplette Steuerbefreiung für NEV-Fahrzeuge (New Energy Vehicles) wurde zum 1. Januar 2026 halbiert
- Das staatliche Gebrauchtwagen-Austauschprogramm wurde verschärft – günstige Modelle erhalten nun weniger Förderung
Warum setzt BYD jetzt verstärkt auf Exporte?
Die Zahlen sprechen für sich: Während Teslas Auslieferungen 2025 um 8,6% auf 1,64 Millionen Einheiten fielen, konnte BYD mit 1,05 Millionen Exportfahrzeugen seine globale Spitzenposition festigen. "Der chinesische Markt wird zunehmend zum Verdrängungswettbewerb", meint ein BTCC-Marktanalyst. "Gleichzeitig eröffnen sich in Europa überraschende Chancen." Tatsächlich halten chinesische Hersteller mittlerweile 12,8% des europäischen E-Auto-Marktes – trotz bestehender Importzölle.
Wie entwickelt sich die europäische Handelspolitik?
Brüssel erwägt einen bemerkenswerten Kurswechsel: Statt hoher Einfuhrzölle könnte ein Mindestpreissystem für chinesische E-Autos eingeführt werden. Diese "Preisuntergrenzen" würden auch staatliche Subventionen der Hersteller berücksichtigen. Für BYD könnte dies die Expansion erleichtern – vorausgesetzt, ihre preisaggressive Strategie bleibt profitabel.
Fragen und Antworten zur neuen chinesischen E-Auto-Politik
Wie stark wirken sich die Subventionskürzungen auf BYD aus?
Als Hersteller preisgünstiger Modelle trifft BYD die Kürzung besonders hart. Die Exportoffensive erscheint daher als logische Gegenstrategie.
Welche Auswirkungen hat Teslas Schwächephase auf den Markt?
Teslas rückläufige Verkaufszahlen (1,79 Mio. 2024 → 1,64 Mio. 2025) haben BYD den Weg an die Spitze geebnet. Allerdings zeigt dies auch die Volatilität des E-Auto-Sektors.
Können chinesische Hersteller in Europa Fuß fassen?
Trotz aktueller Zölle erreichten chinesische Marken im November 2025 bereits 12,8% Marktanteil. Die geplanten EU-Regeländerungen könnten diesen Trend beschleunigen.