World Liberty startet Krypto-Kreditplattform mit USD1 Stablecoin – Das steckt dahinter
- Was bietet die neue Plattform von World Liberty?
- Wie positioniert sich USD1 im Stablecoin-Markt?
- Welche regulatorischen Schritte unternimmt World Liberty?
- Wie reagiert die traditionelle Finanzwelt?
- Was bedeutet das für Anleger?
- Häufig gestellte Fragen
World Liberty hat eine bahnbrechende Kreditplattform für Kryptowährungen lanciert, die auf der eigenen Stablecoin USD1 basiert. Was wie ein weiterer Player im überfüllten Stablecoin-Markt wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als strategischer Schachzug mit politischen Verbindungen und ambitionierten Plänen. Besonders pikant: Die Firma führt Donald TRUMP als "ehrenamtlichen Mitbegründer" – ein Detail, das nicht in den Fußnoten versteckt ist, sondern prominent auf der Homepage prangt.
Was bietet die neue Plattform von World Liberty?
Die Plattform ermöglicht nicht nur Kredite und Darlehen in Kryptowährungen, sondern plant bereits die Erweiterung um reale Vermögenswerte. Zak Folkman, einer der Mitgründer, verrät: "Wir haben zahlreiche Partnerschaften, die in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden." Dazu gehören Immobilien, Prognosemärkte und zusätzliche Börsen. Konkrete Namen nennt er zwar nicht, aber Gerüchte über eine Tokenisierung von Trump-Immobilien kursieren bereits.
Die Technologie hinter der Plattform stammt von Dolomite, einem Drittanbieter für Krypto-Kreditsysteme. Zach Witkoff, CEO des Unternehmens, betont die Vielseitigkeit von USD1: "Wir glauben, dass dies ein großer Durchbruch sein kann – die Nutzer werden es lieben." Neben einer geplanten mobilen App mit integrierter Kreditfunktion arbeitet World Liberty auch an einer Debitkarte, mit der Nutzer USD1 ausgeben und Treuepunkte sammeln können.
Wie positioniert sich USD1 im Stablecoin-Markt?
USD1 ist kein unbeschriebenes Blatt: Binance, das bei der Erstellung des Tokens half, hat kürzlich neue Handelspaare hinzugefügt. Die Investmentfirma MGX aus Abu Dhabi nutzte USD1 sogar für eine Beteiligung in Höhe von 2 Milliarden Dollar an Binance. Der WLFI-Token spielt dabei eine zentrale Rolle – ursprünglich als nicht übertragbarer Governance-Token konzipiert, wurde er handelbar gemacht und dient nun als zusätzliche Fundraising-Möglichkeit.
Laut Daten von CoinMarketCap hat USD1 bereits beachtliche Handelsvolumina erreicht, während WLFI sich im Markt etabliert. "Das ist kein Zufall", kommentiert ein Analyst des BTCC-Teams. "Stablecoins mit klarem regulatorischem Rahmen haben derzeit Konjunktur."
Welche regulatorischen Schritte unternimmt World Liberty?
Vor fünf Tagen reichte die mit World Liberty verbundene WLTC Holdings LLC einen Antrag beim Office of the Comptroller of the Currency ein. Ziel ist die Gründung der World Liberty Trust, einer Bundesbank für Stablecoins. Bei Genehmigung könnte diese digitale Verwahrung anbieten und den direkten Tausch zwischen USD1 und anderen Stablecoins wie USDT oder USDC ermöglichen.
Zach Witkoff sieht darin einen klaren regulatorischen Rahmen für "Verwahrung, Reserveverwaltung und treuhänderische Aufsicht". Langfristig könnte dies institutionelle Investoren anziehen und den Einsatz in regulierten Zahlungsströmen ermöglichen – vorausgesetzt, die Aufsichtsbehörden stimmen zu.
Wie reagiert die traditionelle Finanzwelt?
Nicht gerade mit Begeisterung. Viele Banken sehen darin einen Versuch, bundesstaatliche Genehmigungen zu erhalten, ohne alle Bankvorschriften erfüllen zu müssen. Es ist Teil eines Trends: Kryptounternehmen wie Coinbase, Ripple, BitGo und Paxos haben bereits bedingte Zulassungen erhalten. World Liberty ist nur der jüngste Bewerber in dieser Reihe.
Ein Bankenvertreter, der anonym bleiben möchte, äußert Bedenken: "Das ist regulatorisches Cherry-Picking – sie wollen die Vorteile, ohne die Lasten zu tragen." Doch für World Liberty geht es um mehr: Bei Erfolg könnten institutionelle Kunden wie Börsen und Fonds gewonnen werden.
Was bedeutet das für Anleger?
Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Fakt ist: Der Stablecoin-Markt wird immer vielfältiger, und USD1 positioniert sich geschickt – nicht nur technologisch, sondern auch regulatorisch. Die Verbindungen zu prominenten Namen wie Trump und die Expansion in reale Vermögenswerte machen das Projekt besonders beobachtenswert.
Wie ein Händler auf BTCC es formuliert: "Hier geht es nicht nur um eine weitere Stablecoin – das ist ein ganzes Ökosystem im Entstehen." Ob es sich durchsetzen wird? Die kommenden Monate werden es zeigen. Eins ist sicher: Langweilig wird es nicht.
Häufig gestellte Fragen
Was ist USD1?
USD1 ist eine Stablecoin von World Liberty, die 1:1 an den US-Dollar gebunden ist und als Basis für deren neue Kreditplattform dient.
Welche Rolle spielt Donald Trump bei World Liberty?
Die Firma bezeichnet Trump als "ehrenamtlichen Mitbegründer", allerdings ist unklar, wie aktiv er tatsächlich beteiligt ist.
Kann man mit USD1 Zinsen verdienen?
Ja, die Plattform bietet Kredit- und Darlehensmöglichkeiten, wodurch Halter von USD1 Zinserträge erwirtschaften können.
Wo kann man USD1 handeln?
Derzeit ist USD1 auf mehreren Börsen verfügbar, darunter Binance und BTCC.
Was ist der WLFI-Token?
WLFI begann als Governance-Token, wurde aber handelbar gemacht und dient nun auch als Fundraising-Instrument für World Liberty.