Chinesischer E-Auto-Hersteller Chery weist Vorwürfe wegen unrechtmäßiger Subventionsforderungen zurück – Das steckt dahinter
- Was hat die Untersuchung der Subventionsanträge ergeben?
- Wie reagiert Chery auf die Vorwürfe?
- Welche Rolle spielt BYD in diesem Fall?
- Wie wirkt sich dies auf Chinas E-Auto-Markt aus?
- Was bedeutet dies für die Zukunft der Subventionen?
- Häufig gestellte Fragen
In einer aktuellen Untersuchung wurden bei Chery und BYD Unregelmäßigkeiten bei Subventionsanträgen in Höhe von 53 Millionen US-Dollar festgestellt. Während BYD noch schweigt, betont Chery die Transparenz seiner Angaben und bestreitet jegliches Fehlverhalten. Die Hintergründe und was das für Chinas boomenden E-Auto-Markt bedeutet.
Was hat die Untersuchung der Subventionsanträge ergeben?
Das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) hat in einer Prüfung festgestellt, dass die Automobilhersteller Chery und BYD für insgesamt 21.725 Fahrzeuge zwischen 2015 und 2020 unrechtmäßig Subventionen in Anspruch genommen haben. Die beanstandeten Anträge summieren sich auf etwa 53 Millionen US-Dollar, was etwa 60% aller fehlerhaften Forderungen in diesem Bereich ausmacht.
Wie reagiert Chery auf die Vorwürfe?
Chery hat in einer Stellungnahme klargestellt, dass das Unternehmen die Behörden von Anfang an über fehlende Belege informiert habe. "Unser Unternehmen hat die Behörden wahrheitsgemäß informiert, dass wir keine Zertifikate für Endverkäufe gesammelt haben; es gibt keinen betrügerischen Akt", so Chery. Die meisten der beanstandeten 7.663 Fahrzeuge des Unternehmens seien aufgrund fehlender Dokumente und nicht wegen Nichterreichens der geforderten Kilometerleistung disqualifiziert worden.
Welche Rolle spielt BYD in diesem Fall?
BYD, Chinas größter E-Auto-Hersteller, hat bisher nicht auf die Vorwürfe reagiert. Bei dem Unternehmen wurden 4.973 Fahrzeuge von der Subventionsliste gestrichen. Interessanterweise hat die Regierung bisher keine Betrugsvorwürfe gegen die Unternehmen erhoben, und das Prüfdokument sieht auch keine Strafen oder Rückzahlungen vor.
Wie wirkt sich dies auf Chinas E-Auto-Markt aus?
Die Subventionspolitik Chinas für neue Energie-Fahrzeuge zwischen 2009 und 2022 hat wesentlich zum Boom der Branche beigetragen. Seit März übersteigen die Verkäufe von E-Autos regelmäßig die von Benzinern. Die aktuelle Untersuchung könnte jedoch zu strengeren Regulierungen führen, was angesichts der Überkapazitäten und des Preiskriegs in der Branche zusätzlichen Druck auf die Hersteller ausüben würde.
Was bedeutet dies für die Zukunft der Subventionen?
Laut Chery betraf die Prüfung nur noch nicht ausgezahlte Subventionsanträge, sodass keine Rückzahlungen erforderlich seien. Historisch gesehen mussten Hersteller jedoch Subventionen für Fahrzeuge zurückzahlen, die die geforderte Kilometerleistung nicht erreichten. Die lokalen Regierungen führen derzeit weitere Prüfungen für die Jahre 2021 und 2022 durch.
Häufig gestellte Fragen
Welche Konsequenzen drohen Chery und BYD?
Bisher sind keine Strafen oder Rückzahlungsforderungen bekannt. Die Regierung hat lediglich die Subventionsanträge für die beanstandeten Fahrzeuge abgelehnt.
Wie hoch waren die unrechtmäßig beanspruchten Subventionen?
Insgesamt wurden etwa 53 Millionen US-Dollar für 21.725 Fahrzeuge zwischen 2015 und 2020 unrechtmäßig beantragt.
Warum wurden die Fahrzeuge disqualifiziert?
Die Hauptgründe waren fehlende Dokumente (insbesondere bei Chery) und das Nichterreichen der geforderten Mindestkilometerleistung.