Japans Metaplanet kauft weitere 1.111 Bitcoin – Gesamtbestand jetzt bei 11.111 BTC
Metaplanet Inc. hat den Kauf von weiteren 1.111 Bitcoin bekannt gegeben, wodurch sich der Gesamtbestand des Unternehmens auf 11.111 BTC erhöht.
Das in Tokio gelistete Unternehmen gab die Transaktion in einer Mitteilung vom 23. Juni bekannt und bezifferte die Gesamtausgaben auf 17,26 Milliarden Yen, umgerechnet etwa 108 Millionen US-Dollar. Der jüngste Kauf erfolgte zu einem Preis von rund 15,54 Millionen Yen pro Bitcoin (BTC), was etwa 97.000 US-Dollar entspricht.
Die Transaktion unterstreicht die aggressive Treasury-Strategie des Unternehmens, die darauf abzielt, bis Ende 2027 insgesamt 210.000 BTC zu akkumulieren – das entspricht 1 % der gesamten Bitcoin-Menge. Der Kauf erfolgt nur eine Woche, nachdem das Unternehmen sein Ziel für 2025 von 10.000 BTC übertroffen hat, was auf eine deutliche Beschleunigung der Kaufaktivitäten hindeutet.
Die Bitcoin-zu-Aktien-Quote von Metaplanet, gemessen anhand des unternehmenseigenen Performance-Indikators „BTC Yield“, hat sich in diesem Quartal mehr als verdoppelt. Das Unternehmen meldete zum Stichtag 23. Juni einen BTC Yield von 107,9 % im Quartalsvergleich, nach 95,6 % im ersten Quartal.
Der Indikator misst das Bitcoin-Wachstum im Verhältnis zu den vollständig verwässerten Aktien und isoliert damit den wertsteigernden Effekt der Bitcoin-Akkumulation – selbst bei Aktienemissionen.
Ursprünglich als „21-Millionen-Plan“ gestartet – eine Anspielung auf die begrenzte Bitcoin-Menge – wurde die Strategie im Juni 2025 nach oben korrigiert. Das Unternehmen strebt nun 30.000 BTC bis Ende 2025 und 100.000 BTC bis Ende 2026 an. CEO Simon Gerovich bezeichnet Bitcoin als „strategisches Kernasset“ und sieht Metaplanet als steuerbegünstigtes Vehikel für japanische Anleger, um Bitcoin-Exposure zu erhalten.
Das Unternehmen finanziert seine Bitcoin-Käufe hauptsächlich durch wandelbare Anleihen und Aktienoptionsscheine. Am selben Tag wie die BTC-Kaufankündigung teilte Metaplanet mit, dass es eine Zuteilung von 558,7 Millionen Yen an den EVO FUND durch neue Aktienbezugsrechte abgeschlossen habe.
Während die Strategie von Metaplanet oft mit der von MicroStrategy verglichen wird, hat das japanische Unternehmen das US-Unternehmen in puncto Aktienperformance überflügelt. Die Aktie ist im letzten Jahr um über 1.600 % gestiegen. Dieser Anstieg birgt jedoch Risiken.
Metaplanet handelt derzeit zu einem impliziten Bitcoin-Preis von 93 bis 118 Millionen Yen, umgerechnet etwa 596.000 bis 759.000 US-Dollar pro Coin – ein deutlicher Aufschlag gegenüber dem Marktwert, den Anleger für den Zugang zum Bitcoin-Bestand des Unternehmens zahlen.
Einige Analysten warnen, dass der rasante Aufstieg der „Saylor-Kopien“ – mittlerweile mehr als 220 börsennotierte Unternehmen – systemische Risiken bergen könnte. In einem aktuellen Bericht bezeichnete Coinbase den Trend als „Angriff der Klone“ und warnte davor, dass aggressive Kapitalbeschaffungen zum Bitcoin-Kauf sowohl die Märkte als auch das Anlegervertrauen unter Druck setzen könnten.
Übersetzt von GasF33s
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