Nintendo schließt sich über 1.000 Unternehmen an, die die USA wegen Trumps "illegalen" Zöllen verklagen
- Warum verklagt Nintendo die US-Regierung?
- Welche rechtliche Grundlage hat der Fall?
- Wie wirken sich die Zölle auf Nintendo aus?
- Welche Auswirkungen hat der Fall auf andere Unternehmen?
- Wie geht es jetzt weiter?
- Fragen und Antworten zum Fall
In einem beispiellosen Schritt hat sich Nintendo einer wachsenden Bewegung von Unternehmen angeschlossen, die die US-Regierung auf Rückerstattung von Zöllen aus der Trump-Ära verklagen. Der Fall könnte weitreichende Auswirkungen auf die Handelspolitik haben und zeigt, wie Unternehmen gegen als unrechtmäßig eingestufte Handelsmaßnahmen vorgehen.
Warum verklagt Nintendo die US-Regierung?
Nintendo hat am 6. März 2026 eine Klage beim US-Handelsgericht eingereicht, in der das Unternehmen die vollständige Rückerstattung von Zöllen sowie aufgelaufene Zinsen fordert. Dies erfolgte nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs vom 20. Februar 2026, das die unter Präsident TRUMP verhängten Zölle für illegal erklärte. Die Klage richtet sich explizit gegen "die Vereinigten Staaten von Amerika" und nennt mehrere ehemalige Regierungsmitglieder.
Welche rechtliche Grundlage hat der Fall?
Der Streit dreht sich um den International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) von 1977, den Trump zur Rechtfertigung der Zölle heranzog. Sowohl Nintendo als auch mehrere Gerichte sehen darin jedoch eine Überschreitung der exekutiven Befugnisse. "Der IEEPA autorisiert nicht die Erhebung dieser Zölle", erklärt Handelsrechtsexperte Barry Appleton von der New York Law School.
Wie wirken sich die Zölle auf Nintendo aus?
Nintendo musste nach eigenen Angaben erhebliche Kosten tragen, darunter:
- Verzögerungen bei der Einführung der Switch 2 in den USA
- Preiserhöhungen für Zubehör
- Absorption von Zollkosten bei der Hauptkonsole
Interessanterweise würden bei einer Rückerstattung die Gewinne steigen, während Verbraucher ihre Mehrkosten nicht zurückerhalten.
Welche Auswirkungen hat der Fall auf andere Unternehmen?
Mit über 1.000 beteiligten Unternehmen könnte dies ein Wendepunkt in den US-Handelsbeziehungen sein. Besonders japanische Exporteure, die ähnliche Belastungen tragen, verfolgen den Fall genau. "Ein positives Urteil würde sofortige Erstattungsmöglichkeiten eröffnen", so Ryan Majerus, ehemaliger US-Handelsbeamter.
Wie geht es jetzt weiter?
Während die Trump-Administration möglicherweise Berufung einlegen wird, hat ein Bundesgericht bereits Versuche blockiert, den Erstattungsprozess zu verzögern. Das Verfahren wird nun an ein New Yorker Handelsgericht überwiesen, wo die nächsten Schritte erfolgen.
Fragen und Antworten zum Fall
Welche Unternehmen sind neben Nintendo beteiligt?
Über 1.000 Unternehmen verschiedener Branchen haben ähnliche Klagen eingereicht oder unterstützen die Forderungen.
Können Verbraucher ihre Mehrkosten zurückfordern?
Nein, die Klagen richten sich ausschließlich auf Erstattungen an die Unternehmen. Preiserhöhungen an Verbraucher sind nicht rückforderbar.
Wie hoch sind die geforderten Beträge?
Konkrete Summen wurden nicht veröffentlicht, aber Experten schätzen, dass es sich insgesamt um Milliardenbeträge handelt.