Neuseeland verbietet Krypto-ATMs im Kampf gegen Geldwäsche
Veröffentlichungszeit:
2025-07-10 12:10:51
Die neuseeländische Regierung plant, Krypto-Geldautomaten zu verbieten und Bargeldtransfers ins Ausland einzuschränken. Die Begründung: Kriminelle nutzen diese, um schnell und anonym Geld zu bewegen.
Neuseeland will Krypto-ATMs im Rahmen einer großangelegten Offensive gegen Geldwäsche und Finanzkriminalität abschaffen.
Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden Reform der Anti-Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungsgesetze (AML/CFT) des Landes.
Justizministerin Nicole McKee kündigte den Plan am Mittwoch an. Sie betonte, dass Kriminelle Krypto-ATMs nutzen, um Bargeld schnell in hochriskante Assets umzuwandeln.
„Diese Reformen zielen auf Kriminelle ab, nicht darauf, ehrlichen Unternehmen mehr Bürokratie aufzuerlegen“, so McKee.
**Warum Krypto-ATMs im Visier sind**
Krypto-ATMs ermöglichen es Nutzern, Bargeld einzuzahlen oder eine Bankkarte zu nutzen, um im Gegenzug Kryptowährung zu erhalten. Diese kann dann sofort – oft in Offshore-Wallets – transferiert werden.
Behörden zufolge werden diese Maschinen missbraucht. Betrüger werben online für gefälschte Produkte und fordern Käufer auf, Zahlungen über Krypto-ATMs zu tätigen. Sobald die Zahlung erfolgt ist, verschwinden die Betrüger.
Laut einem Bericht der Ministerial Advisory Group on Transnational, Serious, and Organised Crime vom April wurden Krypto-ATMs genutzt, um Kryptowährung zu kaufen. Die Gelder wurden innerhalb von Minuten an ausländische Kriminelle überwiesen, um Drogenimporte oder Betrug zu ermöglichen.
**Neue Limits für Bargeldtransfers**
Die Regierung will zudem internationale Bargeldtransfers auf 5.000 NZD (ca. 3.000 USD) begrenzen. Dadurch soll es für Kriminelle schwieriger werden, Geld ins Ausland zu schicken.
Das Kabinett hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der die Befugnisse der Polizei erweitert und die Aufsicht stärkt. Regulierungsbehörden sollen härter gegen Personen vorgehen können, die das Finanzsystem für illegale Aktivitäten nutzen.
**Globale Überwachung von Krypto-ATMs**
Neuseelands geplante Maßnahmen spiegeln die wachsende internationale Sorge wider, dass Krypto-ATMs anfällig für Missbrauch sind. Im benachbarten Australien hat die Finanzaufsichtsbehörde AUSTRAC den Sektor schärfer ins Visier genommen, nachdem eine Taskforce Betrugsfälle – insbesondere gegen ältere Menschen – aufgedeckt hatte.
In den USA hat Spokane, Washington, Krypto-Kiosks komplett verboten, nachdem ein FBI-Bericht für 2024 Betrugsverluste in Höhe von 5,6 Milliarden USD in Verbindung mit diesen Maschinen offenbarte.
**Wachstum von Krypto-ATMs gibt Anlass zur Sorge**
Laut Coin ATM Radar gibt es weltweit etwa 38.500 Krypto-ATMs. Über 30.000 davon stehen in den USA. Neuseeland hat derzeit 221.
McKee betonte, dass das neue Vorgehen des Landes mehr Klarheit für Unternehmen schaffen soll, während die Sicherheit des Finanzsystems gewahrt bleibt. Das Verbot von Krypto-ATMs
Sei ein zentraler Teil dieser Strategie.
Übersetzt von F1atCrash
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