Fed streicht Prüfung von ‚Reputationsrisiken‘ – ein Plus für Krypto?
Die Federal Reserve hat am Montag bekannt gegeben, dass sie die Überprüfung von Banken auf „Reputationsrisiken“ bei ihren regelmäßigen Prüfungen einstellen wird. Das bedeutet, dass Banken nicht mehr danach beurteilt werden, wie die öffentliche Meinung oder negative Presse ihr Image schädigen könnte.
Die Änderung gilt für alle Banken, die unter der Aufsicht der Fed stehen. Prüfer werden sich nun nur noch mit Risiken befassen, die sich direkt auf Finanzen, Betrieb oder gesetzliche Vorschriften auswirken. „Der Vorstand hat den Prozess der Überprüfung und Entfernung von Verweisen auf Reputation und Reputationsrisiken eingeleitet“, teilte die Fed in einer Erklärung mit.
Reputationsrisiken bedeuteten bisher, dass Banken von Aufsichtsbehörden beanstandet werden konnten, selbst wenn sie sich an das Gesetz hielten, nur weil eine ihrer Handlungen die Öffentlichkeit verärgern oder negative Medienberichte nach sich ziehen könnte. Seit Jahren beschwerten sich Banken über diese unklare und unfaire Regel. Nun wird die Fed alle Erwähnungen dieses Risikos aus den offiziellen Handbüchern und Dokumenten streichen, die bei Inspektionen verwendet werden.
Die Fed kündigte außerdem an, Aufsichtspersonal neu zu schulen, um die neue Regel einheitlich anzuwenden. Sie betonte jedoch, dass die Änderung nicht bedeutet, dass Banken nachlässig sein dürfen. Sie müssen weiterhin über starke Systeme zur Risikosteuerung und Einhaltung von Vorschriften verfügen.
Es liegt nun an den Banken selbst zu entscheiden, wie wichtig ihr öffentliches Image im täglichen Geschäft ist. Die Fed erklärte, diese Änderung solle „nicht beeinflussen, ob und wie die von der Fed beaufsichtigten Banken das Konzept des Reputationsrisikos in ihren eigenen Risikomanagementpraktiken verwenden.“
Damit folgt die Fed zwei anderen großen Aufsichtsbehörden, dem Office of the Comptroller of the Currency (OCC) und der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC), die bereits ähnliche Änderungen vorgenommen haben.
Dies ist eine gute Nachricht, insbesondere für Krypto-Unternehmen. Einige US-Banken haben sich bisher von Kryptowährungen distanziert, weil sie Bedenken hatten, wie dies in der Öffentlichkeit oder bei Aufsichtsbehörden „aussehen“ könnte.
Anfang 2023 waren zwei kryptofreundliche Banken, Silvergate und Signature, zusammengebrochen, nachdem sie inmitten von Turbulenzen, die große Banken innerhalb einer Woche fast 200 Milliarden Dollar kosteten, keine neuen Geschäftspartner finden konnten. Damals wandten sich Banken, die zuvor Krypto-Kunden offen gegenüberstanden, ab.
Mit diesem neuen Ansatz könnten Banken nun sicherer Geschäfte mit legalen Krypto-Unternehmen machen, solange keine finanziellen Risiken bestehen. Fed-Beamte betonten: „Konzentrieren Sie sich auf die finanziellen Risiken, nicht auf die Schlagzeilen.“
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Übersetzt von F1atCrash
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