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Japan sagt geplantes Sicherheitstreffen mit den USA am 1. Juli ab

Japan sagt geplantes Sicherheitstreffen mit den USA am 1. Juli ab

Author:
F1atCrash
Published:
2025-06-21 01:20:27
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Das Gipfeltreffen, das am 1. Juli in Washington stattfinden sollte, war Teil der jährlichen „2+2“-Gespräche zwischen hochrangigen Vertretern beider Länder.

Auf amerikanischer Seite sollten Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth mit Japans Verteidigungsminister Gen Nakatani und Außenminister Takeshi Iwaya zusammentreffen. Doch Tokio sagte ab. Und zwar ohne diplomatische Beschönigungen.

Der Konflikt eskalierte, als Elbridge Colby, der dritthöchste Beamte im Pentagon, eine neue Forderung stellte: Japan solle sein Verteidigungsbudget auf 3,5 % des BIP erhöhen. Noch vor wenigen Wochen lag die Forderung bei 3 %. Drei Insider, darunter zwei Tokioter Beamte, nannten diese Last-Minute-Forderung eine „rote Linie“.

Spannungen wachsen: Japan sagt Treffen vor wichtiger Wahl ab

Die Oberhauswahlen am 20. Juli spielen ebenfalls eine Rolle. Ein hochrangiger japanischer Beamter erklärte, die regierende Liberaldemokratische Partei bereite sich bereits auf Sitzverluste vor. Die Führung wollte wenige Wochen vor der Wahl keine öffentliche Debatte über Verteidigungsausgaben mit Washington riskieren. Die Absage des „2+2“-Treffens galt als weniger riskant als ein Gespräch unter Druck.

Christopher Johnstone, ein ehemaliger US-Regierungsbeamter mit Japan-Expertise, betonte, Tokio behandele solche Treffen normalerweise als Priorität: „Sie sind politisch wertvolle Gelegenheiten, um die Stärke der US-Japan-Allianz zu demonstrieren.“

Doch diesmal überwog laut Johnstone die Sorge, „das politische Risiko eines Treffens vor der Wahl Sei höher als der potenzielle Nutzen“. Johnstone arbeitet heute als Partner bei der Strategieberatung The Asia Group.

Der Verteidigungskonflikt fällt in eine Zeit, in der die TRUMP-Regierung sowohl Europa als auch Asien zu höheren Militärausgaben drängt. Bei der Shangri-La-Dialog in Singapur letzten Monat forderte Pete vor Verteidigungsministern und Militärführern, Verbündete sollten „dem neuen Beispiel europäischer Länder folgen“. Als Gründe nannte er China und Nordkorea.

Ein US-Verteidigungsbeamter brachte es auf den Punkt: „Die USA spielen jetzt hart mit ihren Verbündeten im asiatisch-pazifischen Raum.“

Elbridge treibt diese Agenda voran. Bereits in seiner Anhörung im März forderte er Japan öffentlich zu höheren Ausgaben auf. Premierminister Shigeru Ishiba konterte: Haushaltsentscheidungen lägen bei Japan, nicht beim Pentagon. Diese Kontroverse prägt seither die Beziehungen.

Übersetzt von F1atCrash

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