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Moskau plant dauerhaftes Verbot von Krypto-Mining in Burjatien und Transbaikalien

Moskau plant dauerhaftes Verbot von Krypto-Mining in Burjatien und Transbaikalien

Author:
F1atCrash
Published:
2025-11-01 17:48:03
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Die russische Regierung erwägt ein ganzjähriges Verbot der Kryptowährungs-Mining-Aktivitäten in zwei sibirischen Regionen – der Republik Burjatien und der Region Transbaikalien. Dies würde die bereits lange Liste von Gebieten erweitern, in denen das Mining aufgrund von Stromknappheit eingeschränkt oder verboten ist. Während die aktuellen Beschränkungen saisonal sind, könnte die neue Regelung das ganze Jahr über gelten, ähnlich wie in der Region Irkutsk, wo das Mining bis 2031 verboten ist.

Warum plant Russland ein Mining-Verbot in diesen Regionen?

Laut Olga Arutyunova, stellvertretende Direktorin der Abteilung für die Entwicklung der Elektroenergiewirtschaft im Energieministerium, sind die Stromnetze in Burjatien und Transbaikalien bereits stark belastet. Die saisonalen Beschränkungen während der Herbst- und Wintermonate reichen nicht mehr aus, um die Energieversorgung stabil zu halten. "Wir beobachten die Situation vor Ort genau. Falls nötig, werden wir umgehend handeln und das Mining ganzjährig verbieten, wie in der Region Irkutsk", erklärte Arutyunova während einer Sitzung im Föderationsrat.

Wie ist die aktuelle Rechtslage für Krypto-Mining in Russland?

Russland hat das Krypto-Mining im Jahr 2024 legalisiert, um seine wettbewerbsfähigen Vorteile – günstige Strompreise und kühles Klima – zu nutzen. Unternehmen und Einzelunternehmer können Mining betreiben, sofern sie ihre Ausrüstung beim Federal Tax Service (FNS) registrieren und Steuern zahlen. Doch der Mining-Boom hat in vielen Regionen zu Stromengpässen und Netzausfällen geführt, was lokale Behörden veranlasste, temporäre oder dauerhafte Beschränkungen einzuführen.

Welche Auswirkungen hat das Verbot auf die Mining-Branche?

Die geplanten Maßnahmen treffen vor allem legale Mining-Unternehmen, die bereits über plötzliche regulatorische Änderungen klagen. Anton Gorelkin, Vizepräsident des Komitees für Informationspolitik in der Staatsduma, betont, dass Miner in der russischen Gesellschaft ein negatives Image haben: "Trotz der Legalisierung ist die Wahrnehmung der Miner sehr negativ. Es liegt an den Minern selbst, zu beweisen, dass sie für die russische Wirtschaft notwendig sind."

Gibt es auch positive Stimmen zum Krypto-Mining in Russland?

Ja, einige Beamte sehen Potenzial im Mining, insbesondere in abgelegenen Regionen mit Energieüberschuss. Aisen Nikolayev, Gouverneur der Republik Sacha (Jakutien), argumentiert: "Mining und die Stromerzeugung für Rechenzentren sind besonders relevant für abgelegene Gebiete mit lokalen Energiequellen, aber ohne Exportmöglichkeiten." In Jakutien könnten Kohle und Gas genutzt werden, um Mining-Farmen zu betreiben und die lokale Wirtschaft zu entwickeln.

Welche regulatorischen Änderungen sind noch geplant?

Energieminister Sergey Tsivilyov schlug im Juli vor, Mining-Farmen als "Verbraucher mit geringerer Priorität" einzustufen, die bei Stromknappheit remote abgeschaltet werden können. Das Ministerium arbeitet an entsprechenden Vorschriften, um die Stromnetze zu entlasten und Kapazitäten für andere Nutzungen freizugeben.

Wie reagiert die Mining-Industrie auf die geplanten Verbote?

Viele Unternehmen sehen sich gezwungen, ihre Ausrüstung in andere Regionen zu verlegen – ein kostspieliger und logistisch aufwändiger Prozess. Einige setzen auf erneuerbare Energien oder abgelegene Standorte, um die regulatorischen Hürden zu umgehen. Andere kooperieren mit lokalen Behörden, um nachhaltige Lösungen zu finden.

Was bedeutet das für internationale Miner und Investoren?

Russland bleibt trotz der Beschränkungen ein attraktiver Standort für Mining-Aktivitäten, insbesondere aufgrund der niedrigen Energiekosten. Allerdings erhöht die regulatorische Unsicherheit das Risiko für ausländische Investoren. Experten raten zu einer gründlichen Standortanalyse und enger Zusammenarbeit mit lokalen Behörden.

Fragen und Antworten zum Krypto-Mining in Russland

Welche Regionen in Russland sind vom Mining-Verbot betroffen?

Neben Burjatien und Transbaikalien haben bereits etwa ein Dutzend Regionen Mining-Beschränkungen eingeführt, darunter die Region Irkutsk, wo das Mining bis 2031 verboten ist.

Können Mining-Unternehmen gegen die Verbote klagen?

Theoretisch ja, aber Erfolgsaussichten sind gering, da die Maßnahmen mit der föderalen Exekutive abgestimmt sind. Viele Unternehmen ziehen es vor, in weniger restriktive Regionen umzuziehen.

Gibt es Ausnahmen von den Mining-Verboten?

In einigen Fällen können Unternehmen Sondergenehmigungen erhalten, insbesondere wenn sie nachweislich die lokale Wirtschaft fördern oder innovative Technologien einsetzen.

Wie wirkt sich das Verbot auf den Kryptomarkt aus?

Da Russland ein wichtiger Player im globalen Mining ist, könnten die Beschränkungen kurzfristig die Hashrate beeinflussen. Langfristig wird erwartet, dass sich die Aktivitäten in andere Regionen verlagern.

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