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„Mindestens 70 bis 100 Euro in bar“: Die EZB rät zu Bargeldreserven für den Fall einer „großen Instabilität“ (2025)

„Mindestens 70 bis 100 Euro in bar“: Die EZB rät zu Bargeldreserven für den Fall einer „großen Instabilität“ (2025)

Author:
F1atCrash
Published:
2025-09-26 11:12:03
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In einer überraschenden Empfehlung hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Bürger dazu aufgefordert, Bargeldreserven zu Hause zu halten – als Absicherung gegen mögliche Krisenszenarien. Die Experten Francesca Faella und Alejandro Zamora-Pérez analysierten vier jüngere Krisen und kamen zu einem klaren Ergebnis: Bargeld bleibt in unsicheren Zeiten unverzichtbar. Hier erfahren Sie, warum die EZB zu 70-100 Euro pro Person rät und welche Alternativen es gibt.

Warum empfiehlt die EZB plötzlich Bargeldreserven?

Die Studie „Bleiben Sie ruhig und tragen Sie Bargeld: Die einzigartige Rolle von physischem Geld in vier Krisen“ zeigt deutlich: In Ausnahmesituationen steigt die Nachfrage nach Bargeld sprunghaft an. Während der Covid-19-Pandemie stieg die Netto-Bargeldmenge in der Eurozone 2020 um über 140 Milliarden Euro – im Vergleich zu durchschnittlich 55 Milliarden in normalen Jahren. „Diese Krisenepisoden zeigen, dass der Nutzen von Bargeld stark zunimmt, wenn die Stabilität bedroht ist“, schreiben die Autoren.

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Wie viel Bargeld sollte man zu Hause haben?

Die EZB empfiehlt konkret: „Eine ausreichende Summe, um den Grundbedarf für etwa 72 Stunden zu decken.“ Für die meisten Europäer bedeutet das 70-100 Euro pro Person. Diese Zahl basiert auf Durchschnittswerten aus den Niederlanden, Österreich und Finnland. In Frankreich dürfte der Betrag ähnlich ausfallen. Warum gerade 72 Stunden? Das ist der Zeitraum, den Behörden typischerweise benötigen, um essentielle Dienstleistungen wie Strom, Internet oder Bankensysteme nach einer Störung wiederherzustellen.

Was passiert, wenn das Bargeld knapp wird?

Das Beispiel des spanischen Stromausfalls im April 2025 ist aufschlussreich: Nur 39% der Spanier hatten ausreichend Bargeldreserven. Als der Strom zurückkehrte, stürmten die Menschen die Geldautomaten – ein klares Zeichen schwindenden Vertrauens in elektronische Systeme. „In Stresssituationen übernimmt Bargeld wieder seine Funktion als praktische (und psychologische) Absicherung“, so die EZB-Experten.

Bitcoin und Gold: Alternative Krisenwährungen?

Neben Bargeld erwägen einige Anleger auch Gold oder Bitcoin als Krisenvorsorge. Während Kryptowährungen für ihren Gebrauch Strom und Internet benötigen, könnten sie bei Bankenausfällen nützlich sein – wie während der IT-Panne bei französischen Banken am 30. August 2025, als Kunden stundenlang weder mit Karte zahlen noch Geld abheben konnten. „Bitcoin kann in solchen Fällen eine interessante Alternative sein“, meint ein BTCC-Analyst, „aber mit typischer Krypto-Volatilität muss man leben.“

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Wie bereitet sich die EU auf Krisen vor?

Die EZB-Empfehlung passt zur EU-Strategie, die Bürger zur Dreitagesvorsorge (Wasser, Nahrung, Bargeld) ermutigt. Interessanterweise stieg während der Ukraine-Krise und der griechischen Schuldenkrise die Bargeldnachfrage ebenfalls deutlich. „Physisches Geld bleibt das resilienteste Zahlungsmittel in turbulenten Zeiten“, resümieren Faella und Zamora-Pérez. Für Anleger gilt: Diversifikation ist key – ob in bar, Gold oder diversen Assets.

FAQs zur Bargeld-Empfehlung der EZB

Warum genau 70-100 Euro?

Die Summe basiert auf durchschnittlichen Grundausgaben für drei Tage in mehreren EU-Ländern. Sie soll Lebensmittel, Medikamente und andere Essentials abdecken.

Gilt die Empfehlung auch für Unternehmen?

Während sich die EZB-Richtlinie an Privatpersonen richtet, sollten kleine Unternehmen mindestens das 3-5fache vorhalten, um Liquiditätsengpässe zu überbrücken.

Ist Bargeld wirklich sicherer als digitale Alternativen?

In akuten Krisen mit Infrastrukturausfällen ja. Langfristig bieten digitale Währungen jedoch Vorteile wie globale Verfügbarkeit und Transparenz.

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