Bitcoin-Preis fällt unter 105.000 US-Dollar – was ist los?
Bitcoin ist heute unter 105.000 US-Dollar gefallen. Von einem Tageshoch von über 109.000 US-Dollar liegt der Preis jetzt bei 103.651 US-Dollar. Dies entspricht einem Rückgang von fast 4 % innerhalb der letzten 24 Stunden und markiert zudem den siebten Tag in Folge mit Verlusten. Dies ist selbst für einen volatilen Markt ungewöhnlich.
Angesichts des plötzlichen Rückgangs hat die Marktangst bereits Risikobereite getroffen – innerhalb nur einer Stunde wurden über 100 Millionen US-Dollar im gesamten Kryptomarkt liquidiert. Händler und Anleger sind verunsichert und fragen sich, was wirklich vor sich geht.

Marktmanipulation bei Bitcoin?
Laut dem Kryptoanalysten Material Indicators auf X handelt es sich hierbei um Manipulation: „So sieht Manipulation im Bitcoin-Orderbuch aus“, twitterte er und bezog sich dabei auf die Veränderungen der Liquiditätsmuster während des Preisrückgangs. „Fällt der Preis unter 105.000 US-Dollar, sollte man auf einen Absturz bei 104.000 US-Dollar vorbereitet sein.“
Diese Veränderungen im Orderbuch deuteten auf Spoofing hin, eine Taktik, bei der große Aufträge platziert und dann storniert werden, um den Markt zu verwirren.

Spoofing ist im Kryptobereich weit verbreitet und wird oft von gut finanzierten Händlern genutzt, um andere zum Kauf oder Verkauf zu verleiten. Einen Tag vor dem Rückgang hatte Material Indicators angedeutet, dass bei einem Anstieg über 108.000 US-Dollar die Chance auf 110.000 US-Dollar bestehe. Doch stattdessen fiel Bitcoin.
Ein anderer Trader, Stew, bemerkte, dass der Markt zwar zurückgegangen sei, aber nicht in Panik reagiert habe. „Das bedeutet, dass der große MOVE noch bevorsteht und sich zusammenbraut“, postete Skew auf X. Er stellte fest, dass Händler diesmal nicht aggressiv verkauften oder shorten, wie in früheren Dip-Phasen.
Zudem gewinnt der US-Dollar wieder an Stärke, was Druck auf Bitcoin ausübt. Auch Gold fällt, während die Ölpreise um rund 2 % steigen – alles Folgen der angespannten Lage zwischen Israel und Iran.
Gleichzeitig deutet das IBCI-Tool von CryptoQuant, das verschiedene Blockchain-Daten kombiniert, darauf hin, dass der Bitcoin-Bullenmarkt noch nicht vorbei sein könnte. Analyst Gaah erklärte: „Der IBCI hat sich im neutralen Bereich von 50 % stabilisiert, was auf einen Wendepunkt im Marktzyklus hindeutet.“

Bitcoin erreichte am 22. Mai ein neues Allzeithoch von 112.000 US-Dollar, doch einige Analysten sehen darin erst den Anfang. Auch wenn geopolitische Spannungen und makroökonomische Faktoren den Preis kurzfristig drücken können, hat Bitcoin langfristig das Potenzial, andere Anlageformen zu übertreffen.
Lesen Sie auch: Bitcoin-Mining-Kosten im Q2 2025 aufgrund steigender Hashrate explodiert

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