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Berkshire Hathaway-Aktien stürzen 2024 um 14 % ab – S&P 500 legt im gleichen Zeitraum 11 % zu

Berkshire Hathaway-Aktien stürzen 2024 um 14 % ab – S&P 500 legt im gleichen Zeitraum 11 % zu

Author:
D0geL0rd
Published:
2025-08-06 22:20:03
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In einer überraschenden Wendung hat Berkshire Hathaway, das Investmentvehikel des legendären Investors Warren Buffett, seit Mai 2024 eine historische Underperformance hingelegt. Während der S&P 500 um satte 11 % zulegte, fielen die Class-A-Aktien des Konglomerats um 14 % – die größte Kluft seit drei Jahrzehnten. Dieser Einbruch kommt genau zu dem Zeitpunkt, an dem Buffett seinen Rückzug vorbereitet und Greg Abel als Nachfolger benannt hat. Was steckt hinter diesem beispiellosen Absturz, und wie positioniert sich Berkshire in dieser turbulenten Phase? Ein tiefer Einblick in die Zahlen und Strategien.

Warum performt Berkshire Hathaway so schlecht im Jahr 2024?

Seit der Ankündigung von Buffetts Nachfolgeplan am 2. Mai 2024 haben Anleger massiv Class-A-Aktien abgestoßen – ein klarer Vertrauensverlust in die Post-Buffett-Ära. Interessanterweise hält sich das Unternehmen operativ wacker: Die Gewinne der BNSF-Eisenbahn, der Versorgungsbetriebe und des Einzelhandelssegments stiegen im Q2 um 8 %. Doch der Markt scheint sich mehr für Tech-Wachstum als für Buffetts "Value"-Philosophie zu begeistern. "Was diesen Markt antreibt, ist Technologie – und das war nie Buffetts Ding", kommentiert Bill Stone von Glenview Trust. Die Zahlen sprechen Bände: Während der Nasdaq boomt, sitzt Berkshire auf einem Rekordhoch von 344 Mrd. Dollar Cash – ein zweischneidiges Schwert in Zeiten der Tech-Euphorie.

Der große Generationenwechsel: Wer verkauft die Class-A-Aktien?

Die exklusiven Class-A-Aktien, einst für 812.855 Dollar gehandelt, werden traditionell von Altaktionären gehalten, die ihre Anteile über Generationen vererbt haben. Seit Mai jedoch fluten ungewöhnlich große Volumina den Markt. Öffentliche Einreichungen institutioneller Anleger werden Ende August mehr Klarheit bringen. Bemerkenswert: Trotz des Ausverkaufs bleibt Berkshires Fundament stabil. Die BTCC-Analysten weisen darauf hin, dass das Unternehmen in der Krise 1999 ähnlich unterperformte – nur um später als einer der wenigen Gewinner aus der Dotcom-Blase hervorzugehen.

Warum stoppt Buffett die Aktienrückkäufe?

Buffetts berühmte Kaufregel ist einfach: Nur wenn der Kurs unter dem inneren Wert liegt, greift er zu. Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,8 im Mai – dem höchsten Stand seit 2008 – war ihm Berkshires Aktie schlicht zu teuer. "Der Kurs war überbewertet", bestätigt Christopher Bloomstran von Semper Augustus. Jetzt, nach dem Kursrutsch, spekulieren viele auf eine Rückkehr der Rückkäufe. Stattdessen baute Buffett seine Apple-Position weiter AB und ist seit elf Quartalen Nettoverkäufer von Aktien. Sein Cash-Bestand macht mittlerweile 30 % der Bilanzsumme aus – eine defensive Haltung, die Kritiker als übervorsichtig brandmarken.

Historischer Vergleich: Dotcom-Blase vs. Tech-Rally 2024

Die Parallelen zu 1999 sind verblüffend: Damals wie heute wurde Buffett für seine Tech-Abstinenz belächelt, während der Nasdaq explodierte. Als die Blase platzte, bewies sich jedoch sein konservativer Ansatz. Der entscheidende Unterschied 2024? Der "Buffett-Premium" schwindet mit seinem Rückzug. Analystin Cathy Seifert von CFRA warnt: "Unter Abel wird Berkshires Bewertung neu justiert." Die nächsten Quartale werden zeigen, ob das Unternehmen seinen Nimbus ohne den "Oracle of Omaha" bewahren kann.

Fragen und Antworten zu Berkshires aktueller Lage

Wie stark ist Berkshire Hathaway im Vergleich zum S&P 500 gefallen?

Seit dem 2. Mai 2024 sind Berkshires Class-A-Aktien um 14 % gefallen, während der S&P 500 im gleichen Zeitraum um 11 % stieg – eine beispiellose 25-Prozent-Punkte-Lücke.

Warum verkaufen Anleger gerade Berkshires Aktien?

Der Ausverkauf begann unmittelbar nach der Bekanntgabe von Buffetts Nachfolgeplan. Viele Altaktionäre scheinen die Ära ohne Buffett nicht abwarten zu wollen, während institutionelle Anleger auf Tech-Wachstum setzen.

Wie positioniert sich Berkshire für die Zukunft?

Mit 344 Mrd. Dollar Cash und einem defensiven Portfolio aus Versorgern, Bahnen und Versicherungen bleibt Berkshire krisensicher – zahlt aber aktuell den Preis für mangelnde Tech-Exposure.

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