BTCC / BTCC Square / D0geL0rd /
US-Aktien stürzten am Freitag nach schwachen Arbeitsmarktdaten und neuen Trump-Zöllen ab

US-Aktien stürzten am Freitag nach schwachen Arbeitsmarktdaten und neuen Trump-Zöllen ab

Author:
D0geL0rd
Published:
2025-08-01 20:43:02
11
2


Wall Street startete den August mit einem massiven Ausverkauf, nachdem enttäuschende Arbeitsmarktzahlen und neue Zölle von Donald TRUMP die Anleger verunsicherten. Der Dow Jones fiel um 640 Punkte (-1,4%), während der S&P 500 und der Nasdaq sogar noch stärker einbrachen. Hier die Details zu den Marktturbulenzen und was Experten dazu sagen.

Wie haben die Arbeitsmarktdaten die Märkte beeinflusst?

Das US-Arbeitsmarktbericht für Juli zeigte nur 73.000 neue Arbeitsplätze – weit unter den erwarteten 100.000. Zudem wurden frühere Monate nach unten korrigiert. Die Entlassungswelle beschleunigt sich: 62.075 Stellenstreichungen im Juli bedeuten einen Anstieg von 140% im Jahresvergleich. Bis Juli 2025 summieren sich die Jobverluste bereits auf 806.383, der höchste Stand seit der Pandemie 2020. Besonders betroffen sind der öffentliche Sektor (292.294 Kürzungen), gefolgt von Technologie (89.251) und Einzelhandel (80.487).

Welche Branchen litten am stärksten?

Bankaktien brachen massiv ein: JPMorgan Chase -4%, Bank of America und Wells Fargo je -3%. Industriewerte wie GE Aerospace und Caterpillar verloren etwa 3% aufgrund sinkender Nachfrageerwartungen. In Europa fiel der Stoxx 600 um 1,8%, sein schlechtester Tag seit April. Reiseaktien (-2,7%) und europäische Banken (-2,9%) waren besonders betroffen.

Wie reagierten die Währungsmärkte?

Der US-Dollar-Index stürzte um 1% AB – der stärkste Verfall seit April. Der Yen gewann 2,2%, der Euro über 1%. Seit Jahresbeginn hat der Greenback bereits 7% eingebüßt, trotz einer kurzen Erholung Anfang Juli.

Was bedeutet dies für die Fed-Politik?

Vor den Daten hatte Fed-Chef Jerome Powell Zinssenkungen für September ausgeschlossen. Doch die Märkte drehten komplett: Die Wahrscheinlichkeit für eine Senkung sprang von 40% auf 75,5%. Cleveland-Fed-Präsidentin Beth Hammack kommentierte: "Wir sehen eine gewisse Schwäche am Arbeitsmarkt. Das könnte eine Reaktion erfordern." Powell betonte zwar die Stabilität des Arbeitsmarktes, räumte aber Enttäuschung ein.

Wie bewerten Experten die Situation?

Jimmy Cramer von CNBC wurde deutlich: "Minimales Jobwachstum und stagnierende Löhne – da muss man handeln. Ich unterstütze Powell normalerweise, aber diese Zahlen schreien nach sofortigem Handeln." Die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen fielen auf 4,25%, der tiefste Stand seit einem Monat – ein klares Signal der Märkte.

Welche Rolle spielten Trumps neue Zölle?

Die zusätzlichen Handelsbeschränkungen der US-Regierung verschärften die Verkaufswelle. Betroffen sind mehrere Länder, was globale Handelskonflikte befürchten lässt. Die Maßnahmen trafen besonders exportabhängige Sektoren und befeuerten die Unsicherheit – trotz bestehender Handelsabkommen wie zwischen UK und EU.

Gab es positive Signale?

Europas Inflationsdaten überraschten leicht positiv: Die Gesamtinflation lag im Juli bei 2% (erwartet: 1,9%), die Kerninflation stabil bei 2,3%. Die Dienstleistungsinflation sank von 3,3% auf 3,1%. Die Reaktion der Anleihemärkte blieb verhalten.

Fazit: Wohin steuern die Märkte?

Die Kombination aus schwachen Arbeitsdaten, protektionistischer Politik und veränderter Fed-Erwartungen löste eine risikoscheue Stimmung aus. Während einige Experten nun schnellere Zinssenkungen fordern, warnt die Fed vor Überreaktionen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob dies eine Korrektur oder der Beginn einer längerfristigen Abwärtsbewegung war.

|Square

Holen Sie sich die BTCC-App und beginnen Sie Ihre Krypto-Reise

Starten Sie noch heute Scannen Sie, um Teil von mehr als 100 Millionen Nutzern zu werden