Ethereum Foundation spendet 500.000 US-Dollar für Verteidigung von Tornado Cash-Mitgründer vor Prozess
Roman Storm, der umstrittene Mitgründer des Privacy-Mixers Tornado Cash, erhält weiterhin Unterstützung aus der Branche, nachdem die Ethereum Foundation mit frischen finanziellen Mitteln für seine anstehende Anhörung eingegriffen hat.
Laut einer aktuellen Ankündigung spendet die Ethereum Foundation 500.000 US-Dollar für die Verteidigung von Roman Storm. Die finanzielle Zusage erfolgt, während sich der Tornado Cash-Mitgründer auf seinen Prozess am 14. Juli in New York vorbereitet, wo er sich wegen des Betriebs eines nicht lizenzierten Geldtransfergeschäfts, Geldwäsche und Verstößen gegen US-Sanktionen verantworten muss.
Die Stiftung begründete ihre Spende mit den Worten: „Privatsphäre ist normal, und das Schreiben von Code ist kein Verbrechen.“ Sie fügte hinzu, dass sie zusätzlich zur initialen Zusage Community-Spenden bis zu 750.000 US-Dollar verdoppeln werde.
Storm, dem bei einer Verurteilung bis zu 45 Jahre Haft drohen, bedankte sich in einem separaten X-Post bei der Ethereum Foundation. Er bezeichnete die Spende als ein wichtiges Zeichen der Solidarität, insbesondere da sein Prozesstermin näher rückt.
„Ich möchte der großartigen Ethereum Foundation ein riesiges, herzliches DANKESCHÖN für ihre unglaubliche Spende von 500.000 US-Dollar für meine Verteidigung sagen – und dafür, dass sie bis zu 750.000 US-Dollar von der Community verdoppeln wird! 🙌 Eure Unterstützung bedeutet mir die Welt, besonders im Kampf für Privatsphäre und das Recht auf… https://t.co/XwdCPqzopd“
— Roman Storm 🇺🇸 🌪️ (@rstormsf) 13. Juni 2025Die jüngste Spende folgt auf eine Millionenspende im Februar an den Tornado Cash-Mitgründer Alexey Pertsev, der im Mai 2024 wegen ähnlicher Vorwürfe verurteilt und zu 64 Monaten Haft verurteilt wurde. Pertsev wurde kürzlich entlassen, steht jedoch weiterhin unter elektronischer Überwachung in Hausarrest.
Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin hatte sich zuvor ebenfalls an der Spendenaktion beteiligt, ebenso wie andere Branchengrößen wie Paradigm-CEO Matt Huang, die die Kampagne „Free Pertsev & Storm“ unterstützten, um Solidarität im anhaltenden Rechtsstreit zu zeigen.
Die Staatsanwaltschaft wirft Storm und seinen Mitgründern vor, wissentlich zugelassen zu haben, dass Tornado Cash von sanktionierten Einrichtungen wie der nordkoreanischen Lazarus Group genutzt wurde, wodurch illegale Transaktionen auf der Plattform ermöglicht wurden. Bislang sind die Bemühungen ihrer Anwälte, die Anklage fallen zu lassen, gescheitert.
Der dritte Tornado Cash-Mitgründer Roman Semenov, der ebenfalls im DOJ-Bericht genannt wird, bleibt auf freiem Fuß und hat sich seit der ersten Razzia den Behörden entzogen.
Übersetzt von D0geL0rd
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