Gemini IPO: Winklevoss-Börse startet stark an der Nasdaq

Die Winklevoss-Zwillinge schlagen zurück – und zwar an der Wall Street.
Gemini stürmt an die Börse
Der heiß erwartete Börsengang der Krypto-Börse Gemini an der Nasdaq startet mit einem Paukenschlag. Die Aktie schießt aus den Startlöchern und übertrifft alle Erwartungen – ein klares Signal, dass institutionelles Kapital endgültig im Kryptospace angekommen ist.
Von Harvard-Bibliothek zur Wall Street
Was als Rechtsstreit mit Zuckerberg begann, entwickelt sich zur Finanz-Erfolgsstory: Die Winklevoss-Brüder beweisen erneut, dass sie nicht nur verstehen, wie man Technologie aufbaut, sondern auch, wie man sie monetarisiert. Während traditionelle Banken noch über Blockchain-Piloten diskutieren, listet Gemini einfach an der größten Tech-Börse der Welt.
Krypto goes Mainstream
Der starke Start unterstreicht den Appetit der Anleger auf regulierte Krypto-Exposure. Kein Grayscale-Trust, kein Futures-Produkt – diesmal geht es um das eigentliche Infrastruktur-Backbone der Branche. Die Botschaft könnte nicht klarer sein: Digitale Assets sind hier, um zu bleiben.
Und falls Sie sich fragen: Ja, das ist derselbe Nasdaq, der 2017 Bitcoin-ETFs blockierte – die Ironie schmeckt süß.
Gemini IPO Details und Marktreaktion
Das IPO wurde bei 28 $ je Aktie gepreist – höher als die erwarteten 24–26 $. Damit lag die Bewertung schon vor Handelsstart bei 3,3 Milliarden $. Die Aktie eröffnete bei 37,01 $ (+32% über IPO), stieg intraday bis 45,89 $ und schloss am Ende bei 32 $. Also immer noch ein Plus von 14,3%.
Die starke Nachfrage zeigt, dass Investoren Bock auf Kryptostocks haben – vor allem, wenn dahinter bekannte Namen stehen.
Geschäft und Finanzen von Gemini
Gemini gibt’s seit 2014, gegründet von den Winklevoss-Brüdern. Die Plattform verwaltet über 21 Milliarden $ Assets (Stand Juli 2025). Neben der Exchange gibt’s auch einen eigenen Dollar-Stablecoin, Kreditkarten mit Krypto-Rewards und eine Custody-Lösung für Institutionen.
Allerdings läuft’s finanziell noch nicht rund: 2024 gab’s ein Minus von 159 Mio. $, in der ersten Jahreshälfte 2025 sogar -283 Mio. $. Anleger schauen jetzt genau, ob Gemini es schafft, die Verluste zu reduzieren und trotzdem weiter zu wachsen.
Winklevoss-Meinung zu Bitcoin
Die Brüder gehören zu den frühesten Bitcoin-Investoren und sind die ersten BTC-Milliardäre. Ihre Prognose: Bitcoin erreicht in den nächsten 10 Jahren 1 Million $. Sie sehen BTC als den besseren Wertspeicher als Gold.
In einem CNBC-Interview zum IPO haben sie nochmal betont, dass Bitcoin für sie das Rückgrat des künftigen Finanzsystems ist.
Regulierung und Zukunft
Die Winklevoss-Zwillinge sind seit Jahren für smarte Regulierung. Schon 2013 haben sie als Erste versucht, einen Bitcoin-ETF an den Start zu bringen – damals noch abgelehnt von der SEC. Heute, mehr als 10 Jahre später, gibt’s die ersten BTC-ETFs, und Gemini selbst ist jetzt börsennotiert.
Das bringt neue Chancen, aber auch noch mehr Aufmerksamkeit von den Aufsichtsbehörden.