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Kurz vor der Auflösung: Ripple-CEO enthüllt dramatischen Plan zur XRP-Vertellung an Aktionäre

Kurz vor der Auflösung: Ripple-CEO enthüllt dramatischen Plan zur XRP-Vertellung an Aktionäre

CryptotickerDE
Veröffentlichungszeit:
2026-07-12 20:15:47
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Ripple-CEO Brad Garlinghouse hat in einem Vortrag diese Woche offengelegt, dass das Unternehmen kurz vor der vollständigen Auflösung stand. Statt gegen die SEC zu kämpfen, hätte Ripple seine gesamte XRP-Reserve an die eigenen Aktionäre verteilt – ein Schritt, der die Krypto-Welt für immer verändert hätte. Der dramatische Plan zeigt, wie knapp das Überleben eines der wichtigsten Krypto-Unternehmen der Branche war und warum dieser Moment bis heute für den XRP-Kurs von entscheidender Bedeutung ist.

Was hat Ripples CEO tatsächlich verraten?

Bei einem Vortrag an der University of Kansas School of Business erklärte Garlinghouse, dass er und Mitgründer Chris Larsen ernsthaft in Erwägung gezogen hatten, Ripple abzuwickeln und die XRP-Bestände an die Aktionäre zu verteilen, nachdem die SEC das Unternehmen 2020 verklagt hatte. Der Mechanismus dahinter war erstaunlich einfach: Ripple hält eine große XRP-Reserve, sodass die Gründer diese Token anteilig an die Aktionäre hätten ausschütten und das Geschäft auflösen können – ein Vorgehen, das einem Airdrop an die Anteilseigner nicht unähnlich ist. Damit wäre das Verfahren sofort beendet gewesen, denn Ripple hätte der Aufsichtsbehörde mitteilen können, dass es den angeblich als Wertpapier eingestuften Vermögenswert gar nicht mehr besitzt.

Warum hat sich Ripple stattdessen für den Kampf entschieden?

Laut Garlinghouse war der entscheidende Faktor nicht die Siegeszuversicht – sondern die Menschen. Eine Abwicklung hätte Hunderte von Mitarbeitern den Job gekostet, während der Rechtsstreit das Unternehmen am Laufen hielt. Er ließ keinen Zweifel daran, wie schwer die Entscheidung war, und sagte, er sei rückblickend froh darüber, auch wenn es damals alles andere als offensichtlich gewesen sei. Der ehemalige CTO David Schwartz unterstrich, wie düster die Lage aussah: Das Unternehmen habe von Anwälten den Rat erhalten, es sei am Ende, nicht mehr zu retten, und die Führung solle einen Deal machen, um sich selbst zu schützen.

Wie viel hat der Kampf gegen die SEC Ripple gekostet?

Der Preis dafür, standhaft zu bleiben, war hoch. Garlinghouse bezifferte die vierjährige Prozesskostenrechnung von Ripple auf rund 150 Millionen Dollar und bestätigte, dass die SEC ihn und Chris Larsen persönlich benannt hatte. Er argumentierte, die persönlichen Anklagen seien ein Druckmittel gewesen – Schwartz vermutete, dass die SEC Garlinghouse und Larsen gezielt persönlich benannt habe, um ihre Entschlossenheit zu schwächen und eine schnelle Kapitulation zu erzwingen. Garlinghouse sagte außerdem, er habe sich zwischen 2017 und 2019 viermal ohne Anwalt mit SEC-Vertretern getroffen und sei nie gewarnt worden, dass XRP als Wertpapier eingestuft werden könnte – ein Vorwurf, der die seit Langem bestehende Kritik der Branche an einer „Regulierung durch Strafverfolgung" befeuert.

Wie ging die XRP-Klage aus?

Am Ende gewann Ripple in der zentralen Frage. Richterin Analisa Torres entschied, dass XRP an sich kein Wertpapier ist, und der Fall wurde im vergangenen Jahr beigelegt, nachdem ein Führungswechsel bei der SEC zu einer krypto-freundlicheren Haltung geführt hatte. Dieses Ergebnis bewahrte XRP seinen wichtigsten Unternehmensrückhalt und hielt die Entwicklung der grenzüberschreitenden Zahlungsinfrastruktur am Leben – ein ganz anderes Ende als das, was Ripples eigene Anwälte vorhergesagt hatten.

Was bedeutet das für den XRP-Kurs heute?

Die Enthüllung ist ein Blick zurück und kein neuer Kurstreiber, weshalb die unmittelbare Wirkung auf dengering ist – XRP notiert bei rund 1,09 $, etwa 1,4 % im Minus auf Tagessicht inmitten eines breiteren Marktrückgangs. Unter der Oberfläche gibt es aber einen leiseren bullischen Hinweis. On-Chain-Daten deuten auf Akkumulation hin: Am 7. Juli flossen rund 64,9 Millionen XRP auf Binance, während 49,2 Millionen abflossen – ein Netto-Kaufüberschuss von etwa 15,7 Millionen XRP.

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XRP-Preis in USD heute

Ein wichtiger Vorbehalt: Schwartz ruderte später bei den dramatischeren Schlagzeilen zurück und erklärte, seine früheren Aussagen seien aus dem Zusammenhang gerissen worden und er habe nie behauptet, Garlinghouse habe ernsthaft über eine Schließung des Unternehmens nachgedacht. So oder so erinnert die Geschichte daran, wie existenziell der regulatorische Kampf war – und wie sehr das Überleben von XRP an einer einzigen Entscheidung hing.

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