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Japans Kerninflation sinkt auf 2,7 % – niedrigster Stand seit November !

Japans Kerninflation sinkt auf 2,7 % – niedrigster Stand seit November !

Published:
2025-09-19 02:06:19
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Japans Kerninflation sinkt auf 2,7 %, den niedrigsten Stand seit November 2024

Die japanische Wirtschaft erlebt einen atemberaubenden Wendepunkt, während die Kerninflationsrate auf 2,7 % fällt – der niedrigste Wert seit fast einem Jahr.

Was bedeutet das für die Währung?

Der Yen zeigt erste Anzeichen von Stabilität, doch die Bank of Japan steht vor schwierigen Entscheidungen. Traditionelle Anleger klammern sich an ihre Inflationsprognosen, während Krypto-Enthusiasten die Schwäche des Fiat-Systems belächeln.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 2,7 % sind weit entfernt von den alarmierenden Höchstwerten der Vorjahre. Die FSA beobachtet die Entwicklung mit Argusaugen, während sich die Frage stellt – ist dies eine vorübergehende Delle oder der Beginn eines neuen ökonomischen Zeitalters?

Während sich die Zentralbanker die Köpfe zerbrechen, setzen kluge Investoren längst auf digitale Assets – weil Mathematik eben doch besser funktioniert als politisches Wunschdenken.

Bank of Japan hält Zinsen bei steigendem BIP und sinkenden Reispreisen

Die Reispreise, einer der seltsamsten, abertronFaktoren für Japans Inflationsproblem, haben sich endlich etwas abgekühlt. Im August lag die Reisinflation bei 69,7 Prozent, deutlich niedriger als die 90,7 Prozent im Juli, aber immer noch lächerlich hoch.

Die Menschen zahlen weiterhin mehr für Lebensmittel. Niemand freut sich. Doch der Zinsrückgang verschaffte der Zentralbank etwas Spielraum.

Die Bank von Japan trifft heute ihre nächste Zinsentscheidung. Ökonomen in der Reuters-Umfrage erwarten, dass die Bank ihren Leitzins bei 0,5 Prozent belassen wird. Einige fordern jedoch bereits eine Änderung.

HSBC-Analysten erklärten in einer Mitteilung vom 12. September, dass die Zentralbank bei ihrer nächsten Sitzung im Oktober die Zinsen um 25 Basispunkte anheben könnte. Der Grund? „Wir glauben, dass das BIP-Ergebnis des zweiten Quartals, das die Markterwartungen übertraf, definitiv seine Erwartungen erfüllt hat“, schrieben sie.

Sie beziehen sich auf das BIP Japans im zweiten Quartal, das im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent gewachsen ist. Das ist besser als die erwarteten 0,1 Prozent und stellt eine Steigerung gegenüber den revidierten 0,1 Prozent im ersten Quartal dar.

Der Hauptgrund dafür? Die Exporte. Die japanische Wirtschaft ist zwar nicht gerade explodiert, zeigt aber Anzeichen von Widerstandsfähigkeit, und das reicht manchen aus, um zu glauben, dass es bald zu einer Zinserhöhung kommen könnte.

Handelsabkommen mit Trump entlastet Exporte, Kono setzt BOJ unter Druck

Eine Vereinbarung, die Tokio Ende Juli mit Washington traf, verschaffte den Exporteuren etwas Luft. Die USA stimmten zu, die Zölle auf japanische Waren auf 15 Prozent zu senken. Donald TRUMP hatte Anfang des Jahres in seinem „Zollbrief“ mit 25 Prozent gedroht.

Dieses Abkommen beruhigte zwar die Sorgen in Tokio, beseitigte aber nicht alle Risiken. HSBC wies darauf hin, dass Japans Exporteure auch bei einer Verlangsamung des Welthandels die Folgen spüren könnten.

Auch im Land selbst steigt der Druck. Taro Kono, ein hochrangiges Mitglied der regierenden Liberaldemokratischen Partei, sagte am 9. September, die Bank of Japan müsse schnell handeln, sonst würden die Preise weiter steigen. „Wenn die Bank of Japan eine Zinserhöhung hinauszögert, würde das meiner Meinung nach zu anhaltender Inflation führen und alle unsere Importe teurer werden“, warnte Kono.

Auch die Märkte bleiben nicht stehen. Der Nikkei 225 stieg am Donnerstag um 1,19 Prozent und erreichte damit den zweiten Tag in Folge ein Rekordhoch. Der Topix-Index legte ebenfalls um 0,84 Prozent zu.

Investoren beobachten die BoJ aufmerksam und wetten, dass der heutige Schritt – oder das Ausbleiben eines solchen – nicht der letzte sein wird. Am Anleihemarkt stieg die Rendite zweijähriger japanischer Staatsanleihen laut LSEG-Daten auf 0,885 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Juni 2008. Händler preisen offensichtlich eine zukünftige Zinserhöhung ein.

Auch andere Märkte in Asien bewegten sich. Australiens ASX/S&P 200 legte um 0,77 Prozent zu. Südkoreas Kospi und Kosdaq blieben zur Eröffnung unverändert. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 0,4 Prozent und der chinesische CSI 300 stieg um 0,13 Prozent.

Hinzu kommt der regionale Kontext. Die US-Notenbank Federal Reserve hat am Mittwoch die Zinsen um 0,25 Prozentpunkte gesenkt und weitere Zinssenkungen angekündigt. Dieser Schritt eröffnet anderen asiatischen Zentralbanken die Möglichkeit, diesem Beispiel zu folgen – oder ihm zuvorzukommen.

Einige haben dies bereits getan. Die Bank of Korea senkte ihren Leitzins im Mai auf ein Dreijahrestief. Die australische Zentralbank senkte ihren Leitzins im August auf ein Zweijahrestief. Und die indische Zentralbank senkte ihren Leitzins im Juni um 50 Basispunkte.

All dies ist wichtig, da Volkswirtschaften wie Japan, Südkorea und Singapur nach wie vor stark vom Export abhängig sind. Und trotz Inflation und Handelschaos erzielten diese drei Länder im zweiten Quartal ein besser als erwartetes BIP-Wachstum. Seoul und Singapur entgingen sogar knapp einer technischen Rezession.

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