Hedgefonds setzen auf massiven Yen-Ausbruch: Spektakulärer Anstieg gegenüber dem Dollar erwartet!

Die großen Player positionieren sich aggressiv – der Yen steht vor dem größten Rally seit Jahrzehnten.
Die Wette der Titans
Hedgefonds pumpieren Milliarden in Long-Positionen, überzeugt dass der japanische Yen kurz vor einem historischen Durchbruch steht. Die Wetten laufen auf einen massiven Anstieg gegenüber dem US-Dollar hinaus – ein Move, der die Devisenmärkte auf den Kopf stellen würde.
Perfekter Sturm für den Yen
Alles spricht für eine abrupte Trendwende: Japans Währungshüter signalisieren Kurskorrekturen, während globale makroökonomische Faktoren den Dollar unter Druck setzen. Die Hedgefonds riechen Blut im Wasser – und gehen all-in.
Finance-Zyniker am Rande: 'Endlich mal eine Wette, die nicht nur den Fondmanagern die Taschen füllt.' Der Yen-Rally könnte tatsächlich kommen – oder doch nur wieder eine dieser selbst-erfüllenden Prophezeiungen der Wall Street?
Händler bauen massive Abwärtsstrukturen zwischen Dollar und Yen auf
Mukund Daga, der bei Barclays in Singapur für asiatische Devisenoptionen zuständig ist, sagte, Hedgefonds hätten als Reaktion auf die vielen politischen Schlagzeilen begonnen, Dollar-Yen-Positionen mit Abwärtsrisiken zu kaufen.
„Nach der Flut an Nachrichtenartikeln, darunter ein mögliches Misstrauensvotum in Frankreich sowie das Duell zwischen Trump und Lisa Cook, sehen wir in einem bestimmten Sektor der Hedgefonds-Community endlich ein wachsendes Interesse an der Abwärtsoption von USD/JPY“, sagte er.
Am selben Tag, an dem diese Schlagzeilen bekannt wurden, lag der aktivste Ausübungspreis auf der Put-Seite bei 144,93 für September-Verfall. Das Paar hatte bei 147,05 geschlossen, und die Händler erwarteten eindeutig einen Rückgang. Diese Puts gewinnen an Wert, wenn der Yen über den Ausübungspreis steigt. Nicht nur Barclays beobachtete diese Konstellation.
Graham Smallshaw, ein leitender Spot-Händler bei Nomura Singapur, bestätigte, dass seit Jerome Powells Rede in Jackson Hole die kurzfristigen Abwärtswetten zugenommen hätten.
„Die Fast-Money-Community hat erneut begonnen, sich mit USD/JPY-Downside-Strukturen zu positionieren, insbesondere mit einer Laufzeit von ein bis zwei Monaten in FORM von Digitals und Outright-Puts“, sagte Graham.
Diese digitalen Put-Optionen stellen eine sauberere Möglichkeit dar, auf einen Rückgang des Paares zu wetten. Sie zahlen einen festen Betrag aus, wenn der Dollar-Yen-Kurs unter ein bestimmtes Niveau fällt.
Darüber hinaus stehen diese Woche weitere Impulse bevor. Am Freitag werden die Daten zu den cash des japanischen Arbeitsmarktes veröffentlicht. Sollten diese steigende Löhne zeigen, könnte dies eine Zinserhöhung der Bank of Japan begründen.
Der Gouverneur der japanischen Notenbank, Kazuo Ueda, erklärte am 23. August in Jackson Hole, dass der angespannte Arbeitsmarkt in Japan die Löhne weiter in die Höhe treibe. Solche Daten würden den Yen schnell stärken.
Andererseits steht auch der US-Arbeitsmarktbericht an. Fällt dieser schwach aus, gerät der Dollar erneut unter Druck und verstärkt die Aufwärtsbewegung des Yen.
Japanische Firmen kürzen Investitionsausgaben, da Zölle die Exporte bremsen
Während die Händler die Optionsbörsen im Auge behalten, geraten die japanischen Unternehmen unter Druck. Das Finanzministerium teilte mit, die Investitionen in Güter (ohne Software) seien im zweiten Quartal lediglich um 0,2 Prozent gestiegen.
Das ist deutlich weniger als der Anstieg von 1,3 Prozent im vorläufigen BIP-Bericht. Die revidierten BIP-Daten, die am 8. September veröffentlicht werden, werden dieses langsamere Investitionstempo widerspiegeln.
Über einen längeren Zeitraum betrachtet sieht es etwas besser aus. Im Jahresvergleich stiegen die Investitionen, einschließlich Software, um 7,6 Prozent und übertrafen damit die mittlere Prognose von 6,1 Prozent. Kurzfristig lässt die Dynamik jedoch nach. Die Unternehmensgewinne stiegen im Vergleich zum Vorjahr nur um 0,2 Prozent, der Umsatz um 0,8 Prozent.
Dies alles hängt mit Zöllen zusammen. Im zweiten Quartal erhöhten die USA die Autozölle gegenüber Japan um weitere 25 Prozent und drohten mit der Einführung einer allgemeinen Abgabe von 25 Prozent auf eine breite Palette japanischer Waren. Im Juli einigten sich beide Länder darauf, die Autozölle und allgemeinen Zölle auf 15 Prozent zu begrenzen. Die Vereinbarung wurde jedoch noch nicht umgesetzt.
Exporteure haben zu kämpfen. Japan verzeichnete im Juli den größten Exportrückgang seit über vier Jahren und damit den dritten Monat in Folge. Die Unternehmen müssen einen Großteil der Zollbelastung selbst tragen und schmälern ihre Gewinne, nur um ihre Kunden zu halten. Das erschwert die Rechtfertigung von Lohnerhöhungen, obwohl die Bank von Japan höhere Löhne fordert, um die Inflationsziele zu erreichen.
Ein wichtiger Bestandteil des japanisch-amerikanischen Handelsabkommens ist ein Investitionsmechanismus im Wert von 550 Milliarden Dollar, der im Inland auf Kritik stößt. Kritiker warnen, japanische Firmen könnten ihre Gelder in Projekte in den USA umleiten und ihre lokalen Aktivitäten vernachlässigen. Diese Sorge wächst, da immer mehr Unternehmen der Expansion in den USA Vorrang vor Investitionen im Inland geben.
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