BTCC / BTCC Square / CryptopolitanDE /
Schweiz im Handelskampf: 39%-Trump-Zoll droht – Verhandlungen stocken

Schweiz im Handelskampf: 39%-Trump-Zoll droht – Verhandlungen stocken

Published:
2025-08-04 10:57:17
7
3

Die Schweiz versucht, den 39-prozentigen Trump-Zoll zu vermeiden, da die Handelsgespräche ins Stocken geraten.

Die Schweiz ringt um eine Lösung, um den brutalen 39%-Zoll von Trump zu umgehen – doch die Gespräche stecken fest.

Handelsdrama am Alpenrand: Während die Uhren ticken, wird die Schweizer Verhandlungsstrategie immer verzweifelter. Die 39%-Keule könnte ganze Branchen aus dem Rennen werfen.

Finanzzynismus des Tages: Wer zahlt am Ende die Rechnung? Natürlich der kleine Anleger – während die Großbanken ihre Absicherungsgeschäfte schon längst platziert haben.

Schweizer Politiker geraten in Aufruhr, da die Frist näher rückt

Guy Parmelin, Mitglied des Schweizer Bundesrats und Leiter des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung, sagte, das Land Sei bereit, seinen Vorschlag an die USA anzupassen. Er warnte jedoch, dass es schwierig werden könnte, rechtzeitig ein neues Abkommen abzuschließen.

Das Schweizer Kabinett plante für Montag eine Krisensitzung, um die nächsten Schritte zu besprechen. Auch jenseits des Atlantiks waren die Hoffnungen nicht groß. US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer sagte gegenüber CBS News, niemand solle mit einer baldigen Senkung der Zölle rechnen. „Die Zollsätze stehen so gut wie fest“, sagte er . Das machte jeglichen kurzfristigen Optimismus zunichte.

Sollte es zu keiner Einigung kommen, könnte der Schaden enorm sein. Jan Atteslander vom Schweizer Wirtschaftsverband Economiesuisse sagte gegenüber CNBC: „Es war mehr als eine Überraschung. Wir waren alle schockiert.“ Seine Warnung war unverblümt: Ein Zoll von 39 Prozent wäre schwer zu verkraften. „Ein so hoher Zollsatz wird für viele Unternehmen den Handel schlichtweg zum Erliegen bringen.“ Er fügte hinzu, die Schweiz habe zwar versucht, ihre Märkte zu diversifizieren, „aber es gibt keinen Ersatz für die USA.“

Die Schweiz ist stark von ihren Exporten abhängig. Das Land exportiert Chemikalien, Pharmazeutika, Gold, Luxusuhren, Schokolade undtron. Ohne eine Lösung könnten all diese Produkte auf dem US-Markt plötzlich deutlich teurer werden.

Märkte fallen und Rezessionsängste wachsen

Die Ankündigung traf den Schweizer Aktienmarkt hart. Der SMI-Index war am Freitag wegen eines nationalen Feiertags geschlossen. Doch am Montagmorgen um 8:30 Uhr in London eröffnete er mit einem Minus von 1,2 Prozent. Wichtige Unternehmen wurden direkt getroffen. Der Chemiekonzern Sika verlor 2,1 Prozent. Auch Luxustitel wie Richemont und Roche rutschten um rund 1,5 Prozent ab.

Es waren nicht nur die großen Akteure. Der Schweizer Aktienindex verlor im frühen Handel 1,5 Prozent. Analysten der UBS sagten, der Marktschaden werde die Wirtschaft zwar nicht zerstören, die Auswirkungen seien aber dennoch verheerend. Am schlimmsten betroffen seien kleinere Exporteure. Dazu gehören Maschinenbauunternehmen, Medizintechnikfirmen und insbesondere Uhrenhersteller.

Es gibt auch das Gesamtbild. Sollte es keine Einigung geben, so GianLuigi Mandruzzato von EFG Asset Management, SEI die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in der Schweiz gestiegen. Er sagte gegenüber CNBC, die US-Zölle könnten 10 Prozent der Schweizer Wirtschaft treffen.

Das ist nicht wenig. Der zusätzliche Druck könnte auch die Deflation anheizen und die Schweizerische Nationalbank noch stärker in Bedrängnis bringen. Sie hat den Leitzins bereits auf null gesenkt, nur um zu verhindern, dass der Schweizer Frankentronwird und die Exporte weiter abwürgt.

Die Aussichten hängen nun ganz davon ab, was in den letzten Stunden vor Ablauf der Frist passiert. Laut Atteslander arbeitet die Schweizer Seite noch an einem verbesserten Angebot. Garantiert sei aber nichts. „Im Moment ist alles völlig offen“, sagte er.

Mandruzzato reagierte ähnlich. „Schwer zu sagen“, sagte er auf die Frage, ob mit der Zeit ein besseres Abkommen zustande kommen könne. Ein möglicher Weg? Die Schweiz könnte ihre Käufe amerikanischer Energie erhöhen oder mehr Schweizer Investitionen in den USA anbieten. Doch selbst das würde nichts nützen, wenn Trump schlicht kein Interesse zeigt. „Es scheint, dass die Handelsverhandlungen mit den USA letztlich darauf hinauslaufen, was Donald Trump bevorzugt“, sagte Mandruzzato.

Möchten Sie Ihr Projekt vor Cryptos Top -Köpfen? Führen Sie es in unserem nächsten Branchenbericht, in dem Daten auf die Auswirkungen entsprechen.

|Square

Holen Sie sich die BTCC-App und beginnen Sie Ihre Krypto-Reise

Starten Sie noch heute Scannen Sie, um Teil von mehr als 100 Millionen Nutzern zu werden