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BOE zündet nächste Zinssenkung – Wachstumssorgen schüren geldpolitische Kehrtwende

BOE zündet nächste Zinssenkung – Wachstumssorgen schüren geldpolitische Kehrtwende

Published:
2025-08-03 00:46:16
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BOE wird Zinsen erneut senken, da Wachstumsängste zunehmen

Die Bank of England steuert auf eine erneute Leitzinsreduktion zu – die Konjunkturaussichten verdüstern sich schneller als erwartet.

Marktupdate: Defensive Wende

Notenbanker greifen zum altbewährten Spielbuch: Wenn die Wirtschaft stottert, wird der Geldhahn weiter aufgedreht. Die letzte Prognose der BOE liest sich wie ein Drehbuch für klassische Keynsianische Panikreaktionen.

Zyniker-Bonus: Hauptsache die Asset-Preise bleiben schön aufgebläht – wer braucht schon nachhaltiges Wachstum, wenn man stattdessen die Börsenkurse pumpen kann?

BOE wägt Wachstumsrisiken gegen Inflation ab 

Die gemäßigte Haltung der Bank of England (BOE) ist auf zwei aufeinanderfolgende Quartale mit BIP- Rückgang trac einem deutlichen Rückgang der Einstellungsaktivität zurückzuführen. Als Reaktion auf den ersten Haushalt der Labour-Regierung haben die Arbeitgeber den Ausbau der Belegschaft zurückgefahren, nachdem sie mit einer Lohnsteuererhöhung von 26 Milliarden Pfund (34,5 Milliarden Dollar) und einer deutlichen Erhöhung des Mindestlohns konfrontiert waren.

BOE-Gouverneur Andrew Bailey hat wiederholt signalisiert, dass er eine schrittweise Lockerung der Geldpolitik bevorzuge und betont, dass der Inflationsanstieg wahrscheinlich nur vorübergehend sei. Dennoch fällt die Sitzung am Donnerstag mit der Veröffentlichung neuer Quartalsprognosen zusammen – aktualisiert gegenüber Mai, als die Notenbanker die Preisdynamik unterschätzten.

„Wir gehen davon aus, dass die Zentralbank mit der Ankündigung weiterer Zinssenkungen vorsichtig sein wird – die Inflation hat überraschend positiv ausgefallen und die Preiserwartungen sind hoch“, sagte Dan Hanson, Chefvolkswirt für Großbritannien bei Bloomberg Economics.

Die Märkte werden aufmerksam auf Hinweise zu den Anleiheportfolioplänen der Bank of England (BOE) achten. Mit der nächsten Entscheidung zur quantitativen Straffung (QT) im September mehren sich Spekulationen, dass die Zentralbank angesichts der jüngsten Volatilität der Renditen langfristiger britischer Staatsanleihen ihre aktiven Verkäufe von Staatsanleihen zurückfahren könnte.

Globale Zentralbanken unterscheiden sich bei Zinssätzen angesichts zunehmenden Handelsdrucks

Die BOE ist nicht die einzige Zentralbank, die diese Woche aktiv ist. Die mexikanische Banxico dürfte trotz der kürzlich verlängerten US-Zölle ihre neunte Zinssenkung in Folge vornehmen und ihren Leitzins auf 7,75 Prozent senken. Die Zentralbank von Lesotho hingegen dürfte ihren Zinssatz auf 6,75 Prozent senken und damit auf die schweren Exportverluste im Zuge der Handelspolitik der Trump-Regierung reagieren.

Im Gegensatz dazu halten die Tschechische Republik, Serbien und Rumänien angesichts gemischter Inflations- und Fiskalsignale ihre Zinssätze stabil.

In den USA werden am Dienstag neue Handelsdaten erwartet, die nach monatelangen Importrückgängen ein sinkendes defiim Waren- und Dienstleistungssektor für Juni zeigen werden. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor wird zudem Aufschluss über die Stärke des größten Segments der amerikanischen Wirtschaft geben.

Der Arbeitsmarktbericht für Juli enttäuschte die Märkte, und Fed-Chef Jerome Powell beließ die Zinsen unverändert und verwies auf die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit. Nachdem Fed-Gouverneurin Adriana Kugler ihren vorzeitigen Rücktritt angekündigt hat, richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf die Frage, wen das Weiße Haus als ihren Nachfolger nominieren könnte – und möglicherweise im Mai Powells Nachfolge antreten wird.

Die globalen Märkte reagieren, da Handelsspannungen und Inflationsdaten die Zinsentscheidungen beeinflussen

In ganz Asien werden zahlreiche Wirtschaftsberichte Aufschluss darüber geben, wie die Region mit Trumps Zollerhöhung vom 1. August zurechtkommt. Inflationsberichte aus Südkorea, den Philippinen, Taiwan und Thailand dürften einen weitgehend begrenzten Druck zeigen und Spielraum für weitere Zinssenkungen bieten.

Das BIP Indonesiens und der Philippinen im zweiten Quartal wird genau beobachtet, während die Exportdaten aus Vietnam, Australien und China eine Beschleunigung vor den Zöllen widerspiegeln könnten. Taiwan, ein wichtiger Chip-Exporteur, wird die Woche mit neuen Handelszahlen abschließen.

In Europa könnten Industrie- und Handelsberichte aus Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien zu BIP-Revisionen führen. Eurostat bestätigte für die Eurozone im zweiten Quartal ein Quartalswachstum von 0,1 Prozent. Die Schweiz muss unterdessen mit den Folgen von Trumps 39-prozentigen Zöllen rechnen, und die Inflation dürfte bei 0,1 Prozent verharren.

Die Inflation in Schweden dürfte nach dem CPIF-Index auf über 3 % steigen, was eine weitere geldpolitische Lockerung verzögern dürfte. In der Türkei könnte die Inflation trotz neuer Preiserhöhungen auf 34 % jährlich sinken, während die Zentralbank weiterhin auf tracist, die Zinsen im September zu senken.

Angesichts der rückläufigen Inflation steht Mexikos Zentralbank vor einer Zinssenkung um 25 Basispunkte in Lateinamerika – ihrer neunten in Folge. Brasilien hingegen dürfte seinen Leitzins bei 15 Prozent belassen, eine Lockerung dürfte nicht vor 2026 erfolgen.

Kolumbien, das mit Haushaltsproblemen und anhaltender Inflation zu kämpfen hat, wird seinen vierteljährlichen Inflationsbericht und die Protokolle der Zentralbank veröffentlichen. Gleichzeitig werden die Verbraucherpreisindexdaten aus Chile und Mexiko die politischen Aussichten der Region mitbestimmen.

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