Trump-Zölle treiben Kupferpreise in schwindelerregende Höhen – was bedeutet das für die Märkte?

Die neuesten Zollmaßnahmen der Trump-Administration haben die Kupferpreise explodieren lassen. Analysten sprechen bereits von einer historischen Rallye – doch wie lange hält der Boom an?
Handelskrieg trifft Rohstoffe: Kupfer, oft als „Barometer der globalen Wirtschaft“ bezeichnet, reagiert empfindlich auf politische Schocks. Die jüngsten Zölle könnten Lieferketten weiter verknappen.
Inflation oder Chance?: Während Industrieunternehmen stöhnen, reiben sich Spekulanten die Hände. Ein klassischer Fall von „Krise als Geschäftsmodell“ – typisch Wall Street.
Die große Frage: Springen Krypto-Investoren auf den Trend auf? Denn wenn Fiat-Währungen unter Druck geraten, fließt das Geld oft in alternative Assets. Bleibt dran – oder besser: bleibt liquide.
Zölle senden Kupferkosten Flying Sky High
Seit Februar hatten Händler darauf gewartet, dass Trump die Zölle ankündigte. Sie waren sich nicht sicher, wie die Nummer aussehen würde oder wann sie anfangen würde, aber sie wussten, dass sie kommen würde. Kupferlieferungen aus Europa und Asien wurden bereits in Erwartung in die USA umgeleitet.
Aber jetzt, da die Rate auf 50%festgelegt ist, sagen Händler, dass es immer noch Verwirrung über die genaue Zeitleiste und mögliche Carve-Outs gibt. Howard Lutnick, Trumps Handelssekretärin, sagte gegenüber CNBC, dass der neue Preis wahrscheinlich um "Ende Juli, vielleicht 1. August" wirksam werden würde, in Kraft treten würde.
Das hat die Preislücke zwischen den USA und dem globalen Kupfer nicht davon abgehalten, in die Luft zu blasen. Zum Vergleich ist der London Metal Exchange (LME) der Maßstab der Welt, und normalerweise liegt der Preisunterschied zwischen ihm und dem US -COM -Markt nahe Null.
Im vergangenen Jahr lag die Prämie etwa 150 US -Dollar pro Tonne. Aber seit Februar ist der Unterschied zwischen 500 und 1.500 US -Dollar. Am Dienstag stieg laut Benchmark Mineral Intelligence in London auf 2.600 US -Dollar pro Tonne.
Die Analysten von Benchmark sagen, dass Kupfer in den USA 15.000 US -Dollar pro metrischer Tonne erreichen könnte, während der Rest der Welt immer rund 10.000 US -Dollar zahlt. Das ist eine massive Preismauer.
Daan de Jonge, der die Kupferpreisforschung von Benchmark leitet, sagte, dies werde alle treffen. "Wenn Sie einen neuen Kühlschrank, eine Klimaanlage, ein Auto kaufen; alles wird teurer", sagte Daan gegenüber CNBC. Er fügte hinzu, dass Unternehmen diese Kosten wahrscheinlich an die Verbraucher weitergeben werden. Dies könnte auch bedeuten, dass die Amerikaner im Ausland billigere Waren kaufen, auch wenn dies bedeutet, lokale Hersteller auszuweichen.
Daan wies auch darauf hin, dass auch öffentliche Investitionen leiden werden. Kupfer ist für die nationale Infrastruktur unerlässlich. Mit höheren Preisen, einem schwächeren Dollar und teureren Schulden werden Regierungsprojekte einen Treffer erzielen. "Ich würde erwarten, dass dies Beschäftigungseffekte zeigt", sagte er.
Eine Antwort könnte darin bestehen, in bestimmten Projekten Kupfer gegen Aluminium auszutauschen. Das mag kurzfristig funktionieren, aber Aluminium ist schwerer und verschlechtert sich schneller, keine echte langfristige Lösung. Daan warnte, dass dies alles „in das Risikobereich der Nachfragezerstörung eintritt“.
Inlandsversorgung nicht bereit, die Lücke zu schließen
Trumps großer Pitch ist, dass hohe Zölle Unternehmen dazu bringen, Kupfer in den USA zu bergigen, aber es gibt ein massives Reality -Check. Neue Kupferminen in Betrieb zu nehmen, ist nicht schnell oder billig.
Peter Chase, ein Senior Fellow im deutschen Marshall-Fonds, sagte gegenüber CNBC, dass die USA nicht über Nacht eigenständig sein werden. "Der Kupferpreis mit einem Tarif von 50% wird nicht bedeuten, dass die Kupferproduktion in den USA morgen durch das Dach geht", sagte Peter.
Derzeit erhalten die USA den größten Teil ihres importierten Kupfers aus Chile, Kanada, Mexiko und Peru. Das Ersetzen dieser Quellen durch Inlandsproduktion würde Änderungen der Genehmigungen, Milliarden neuer Investitionen und jahrelanger Entwicklung erfordern, und das ist nur, wenn die Kupferpreise lange genug hoch bleiben, um es wert zu machen.
Peter warnte auch, dass der Schock mit dem KI -Infrastrukturaufbau des Landes durcheinander gebracht werden könne, was stark von Kupferkabel- und Energiesystemen abhängt.
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