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Waymo peilt bis Ende 2026 eine Million Fahrten pro Woche an – Autonomes Fahren erreicht kritische Masse

Waymo peilt bis Ende 2026 eine Million Fahrten pro Woche an – Autonomes Fahren erreicht kritische Masse

Published:
2026-01-02 19:50:00
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Waymo peilt bis Ende 2026 eine Million Fahrten pro Woche an

Waymo stellt die Weichen für den Massenmarkt – bis Ende 2026 soll das autonome Fahrtnetz auf eine Million wöchentliche Fahrten hochskalieren. Eine Zahl, die nicht nur die Straßen verändern, sondern auch die Wirtschaftsdynamik ganzer Städte verschieben wird.

Die Skalierungslogik hinter den Zahlen

Eine Million Fahrten pro Woche sind kein bloßes Ziel – sie sind die Schwelle zur Profitabilität. Jede zusätzliche Fahrt senkt die Systemkosten, verbessert die Trainingsdaten und festigt die operative Zuverlässigkeit. Der Algorithmus lernt mit jeder Meile, während die Hardware-Kosten unter das Niveau menschlicher Fahrer fallen.

Der regulatorische Sprint

Städte und Bundesstaaten müssen jetzt mithalten. Die Infrastruktur – von speziellen Fahrspuren bis zu digitalen Verkehrsleitsystemen – wird zum Engpass. Wer zu spät kommt, riskiert den Anschluss an die Mobilitätsrevolution.

Die wirtschaftlichen Nachzügler

Während autonome Fahrzeuge Straßen neu programmieren, hinken traditionelle Finanzmodelle hinterher. Versicherungsmathematiker kämpfen mit Risikomodellen, die für menschliche Fehler ausgelegt sind – nicht für präzise Algorithmen. Ein klassischer Fall von Technologie, die die Buchhalter überholt.

Die Straße als Datenpipeline

Jede Fahrt generiert Terabytes an Echtzeitdaten – von Verkehrsflüssen bis zu Fußgängermustern. Diese Datenströme werden zur neuen Währung urbaner Intelligenz, wertvoller als viele traditionelle Vermögenswerte auf alten Bilanzblättern.

Die nächste Meile beginnt jetzt

Waymos Timeline setzt ein klares Signal: Die Testphase endet, die kommerzielle Ära beginnt. Städte, die heute zögern, werden morgen teuer nachrüsten müssen. Die autonome Zukunft wartet nicht – sie fährt bereits.

Die Wall-Street-Analysten sind größtenteils zufrieden mit dem, was sie sehen

„Waymo ist bei der Entwicklung vollständig autonomer Fahrten am weitesten fortgeschritten“, schrieb Edison Yu von der Deutschen Bank Anfang Dezember. Er merkte an, dass der Dienst bereits in mehreren Städten vollautonome Fahrten anbietet, bei denen für viele Fahrten kein Sicherheitsfahrer mehr benötigt wird.

Yu wies jedoch auf Bedenken hinsichtlich Waymos Abhängigkeit von teurer Ausrüstung wie Lidar-Sensoren, Radar und Kameras hin. Er sagte, diese hohen Kosten und der Bedarf an detaillierten Karten könnten die Expansion verlangsamen und jedes Fahrzeug verteuern.

Adam Jonas von Morgan Stanley stimmt zu, dass die Technologie gut funktioniert, äußert aber Bedenken hinsichtlich der Kosten im Vergleich zu Tesla. Tesla verwendet ausschließlich Kameras mit computergestützten Lernsystemen, ähnlich wie ein menschlicher Fahrer seine Augen nutzt.

Waymo und seine Unterstützer argumentieren, dass der Einsatz mehrerer Sensoren die Zuverlässigkeit und Sicherheit verbessert.

Die Sicherheitszahlen bestätigen dies. Daten zeigen, dass menschliche Fahrer fünfmal häufiger Unfälle verursachen und Verletzungen zur Folge haben. Die Robotaxis verzeichnen 0,8 Unfälle pro 1 Million Meilen, im Vergleich zu 3,96 bei menschlichen Fahrern.

Laut den Zahlen der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) ereigneten sich bei Tesla sieben Unfälle auf 250.000 Meilen, was etwa 28 Unfällen pro 1 Million Meilen entspricht.

Die Einholung der Genehmigungen der Stadtverwaltungen gestaltet sich für beide Unternehmen weiterhin schwierig. Bundesrichtlinien der NHTSA könnten demnächst in Kraft treten.

Die öffentliche Meinung scheint sich zu öffnen

Ein Stromausfall in San Francisco am 20. Dezember sorgte für peinliche Situationen bei Waymo, da die Fahrzeuge des Unternehmens aufgrund ausgefallener Ampeln auf den Straßen stecken blieben. Waymo versichert, dass ein Software-Update dieses Problem künftig beheben wird.

Dennoch steht die Sicherheit an erster Stelle, und WaymostronSicherheitsbilanz trägt dazu bei, Städte und Fahrgäste davon zu überzeugen, den Service auszuprobieren.

Eine Umfrage vom April 2024 ergab, dass 45 % der Befragten Robotaxis für sicher hielten, während 37 % anderer Meinung waren. In Städten, in denen Waymo bereits aktiv ist, stieg die Zustimmung auf 54 %, während nur 32 % dagegen waren.

Eine Umfrage in San Francisco im Juli ergab, dass mittlerweile 67 % derdentfahrerlose Robotaxis befürworten, im Vergleich zu 44 % im Jahr 2023. Die allgemeine Zustimmung stieg von minus 7 % Ende 2023 auf plus 38 % Mitte 2025.

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