Ethereum beendet 2025 mit neun roten Monaten – schlechteste Performance seit 2018
Neun Monate in Folge im Minus – Ethereum schließt 2025 mit einem historischen Tief ab.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache
Seit 2018 hat die zweitgrößte Kryptowährung keine derartige Durststrecke mehr erlebt. Neun aufeinanderfolgende Monate mit negativer Performance setzen der Blockchain-Plattform deutlich zu. Ein Blick auf die Charts zeigt eine Abwärtsspirale, die selbst hartgesottene Investoren ins Grübeln bringt.
Was steckt hinter dem anhaltenden Abschwung?
Marktbeobachter führen die Entwicklung auf ein perfektes Sturm aus regulatorischer Unsicherheit, verhaltenem institutionellem Engagement und technischen Herausforderungen zurück. Während andere Blockchain-Projekte mit spezifischen Use-Cases punkten, kämpft Ethereum mit seinem ‚Alleskönner‘-Image – ein Fluch und Segen zugleich.
Die große Frage: Erholung oder Abwärtstrend?
Die technische Analyse zeigt kritische Unterstützungsniveaus, die halten müssen. Fallen diese, könnte der Weg für weitere Verluste frei sein. Doch erfahrene Trader wissen: Nach extremen Abwärtsbewegungen folgen oft die heftigsten Rallyes. Ethereum hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass es sich aus scheinbar ausweglosen Situationen befreien kann.
Ein Funken Hoffnung bleibt – die Fundamentaldaten der Ethereum-Blockchain zeigen nach wie vor starke Nutzungszahlen. Die Netzwerkaktivität, gemessen an täglichen aktiven Adressen und Transaktionsvolumen, bleibt im historischen Vergleich robust. Vielleicht ist dies einfach nur der klassische Fall, bei dem der Preis der zugrundeliegenden Technologie hinterherhinkt. Oder, wie ein Zyniker anmerken würde: ‚Selbst ein totes Uhrwerk geht zweimal am Tag richtig.‘
Für 2026 steht alles auf dem Spiel. Entweder Ethereum beweist seine Widerstandsfähigkeit und startet eine Gegenbewegung – oder die neun roten Monate werden zur neuen Normalität.
ETH blieb trotz eines Anstiegs gegenüber BTC in Dollar gerechnet hinterher
Im Jahr 2025 verlor ETH das Vertrauen von Privatanlegern und wurde stattdessen zum Tummelplatz für Großinvestoren und institutionelle Anleger. Diese versuchten, durch Käufe bei Kursrückgängen einen günstigeren Durchschnittspreis zu erzielen, doch dem Token fehlte die nötige Dynamik für einen Ausbruch. ETH konnte die Prognose von Tom Lee von Bitmine, der einen Anstieg auf 7.500 US-Dollar oder gar 10.000 US-Dollar zum Jahresende erwartet hatte, nicht erfüllen.
Der Token beendete das Jahr mit einer Marktkapitalisierung von 11,9 %. Im Laufe des Jahres 2025 erholte sich ETH von einem Tiefststand von 0,019 BTC und schloss bei 0,034 BTC. Trotzdem erfüllte der Token die Erwartungen eines Anstiegs auf 10.000 US-Dollar nicht.
Die schwache Performance von ETH fiel zeitlich mit dem Ausbleiben einer nachhaltigen Altcoin-Saison zusammen. Auch Ethereumlitt unter der schwachen Performance der Layer-2-Plattformen, da selbst führende Netzwerke wie Arbitrum an Liquidität verloren.
Treasury-Unternehmen hatten nur kurzfristigen Einfluss auf den ETH-Kurs. Anders als bei BTC-Treasuries wurde der Aufbau von ETH-Reserven als Möglichkeit gesehen, durch Staking passives Einkommen zu erzielen. Auch DAT-Unternehmen zeigten sich nicht vom Anstieg des ETH-Kurses überzeugt, sondern vielmehr vom DeFi und Staking-Ökosystem des Tokens.
ETH erholte sich vom Bereich um 3.000 US-Dollar
Trotz des Kursrückgangs konnte ETH die Marke von 3.000 US-Dollar wieder erreichen. Der Token notierte größtenteils über dem Kaufpreis von Großinvestoren bei 2.800 US-Dollar und erholte sich von diesem Unterstützungsniveau. Das Jahr 2025 schloss die Anlage nach turbulenten Quartalsschwankungen mit einem Nettoverlust von 11 % ab.

Der Token verzeichnete Anfang 2025 seine schwächste Quartalsperformance mit einem Kursverlust von über 45 %. Später erholte sich ETH von dem Einbruch Mitte des Jahres und notierte mehrere Wochen über 4.000 US-Dollar. Nach einer marktweiten Erholung stieg der ETH-Kurs am 2. Januar auf 3.079,92 US-Dollar.
Der Token schloss das Jahr 2025 mit einer neutralen Marktstimmung ab, nach wochenlangem, relativ verhaltenem Derivatehandel. Nach der Liquidation am 11. Oktober fiel das offene Interesse an ETH auf ein Tief von 16,2 Milliarden US-Dollar und erholte sich bis Ende 2025 wieder auf 18 Milliarden US-Dollar.
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