Bitfarms verkauft 70-MW-Mining-Anlage in Paraguay: Strategischer Rückzug aus Südamerika vollzogen

Bitfarms schließt das Kapitel Südamerika – und verkauft seine 70-Megawatt-Anlage in Paraguay. Ein klarer strategischer Schnitt.
Die Zahlen sprechen für sich
Die 70 Megawatt Kapazität gehen an einen neuen Betreiber. Das ist kein kleiner Deal, sondern eine substanzielle Verschiebung im Portfolio des Miners. Bitfarms konzentriert sich nun auf Kernmärkte mit stabileren regulatorischen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Warum der Rückzug Sinn macht
Der Schritt folgt einer einfachen Logik: Ressourcen bündeln, wo sie die höchste Effizienz und Planungssicherheit bringen. Südamerika, mit seinen oft volatilen Energiepreisen und politischen Unsicherheiten, fällt aus dieser Gleichung. Es ist eine klassische Portfolio-Bereinigung – etwas, das traditionelle Fondsmanager erst Jahre später als 'kühn' bezeichnen würden.
Was bleibt, ist Fokus
Der Verkauf generiert Liquidität und entlastet die Bilanz. Das Kapital fließt nicht in exotische Experimente, sondern in den Ausbau an bewährten Standorten. Bitfarms setzt auf Qualität vor Quantität, auf verlässliche Megawatt statt auf geografische Streuung um jeden Preis.
Ein Minus in Südamerika wird zum Plus für die globale Effizienz. Manchmal bedeutet Wachstum eben, sich von Ballast zu trennen – auch wenn es 70 Megawatt davon sind.
Bitfarms verkauft Bitcoin-Mining-Center für 30 Millionen Dollar
Bitfarms wird die BTC-Mining-Anlage in Paso Pe zu einer Bewertung von 30 Millionen Dollar verkaufen, davon 9 Millionen Dollar in cash und bis zu 21 Millionen Dollar über einen Zeitraum von 10 Monaten.
Nach Abschluss der Transaktion wird sich Bitfarms ausschließlich auf nordamerikanische Energieanlagen konzentrieren und gleichzeitig seine Liquiditätsstruktur für die weitere Expansion verbessern. Im Rahmen seiner Expansionspläne im Energiesektor vereinbarte Bitfarms im April 2025 eine langfristige Kreditfazilität in Höhe von 300 Millionen US-Dollar.
Bitfarms verfügt über eine Energiekapazität von 341 MW und entwickelt weitere 430 MW. Der mehrjährige Plan sieht vor, eine Gesamtkapazität von 2,1 GW in Rechenzentren zu erreichen, wovon 90 % in den USA angesiedelt sein werden. Bitfarms befindet sich seit 2017 auf tracund zählt zu den führenden Anbietern von Mining-Infrastruktur in Nordamerika.
Bitfarms profitiert vom Boom der KI-Rechenzentren
Der Verkauf erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Bitcoin -Mining-Betriebe häufig in KI-Zentren mit hoher Verfügbarkeit umgewandelt werden, basierend auf bestehendentracfür zuverlässige Stromversorgung.
Nach Bekanntgabe der Übernahme notierten die BITF-Aktien bei 2,96 US-Dollar (3,93 CAD), was einem Nettoplus von über 32 % im vergangenen Jahr entspricht. Dieser Zeitraum fiel mit einem Umsatzwachstum bei BITF zusammen, da das Bergbauunternehmen von den steigenden Preisen profitierte.
Anfang 2026 arbeiten Bitcoin-Miner trotz der schwierigen Marktlage weiterhin nahezu mit maximaler Kapazität. Selbst kleinere Mining-Unternehmen gelten als vielversprechende Anlage mit hohem Renditepotenzial. BITF dürfte aufgrund seiner laufenden Rechenzentrumspläne einen deutlichen Kursanstieg verzeichnen. BITF konkurriert mit anderen Mining-Unternehmen wie Riot und IREN, deren Aktienkurse trotz des verlangsamten Bitcoin-Marktwachstums steigen.
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