XRP und Solana: Fast doppelt so hohe Volatilität wie Bitcoin in diesem Jahr – Risiko oder Chance?
Die Altcoin-Front zeigt Zähne. Während Bitcoin als digitales Gold weiter an Stabilität gewinnt, tanzen XRP und Solana in diesem Jahr ein deutlich wilderes Tango.
Volatilität als neuer Benchmark
Die Kennzahl, die Trader wachrüttelt: Die Volatilität beider Coins liegt fast doppelt so hoch wie die des Platzhirsches Bitcoin. Das bedeutet schärfere Kurssprünge – nach oben wie nach unten. Für Daytrader ein Paradies, für langfristige Anleger eine Achterbahnfahrt, die starke Nerven erfordert.
Was treibt die Achterbahn an?
Hinter den Zahlen steckt mehr als nur Spekulation. Bei XRP spielen regulatorische Klarheiten – oder das fortwährende Fehlen derselben – eine Hauptrolle. Jede Nachricht aus dem Ripple-vs.-SEC-Dauerfeuer wirkt wie ein Adrenalinstoß auf den Kurs. Solana hingegen profitiert und leidet unter seiner eigenen Technologie-Narrative. Jeder Ausfall, jedes Hochskalierungs-Update wird gnadenlos an den Märkten bewertet. Das schafft Bewegungen, von denen Bitcoin-Träumer nur träumen können.
Die andere Seite der Medaille
Hohe Volatilität ist kein Werturteil. Sie ist der Preis für potenziell höhere Renditen in kürzerer Zeit – und das entsprechende Risiko eines Totalverlusts. Während traditionelle Finanzberater bei solchen Schwankungen in Ohnmacht fallen würden, atmet die Crypto-Community hier den Sauerstoff, der sie antreibt. Es ist der klassische Trade-off: Stabilität gegen Opportunity. Wer hier einsteigt, wettet nicht nur auf eine Technologie, sondern auch auf seine eigene Timing-Kunst. Ein Spiel, bei dem die Hausbank nur müde lächeln würde – wenn sie es denn verstünde.
Altcoins benötigen eine höhere Liquidität, um Stabilität zu erreichen
Bislang wurden Milliarden in SOL- und XRP -ETFs sowie CME-Futures investiert, wovon diese wichtigen Kryptowährungen hinsichtlich der Liquidität profitieren. Mit Ausnahme von BNBverfügen auch andere bedeutende Altcoins, darunter XRP, SOL und ETH, über ETFs mit einem Nettovermögen in Milliardenhöhe.
Beispielsweise der XRP ETF seit seiner Einführung einen Nettozufluss von rund 1,16 Milliarden US-Dollar erhalten, während der SOL ETF auf Basis von Daten von SoSoValue trac
Wenn die Nachfrage nach Altcoins auch 2026tronbleibt, könnten XRP, SOL und ETH zusammen mit anderen Altcoins dazu beitragen, die derzeitige Preisvolatilität zu mindern und die von BTC gezeigte Stabilität zu erreichen.
Die derzeitige Volatilität von Altcoins deutet auf anhaltende Schwierigkeiten dieser Token bei der Stabilisierung hin. Der Trend der BTC-Volatilität, insbesondere nach der Einführung von US-Spot Bitcoin -ETFs im Jahr 2024, ist rückläufig, was den Bedarf an höherer Liquidität auch bei Altcoins unterstreicht. Dies legt nahe, dass alternative Anlageinstrumente, die an XRP, SOL und andere Altcoins gekoppelt sind, eine höhere Liquidität bieten und so die bei Bitcoinerreichte Stabilität ermöglichen könnten.
Bitcoin -ETFs wurden im Januar 2024 eingeführt undtraczahlreiche ETPs an, darunter IBIT, der den Großteil des Anlegergeldestracund seit seiner Einführung 62,19 Milliarden US-Dollar einnahm. GBTC hingegen verzeichnete einen negativen Mittelabfluss; seit seiner Einführung wurden rund 25 Milliarden US-Dollar abgezogen.
Laut SoSoValue verzeichneten Bitcoin-ETFs bisher einen kumulierten Nettomittelzufluss von insgesamt 56,96 Milliarden US-Dollar. Dieser starke Anstieg der Mittelzuflüsse führte zur Entwicklung verschiedener Produkte, darunter auch gedeckte Call-Optionen auf diese ETFs. DietronNachfrage hat in diesem Jahr zu einem stetigen Rückgang der Bitcoin-Volatilität geführt.
Die Mitte 2024 aufgelegten Ethereum ETFs weisen einen ähnlichen Trend auf und konnten seitdem rund 12,4 Milliarden US-Dollar an Anlegerkapitaltrac. BlackRocks ETHAtracetwa 12,59 Milliarden US-Dollar, während Grayscales ETHE mit Abflüssen von rund 5,05 Milliarden US-Dollar seit dem Start die schlechteste Performance aufwies. Ähnlich wie bei Bitcoin (BTC) ist die Volatilität der ETH-ETFs auf aktuell 76 % gesunken.
L1-Token beenden das Jahr mit einer negativen oder vernachlässigbaren Rendite
L1-Token verzeichneten dieses Jahr die schlechteste Performance mit Null- oder sogar Negativrenditen trotz mehrerer wichtiger Fortschritte in den Netzwerken. So ist beispielsweise der Gesamtwert der in Bitcoin gebundenen Token (Total Value Locked, TVL) bis heute auf 6,7 Milliarden US-Dollar angewachsen, verglichen mit durchschnittlich 760 Millionen US-Dollar vor Oktober 2024.

Gleiches gilt für die Netzwerke Ethereum, Solanaund Base, die seit 2021 ein stetiges Wachstum verzeichnen konnten und damit eine strukturelle Reife in der gesamten Kryptowährungslandschaft demonstrierten.
Trotz dieser bedeutenden Reifeschritte waren die Renditen in diesem Jahr über verschiedene Blockchains hinweg sehr niedrig. Basierend auf On-Chain-Daten verzeichnete die Bitcoin -Blockchain eine Rendite von -6,76 %, Ethereum von -12,94 % und XRPvon -11,48 %. BNB hingegen erzielte in den letzten 365 Tagen eine positive Rendite von 20,64 %.
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