Trump’s Wahl des Nachfolgers von Fed-Chef Powell wird entscheidend für die Zukunft des Dollars sein

Die nächste Fed-Ernennung könnte den Dollar auf einen neuen Kurs zwingen – und die Krypto-Märkte zittern lassen.
Die Macht der Nominierung
Jerome Powells Amtszeit neigt sich dem Ende zu. Die Entscheidung, wer seinen Stuhl in der Marriner S. Eccles Building einnimmt, liegt nun bei der nächsten Administration. Ein Wechsel an der Spitze der US-Notenbank ist nie nur eine Personalie; es ist ein Signal an die globalen Finanzmärkte.
Ein neuer Ton, eine neue Politik?
Die Geldpolitik steht am Scheideweg. Die Ära des billigen Geldes ist Geschichte, aber der Weg nach vorn ist ungewiss. Wird der Nachfolger den harten Kurs gegen die Inflation fortsetzen? Oder drängt die politische Agenda in Richtung lockerer Geldpolitik, um Wachstum zu fördern? Jede Andeutung einer Rückkehr zu quantitativer Lockerung würde traditionelle Anleger in Panik versetzen – und gleichzeitig die Flamme unter dem Krypto-Bullenmarkt anfachen.
Die digitale Antwort
Während sich Washington auf den Machtwechsel vorbereitet, arbeiten dezentrale Finanznetzwerke rund um die Uhr. Bitcoin und Co. fungieren nicht mehr nur als Spekulationsobjekte, sondern zunehmend als politische Absicherung. Eine als schwach empfundene Fed-Führung könnte den Exodus aus Fiat-Währungen beschleunigen. Schließlich vertraut man lieber einem Code, der nicht alle vier Jahre neu verhandelt wird.
Die Zukunft wird geprägt – mit oder ohne Druckerpresse.
Ein zynischer Blick in die Finanzwelt: Die gleichen Politiker, die über Haushaltsdisziplin predigen, werden einen Kandidaten wählen, der ihre Schulden am günstigsten refinanziert. Zum Glück gibt es für diesen Widerspruch inzwischen eine digitale Alternative.
Alle Augen sind auf Powells Nachfolger gerichtet
Im Moment hängt alles von der US-Notenbank AB und davon, wer Jerome Powell nachfolgen wird. Seine Amtszeit als Vorsitzender endet im Mai.
Trump ließ kürzlich durchblicken, dass er jemanden ausgewählt hat, will aber noch nicht verraten, wen. Er brachte auch die Idee ins Spiel, den derzeitigen Fed-Chef vor Ablauf seiner Amtszeit zu entlassen.
Kevin Hassett leitet den Nationalen Wirtschaftsrat. Er gilt schon seit Längerem als aussichtsreichster Kandidat. Trump hat auch Kevin Warsh, einen ehemaligen Gouverneur der US-Notenbank, ins Gespräch gebracht. Weitere Kandidaten sind die ehemaligen Fed-Gouverneure Christopher Waller und Michelle Bowman. Auch Rick Rieder von BlackRock wird als möglicher Kandidat gehandelt.
Andrew Hazlett handelt bei Monex Inc. mit Devisen. Er erklärte: „Hassett dürfte mehr oder weniger eingepreist sein, da er schon seit einiger Zeit der Favorit ist, aber Warsh oder Waller würden wahrscheinlich nicht so schnell die Zinsen senken, was besser für den Dollar wäre.“
Die Fed-Beamten sind sich uneins über das weitere Vorgehen
Die Vertreter der US-Notenbank sind sich offenbar nicht einig, wann sie die Zinsen erneut senken werden. Die meisten gehen davon aus, dass weitere Senkungen erfolgen könnten, wenn die Inflation weiter nachlässt. Einige Vertreter der Zentralbank wollen die Zinsen jedoch vorerst auf dem aktuellen Niveau belassen. Dies geht aus den am Dienstag veröffentlichten Sitzungsprotokollen hervor.
Das Protokoll der Fed-Sitzung vom 9. und 10. Dezember zeigt, dass die Meinungsverschiedenheiten, wie Cryptopolitan bereits berichtete, weiterhin bestehen. Die meisten befürworteten im letzten Monat eine weitere Zinssenkung, doch die Entscheidung fiel nicht allen leicht.
Die US-Notenbank Fed beschloss im Dezember mit 9 zu 3 Stimmen eine Senkung ihres Leitzinses um einen Viertelprozentpunkt. Das ist nun die dritte Zinssenkung in Folge. Der Leitzins liegt, wie Cryptopolitan bereits berichtete, zwischen 3,5 % und 3,75 %.
Im Protokoll hieß es: „Einige derjenigen, die sich bei diesem Treffen für eine Senkung des Leitzinses aussprachen, gaben an, dass die Entscheidung eine heikle Angelegenheit Sei oder dass sie auch eine Beibehaltung des Zielkorridors hätten befürworten können.“
Nach dem Treffen änderten die Verantwortlichen ihre Stellungnahme. Die neue Version zeigte, dass sie sich hinsichtlich des Zeitpunkts künftiger Kürzungen weniger sicher sind. Ihre mittlere Prognose sah lediglich eine Senkung um einen Viertelprozentpunkt im Jahr 2026 vor. Die einzelnen Prognosen wichen jedoch stark voneinander ab. Marktbeobachter gehen von mindestens zwei Kürzungen im nächsten Jahr aus.
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