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Preiskämpfe und Umsatzrückgang: Chinas Elektroautohersteller kämpfen bis 2026 ums Überleben

Preiskämpfe und Umsatzrückgang: Chinas Elektroautohersteller kämpfen bis 2026 ums Überleben

Published:
2025-12-31 00:36:36
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Preiskämpfe und Umsatzrückgang bringen Chinas Elektroautohersteller bis 2026 an den Rand des Überlebens

Die Zukunft der chinesischen Elektroautoindustrie steht auf der Kippe. Ein brutaler Preiskampf trifft auf schwindende Umsätze und drückt Hersteller an den Rand der Existenzfähigkeit. Bis 2026 könnte sich das Spielfeld radikal verändern.

Der Kampf um Marktanteile frisst Margen

Hersteller schneiden Preise, um Käufer zu locken – eine Strategie, die kurzfristig Absätze stützt, aber langfristig die Bilanz ruiniert. Jeder Rabatt untergräbt die Rentabilität und zwingt Unternehmen, Kosteneinsparungen bis ins Extreme zu treiben. Die Logik ist simpel und brutal: Wer nicht mithalten kann, fliegt raus.

Umsatzrückgang als Menetekel

Fallende Zahlen auf der Ertragsseite sind mehr als nur eine Delle – sie sind ein Warnsignal für fundamentale Schwächen. Wenn der Top-Line schrumpft, während die Kosten steigen, bleibt am Ende nichts übrig. Investoren beobachten das Schauspiel mit der gelangweilten Skepsis von Bankern, die schon dutzende Hype-Zyklen überlebt haben.

Die Überlebensfrage bis 2026

Die kommenden achtzehn Monate werden den Spreu vom Weizen trennen. Nur die Stärksten – oder die mit den tiefsten Taschen – werden durchhalten. Konsolidierung ist unvermeidlich. Am Ende steht eine schlankere, gnadenlos wettbewerbsfähigere Industrie… oder ein Trümmerfeld gescheiterter Ambitionen.

Ein Zyniker würde sagen: Es ist der klassische Kapitalismus in Reinform – ineffiziente Player werden aussortiert, egal wie grün ihr Produkt ist. Die Börse hat für Moral bekanntlich kein Preis-Target.

Der chinesische Markt wird immer umkämpfter, da die Rabatte explodieren

Smalltalk ist passé. Der Markt ist jetzt an der Spitze konzentriert. Xiao Feng, Co-Leiter der China Industrial Research bei Citic CLSA, erklärte, die zehn größten Hersteller hielten mittlerweile 95 % des Marktes für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, verglichen mit nur 60 bis 70 % vor wenigen Jahren. Dieser Markt umfasst sowohl Hybrid- als auch batterieelektrische Fahrzeuge.

Autohome, eine lokale Plattform für Fahrzeuganzeigen, bietet massive Preisnachlässe an: Der Mercedes-Benz EQS EV ist um 432.000 Yuan reduziert, der Volvo XC70 um 147.000 Yuan.

Paul Gong, Leiter der China-Automobilforschung bei UBS, sagte, dieser Preiskampf werde nicht so schnell enden. „Der Preiskrieg könnte jahrelang andauern“, sagte er.

Und gerade als man denkt, es könne nicht schlimmer kommen, präsentiert Peking neue Steuerrichtlinien. Die Kaufsteuer wird wieder eingeführt. Die Inzahlungnahme-Subventionen werden gekürzt. Laut UBS dürfte das Wachstum der Elektroauto-Verkäufe im nächsten Jahr um die Hälfte sinken, von rund 20 % im Jahr 2025.

Der Markt ist bereits gesättigt. Laut dem chinesischen Pkw-Verband machten Fahrzeuge mit alternativen Antrieben im November 59,4 % der Neuwagenverkäufe aus. Das ist ein Warnsignal, kein Grund zum Feiern.

Chinesische Elektroautohersteller drängen ins Ausland, da der heimische Markt schwächelt

Da die Nachfrage im Inland sinkt, drängen Chinas Elektroautohersteller ins Ausland. Geely mit Sitz in Hangzhou gab bekannt, dass sich seine Exporte von Elektroautos im ersten Halbjahr vervierfacht haben. Das Unternehmen lieferte 184.000 Fahrzeuge aus, expandierte in sechs neue Länder und ist nun in rund 90 Märkten vertreten.

Geely eröffnete außerdem Werke in Ägypten, im Nahen Osten und in Indonesien. Aktuell liegt das Unternehmen bei den lokalen Elektrofahrzeugverkäufen direkt hinter BYD.

BYD expandiert ebenfalls. Das Unternehmen exportierte im November über 131.000 Autos, und die Produktion im ungarischen Werk soll bis 2026 deutlich gesteigert werden.

Tu Le, Geschäftsführer von Sino Auto, sagte, chinesische Unternehmen und Batteriehersteller würden „ihre Ansprüche in Europa deutlich geltend machen“. Sie machen nicht bei Berlin halt. Auch Detroit steht im Fokus.

Auch ausländische Autohersteller ziehen sich nicht aus China zurück.

Volkswagen geht aufs Ganze. Das Unternehmen gründete Joint Ventures mit Xpeng und Horizon Robotics, und sein größtes Forschungs- und Entwicklungszentrum außerhalb Deutschlands befindet sich nun in Hefei, China.

Letzten Monat bestätigte das Unternehmen, dass es nun Fahrzeuge komplett lokal entwickeln und zulassen kann. Das beschleunigt den gesamten Prozess, und das Unternehmen plant neue Modelle für 2026.

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 lieferte Volkswagen in China 1,9 Millionen Autos aus, ein Rückgang um 4 Prozent. Das sind weniger als die 2,4 Millionen, die das Unternehmen in Westeuropa absetzte.

Doch auch für die Amerikaner ist noch nichts verloren. „Für die US-Autohersteller ist noch nichts aus“, sagte Le. General Motors verkauft nach wie vor fast zwei Millionen Autos pro Jahr in China. Sowohl GM als auch Ford nutzen China für den Export, aber laut Le ist nur GM annähernd in der Lage, lokal konkurrenzfähige Modelle zu entwickeln.

Aber niemand ist sicher.

„In China kann man einen Monat lang an der Spitze stehen und im nächsten Quartal schon wieder hinterherhinken und sich fragen, was passiert ist“, sagte Le. Niemand ist bisher zum Sieger gekrönt, und niemand ist sicher.

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