Russische Stromnetzarbeiter verhaftet: Illegales Krypto-Mining enttarnt

Stromdiebstahl im großen Stil: Russische Netzbetreiber nutzten staatliche Infrastruktur für privates Krypto-Mining.
Die Taktik: Unbemerkte Anschlüsse an kritischer Infrastruktur, die den Strom direkt abzweigten – ohne Zähler, ohne Rechnung. Ein klassischer Fall von 'wenn der Wächter zum Dieb wird'. Die Behörden sprechen von systematischem Missbrauch über Monate.
Das Motiv: Reine Profitgier. Während normale Miner Stromkosten und Hardware amortisieren müssen, fielen bei dieser Operation die größten Fixkosten einfach weg. Eine Renditeberechnung, die jedes Finanzministerium blass werden ließe – bis zur Entdeckung.
Die Ironie: Ausgerechnet in einem Land mit einigen der günstigsten Industriestromtarife der Welt reichte der offizielle Preis noch nicht. Ein perfektes Beispiel dafür, wie Dezentralisierung korrumpiert werden kann, wenn sie auf zentralisierte, alte Infrastruktur trifft.
Die Branche reagiert gelassen: Illegales Mining macht weniger als 0,1% der globalen Hashrate aus – ein Fliegenschiss für das Netzwerk, aber ein Donnerschlag für das lokale Stromnetz. Die eigentliche Schlagzeile? Selbst in staatlich kontrollierten Märkten findet der Krypto-Sektor Wege, Regeln zu umgehen. Das System funktioniert – ob es den Behörden gefällt oder nicht.
Russische Polizei verhaftet Komplizen des illegalen Bergbaus
Laut lokalen Medienberichten erbrachten alle sieben festgenommenen Mitarbeiter des Stromnetzbetreibers bezahlte Dienstleistungen für Besitzer von Bergbaufarmen.
Zu diesen Dienstleistungen gehörten unter anderem das künstliche Senken von Stromzählerständen und die Unterstützung bei der Umgehung planmäßiger und unangekündigter Kontrollen durch die Behörden. Laut Polizeiangaben taten sie dies gegen Geldentgelte.
Mit ihrer Hilfe behauptet das russische Innenministerium, dass bis zu zwei illegale Rechenzentren für Kryptowährungs-Mining auf Privatgrundstücken in der Stadt Tschechow unentdeckt blieben, obwohl sie seit 2024 erfolgreich betrieben wurden und somit weit außerhalb der Aufsicht der Regulierungsbehörden lagen.
Mitarbeiter von Energieunternehmen entstanden ist, wird auf etwa 10 Millionen Rubel geschätzt.
Die Verhaftung steht im Einklang mit einem umfassenderen, laufenden Vorgehen in Russland gegen illegales Krypto-Mining, eine Aktivität, die eine erhebliche Menge Strom verbraucht und das Stromnetz stark belastet.
Rosseti hatte sich in der Vergangenheit bereits darüber beschwert und Verluste in Millionenhöhe angeführt. Nun haben die Behörden ihre Bemühungen verstärkt, und diese Verhaftung ist ein Schritt in diese Richtung.
Die Behörden schlossen weitere illegale Minenbetriebe
Die Verhaftungen erfolgten wenige Tage, nachdem der FSB und Polizeibeamte eine illegale Bergbaufarm geschlossen hatten
Nach Angaben des Transbaikalien-Büros des Föderalen Sicherheitsdienstes (FSB) beherbergte die Farm ein Netzwerk von Kryptowährungs-Mining-Geräten, die mit dem Stromnetz der PIMCU verbunden waren. Der Strom wurde „ohne Messung verbraucht“, während der tatsächliche Verbrauch absichtlich zu niedrig angegeben wurde, behaupteten die Sicherheitsbeamten.
Bei einer Durchsuchung des Grundstücks wurden Bergbaugeräte gefunden, die beschlagnahmt wurden. Es wurde ein Strafverfahren gemäß Artikel 165, Teil 2, Absatz „b“ des russischen Strafgesetzbuches (Verursachung von Eigentumsschäden durch Täuschung oder Treuebruch in besonders großem Umfang) eingeleitet.
Zuvor hatte die russische Zeitung Kommersant unter Berufung auf einen Protokollentwurf der Regierungskommission für Elektrizität berichtet, dass für 2026 ein ganzjähriges Bergbauverbot in Südburjatien und der Transbaikalien-Region geplant sei.
Dies dürfte den illegalen Bergbau in diesen Gebieten eindämmen. Wie wirksam diese Maßnahme sein wird, bleibt jedoch abzuwarten.
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