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James Seyffart warnt: Viele Krypto-ETPs könnten das Jahr 2027 nicht überleben

James Seyffart warnt: Viele Krypto-ETPs könnten das Jahr 2027 nicht überleben

Published:
2025-12-18 07:57:56
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James Seyffart warnt davor, dass viele Krypto-ETPs das Jahr 2027 möglicherweise nicht überleben werden.

Die Blase platzt bald: Analyst warnt vor massiver Konsolidierung im ETP-Markt.

Die Party könnte schneller vorbei sein, als viele denken. Während institutionelle Anleger weiterhin in Krypto-Produkte strömen, mahnt Bloomberg-Intelligence-Analyst James Seyffart zur Vorsicht. Sein düsteres Urteil: Ein großer Teil der heute gehandelten Krypto-ETPs wird die nächsten zwei Jahre nicht überstehen.

Der Überlebenskampf hat längst begonnen

Es geht nicht um die großen, liquiden Fonds. Seyffarts Warnung zielt auf die lange Liste kleinerer, oft obskurer Exchange-Traded Products ab, die in der Euphorie der letzten Jahre aus dem Boden schossen. Viele davon kämpfen bereits heute mit minimalen Handelsvolumina und hohen Kosten – ein tödlicher Cocktail in einem zyklischen Markt.

Die Zahlen lügen nicht

Die Realität ist gnadenlos. Ein ETP braucht ein bestimmtes Maß an Assets under Management (AUM) und täglichem Handelsumsatz, um rentabel zu bleiben. Fallen diese Kennzahlen unter eine kritische Schwelle, wird die Schließung unausweichlich. 2027 ist dabei keine magische Zahl, sondern das logische Ergebnis aktueller Marktdynamiken und regulatorischer Entwicklungen.

Ein klassischer Fall von zu viel Gier, zu wenig Substanz – die Finanzbranche in Reinkultur.

Für langfristige Investoren ändert diese Prognose wenig. Der Fokus sollte weiterhin auf robusten, etablierten Produkten mit klarem Wertversprechen liegen. Der Rest? Wird wohl im Mülleimer der Finanzgeschichte landen.

Rosenbluth stimmt zu, dass viele ETFs schließen werden.

Todd Rosenbluth, Leiter der ETF-Trendforschung bei VettaFi, äußerte ebenfalls Bedenken hinsichtlich der übermäßigen Anzahl neu aufgelegter ETPs und der möglichen Schließung einiger dieser Produkte. Er merkte an, dass BlackRock und andere große Vermögensverwalter ihre beliebten ETFs nicht schließen, weil sie schlichtweg zu viele im Angebot haben. Sie nehmen unverkauftes Material aus dem Sortiment, um Platz für verkaufsstärkere Produkte zu schaffen.

Greg Stumm, CEO und Präsident dent American Beacon Advisors, betonte ebenfalls, dass neue Vermögenswerte trotz der rasanten Anzahl neu aufgelegter Fonds möglicherweise nicht von Dauer seien. Er ging zunächst davon aus, dass die Hälfte der elf in den USA notierten Bitcoin -ETFs inzwischen geschlossen worden wären, merkte aber an, dass selbst die kleineren ETFs mittlerweile einen Wert von über 500 Millionen US-Dollar aufweisen.

ETFGI meldete für 2024 insgesamt 622 Schließungen, wobei die USA mit 196 Schließungen den größten Anteil ausmachten. In den ersten vier Monaten des Jahres 2025 wurden hingegen 179 Schließungen verzeichnet. Im Jahr 2023 gab es 244 ETF-Schließungen mit einem Durchschnittsalter von 5,4 Jahren und einem durchschnittlichen verwalteten Vermögen (AUM) von rund 54 Millionen US-Dollar.

Mehrere beliebte ETPs, darunter die ETFs ARKY (ARK 21Shares Active Bitcoin Ethereum Strategy ETF) und ARKC (ARK 21Shares Active On-Chain Bitcoin Strategy ETF) von ARK 21Shares, wurden in diesem Jahr bereits liquidiert. Diese Anlageprodukte wurden eingestellt, da sie nicht genügend Mittelzuflüsse für ein ausreichendes verwaltetes Vermögen (AUM)trackonnten.  

Neue SEC-Richtlinie soll ETF-Zulassung beschleunigen

Die US-Börsenaufsicht SEC hat neue Richtlinien für die Börsenzulassung eingeführt, die die Genehmigung von ETFs beschleunigen und Emittenten einen schnelleren und transparenteren Marktzugang ermöglichen sowie den Bearbeitungsstau bei der Zulassung verringern sollen. Die allgemeinen Zulassungsstandards wurden Ende September verabschiedet und machen die individuelle Genehmigung nach Regel 19(b) für qualifizierte Krypto-ETPs überflüssig. 

Die neuen Richtlinien der US-Börsenaufsicht SEC ermöglichen es Emittenten, zwischen einer beantragten beschleunigten Wirksamkeit und einermatic Wirksamkeit gemäß Regel 461 für schnellere Börsengänge zu wählen. Die Behörde genehmigte allgemeine Notierungsstandards für rohstoffbasierte Trust-Anteile an der New Yorker Börse, der Arca, der Nasdaq und der Chicago Board Options Exchange (BZX). 

Der Vorsitzende der US-Börsenaufsicht SEC, Paul Atkins, ist überzeugt, dass die neuen Zulassungsrichtlinien den Zugang zu Kryptoprodukten erleichtern und Anlegern mehr Auswahlmöglichkeiten bieten werden. James Selway, Direktor der Abteilung für Handel und Märkte, ergänzte, dass die Genehmigung allgemeiner Zulassungsrichtlinien durch die Kommission Anlegern dringend benötigte regulatorische Klarheit und Sicherheit verschafft.

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