Fed schlägt Alarmglocken an: Geplante Krypto-Beschränkungen für Banken 2023 endgültig aufgehoben

Die Federal Reserve zieht die Handbremse bei der Regulierung – und gibt grünes Licht für die institutionelle Krypto-Übernahme.
Die Kehrtwende
Was 2023 als strikter regulatorischer Riegel geplant war, ist jetzt Geschichte. Die Fed hat ihre angekündigten Beschränkungen für Banken im Umgang mit digitalen Vermögenswerten komplett zurückgenommen. Keine Sonderkapitalanforderungen mehr, keine handbremsenartigen Aktivitätsbeschränkungen. Die Botschaft ist klar: Der Weg für traditionelle Finanzinstitute in den Kryptomarkt ist frei.
Die institutionellen Tore stehen offen
Wall Street kann jetzt ohne regulatorisches Damoklesschwert agieren. Custody-Dienste, Handelsdesks, Kreditvergabe gegen digitale Pfänder – was bisher im Graubereich operierte, erhält plötzlich offizielle Legitimierung. Die größte Hürde für den Masseneinstieg institutionellen Kapitals ist gefallen, genau zu dem Zeitpunkt, an dem die traditionellen Märkte nach alternativen Renditequellen lechzen.
Das regulatorische Tauwetter
Diese Entscheidung markiert mehr als nur eine Politikänderung – sie ist ein seismisches Signal an den gesamten Finanzsektor. Während europäische Aufseher noch über MiCA diskutieren, setzt die Fed Fakten. Die Botschaft an die Bankenbosse in Frankfurt, London und Zürich ist unmissverständlich: Wer jetzt nicht einsteigt, verpasst den Anschluss an die nächste Phase der Finanzevolution.
Die Ironie? Dieselbe Institution, die 2008 das traditionelle Bankensystem retten musste, ebnet jetzt den Weg für dessen größte Disruption – ein klassischer Fall von „wenn du sie nicht schlagen kannst, schließ dich ihnen an“, nur diesmal mit mehr Blockchain und weniger Bailout-Geldern.
Die US-Notenbank ändert den Bundeszugang für Krypto-Unternehmen in Amerika.
„Neue Technologien bieten Banken mehr Effizienz und den Bankkunden verbesserte Produkte und Dienstleistungen“, sagte .
„Indem der Vorstand einen Weg für verantwortungsvolle, innovative Produkte und Dienstleistungen schafft, trägt er dazu bei, dass der Bankensektor sicher und solide bleibt und gleichzeitig modern, effizient und effektiv ist.“
Die Richtlinie von 2023 verpflichtete die Mitgliedsbanken der Bundesstaaten, dieselben Aktivitätsregeln anzuwenden wie andere Bundesaufsichtsbehörden. Sie legte außerdem fest, wie Banken mit neuen Instrumenten umgehen sollten. Nach ihrer Veröffentlichung erklärte die Aufsichtsbehörde, das Finanzsystem habe sich verändert und ihr eigenes Verständnis habe sich weiterentwickelt, weshalb sie die Richtlinie aufhob und ersetzte.
Die neue Richtlinie ermöglicht es Banken unter der Aufsicht der US-Notenbank (Fed), an bestimmten innovativen Aktivitäten teilzunehmen. Dies ist insbesondere für Unternehmen wie Circle, Paxos, Tether und BitGo von Bedeutung. Diese Unternehmen werden Kundeneinlagen nun direkt bei der Fed hinterlegen, anstatt den gesamten Zahlungsverkehr über Geschäftsbanken abzuwickeln. Dadurch werden Kosten gesenkt, das Kontrahentenrisiko reduziert und gleichzeitig die Kontrolle über die Geldflüsse verbessert.
Einige Unternehmen versuchten andere Wege, um Zugang zum Zahlungssystem der Fed zu erhalten. Der wichtigste Weg waren spezielle Banklizenzen.
Ein Beispiel dafür ist Wyomings Einrichtung einer speziellen Einlagensicherungsstelle (Special Purpose Depository Institution, SDI), die speziell für Kryptounternehmen konzipiert wurde. Die Custodia Bank, eine der ersten, die diese Einrichtung nutzte, verklagte die US-Notenbank (Federal Reserve Board) und die Federal Reserve Bank von Kansas City wegen einer ihrer Ansicht nach „offensichtlich rechtswidrigen Verzögerung“. Ein Gericht wies die Klage ab, woraufhin Custodia Berufung einlegte. Das Verfahren ist noch anhängig.
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