Bank of Canada zieht die Zügel an: Nur hochwertige Stablecoins erhalten grünes Licht

Ottawa schaltet einen Gang höher. Die kanadische Zentralbank stellt klar: Der Wildwuchs bei Stablecoins ist vorbei. Ab sofort gelten strenge Maßstäbe – nur wer sie erfüllt, kommt ins Rennen.
Die neue Spielregel
Die Botschaft ist unmissverständlich. Die Bank of Canada will keine halben Sachen. Stattdessen setzt sie auf ein rigoroses Genehmigungsverfahren, das ausschließlich „hochwertige“ Stablecoins durchlässt. Was das konkret bedeutet? Volle Transparenz, robuste Reserve-Backings und eiserne Stabilitätsmechanismen. Alles andere fällt durchs Raster.
Ein Schlag gegen Schattenbanken
Die Bewegung kommt nicht aus heiterem Himmel. Sie folgt einem globalen Trend, bei dem Regulierer den digitalen Finanzmarkt entmystifizieren wollen. Für Projekte mit wackeligen Fundamenten könnte dies das Aus bedeuten. Für den Markt insgesamt? Eine lang ersehnte Klarheit, die institutionelles Kapital anlockt – auch wenn einige traditionelle Finanzhäuser das Ganze wohl nur als weiteren Grund sehen, ihre Gebühren hochzuhalten.
Die Zukunft ist selektiv
Kanada positioniert sich nicht als Bremser, sondern als Gatekeeper. Die Botschaft an die Industrie lautet: Innovation ja, aber bitte mit Seriosität. Diese selektive Herangehensweise könnte zum Blaupause für andere Nationen werden und den Weg für eine geregelte, massentaugliche Ära digitaler Währungen ebnen. Der Markt sortiert sich – und nur die Stärksten werden bleiben.
Die Bank von Kanada legt strenge Anforderungen für Stablecoins fest.
Die Bank von Kanada plant ein 1:1-Modell für Stablecoins. Laut Macklem muss eine von einer Bank zur Ausgabe eines Stablecoins zugelassene Währung an eine von einer Zentralbank ausgegebene Währung gekoppelt sein, beispielsweise muss der digitale Coin cash umwandelbare Vermögenswerte gedeckt sein . Demnach würden Schatzanweisungen und Staatsanleihen die Kriterien erfüllen, während risikoreichere Anlagen wahrscheinlich nicht infrage kämen.
Die Maßnahmen werden durch den kanadischen Bundeshaushalt 2025 unterstützt, der Anfang November veröffentlicht wurde. Der Vorschlag legt unter anderem Anforderungen fest, die Emittenten von Stablecoins erfüllen müssen, darunter die Vorhaltung von 100%igen Reserven und die Gewährleistung transparenter Rücknahmebedingungen. Emittenten müssen zudemtronund effektive Risikomanagementsysteme unterhalten, die das Risiko eines plötzlichen Ausfalls oder eines Runs im Zusammenhang mit Stablecoins minimieren können.
Auch der Datenschutz steht im Mittelpunkt. Die Entwurfsregeln konzentrieren sich auf den Schutz persönlicher und finanzieller Daten sowie auf die GewährleistungtronCybersicherheit und operativer Stabilität. Kanadische Regulierungsbehörden versuchen, die Zusammenbrüche von Websites und die damit verbundenen Anlegerverluste, die andere Länder erlebt haben, zu verhindern, wobei der Verbraucherschutz im Mittelpunkt ihres Ansatzes steht.
Die Regeln für Stablecoins stehen im Einklang mit umfassenderen Finanzreformen.
Die Initiative für Stablecoins ist Teil eines umfassenderen Vorhabens zur Modernisierung des kanadischen Finanzsystems. Ziel der Regierung und der Zentralbank ist es, digitale Zahlungen für eine Bevölkerung von über 40 Millionen Menschen schneller, günstiger und sicherer zu gestalten.
Der Gouverneur der Bank von Kanada, Tiff Macklem, sagte, man schaffe gleiche Wettbewerbsbedingungen, indem man sicherstelle, dass die Kanadier zuverlässig von Innovationen im Bereich der Stablecoins profitieren könnten, und betonte, dass die Reformen darauf abzielten, sowohl Innovation als auch Vertrauen zu fördern.
Einige Branchenvertreter sagten, die Änderungen könnten die digitale Finanzlandschaft des Landes grundlegend verändern. Die vorgeschlagenen Regeln könnten die Art und Weise, wie Kanadier Geld und das Internet nutzen, langfristig grundlegend verändern, sagte Lucas Matheson, CEO von Coinbase Canada.
Die Politik des Landes erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender internationaler Dynamik. Matheson verweist auf die intensivierten laufenden Regulierungsbemühungen, die nach der Verabschiedung des GENIUS Act im Juli an Fahrt gewonnen haben. Darüber hinaus haben die Regulierungsbehörden in Großbritannien und Hongkong in den letzten Monaten Rahmenbedingungen für Stablecoins vorangetrieben.
Es handelt sich um einen rasant wachsenden Markt. Der Gesamtwert globaler Stablecoins beläuft sich laut Schätzungen des US-Finanzministeriums derzeit auf rund 313,6 Milliarden US-Dollar und könnte bis 2028 auf 2 Billionen US-Dollar ansteigen. Kanada reagiert darauf – und zwar nicht nur durch Regulierungsmaßnahmen.
Außerdem wird derzeit ein Echtzeit-Zahlungssystem für die Bahn entwickelt, das es Unternehmen und Verbrauchern ermöglichen wird, Zahlungen sofort abzuwickeln, sowie ein Open-Banking-Rahmenwerk, das den Bankwechsel vereinfachen und den Wettbewerb fördern soll.
Gleichzeitig hat Kanada beschlossen, vorerst keine eigene digitale Währung einzuführen. Die Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) wurde im September 2024 auf Eis gelegt, da Macklem erklärte, es gäbe keinen Tron Grund für ein weiteres Vorgehen. Stattdessen konzentriert sich Kanada auf die Schaffung klarer Regeln für private digitale Geldsysteme, basierend auf dem Prinzip, dass jeder im Land verwendete Stablecoin zumindest in gewissem Maße wie cash .
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