Trump bewegt die Märkte – während die Fed mit internen Spaltungen kämpft

Die Finanzwelt hält den Atem an: Während politische Signale aus Washington die Kurse treiben, zeigt sich die US-Notenbank gespalten wie selten zuvor. Ein klassisches Szenario für volatile Zeiten – und für kluge Anleger, die wissen, wann sie handeln müssen.
Der politische Faktor
Marktbewegungen folgen längst nicht mehr nur Wirtschaftsdaten. Tweets, Reden und politische Manöver können binnen Stunden Milliarden verschieben. In dieser Arena agiert ein Akteur besonders sichtbar. Seine Äußerungen zu Handel, Regulierung oder Steuern wirken wie Hebel auf die Börsen – ein Umstand, den Trader sowohl fürchten als auch nutzen.
Die Zentralbank im Zwiespalt
Gleichzeitig ringt die Federal Reserve intern um den richtigen Kurs. Soll sie angesichts unsicherer Daten die Zügel lockern oder die Inflationsbekämpfung priorisieren? Die unterschiedlichen Positionen innerhalb des Gremiums sind kein Geheimnis und sorgen für zusätzliche Unsicherheit an den Märkten. Planungssicherheit sieht anders aus.
Was das für Anleger bedeutet
Volatilität ist kein Feind, sondern eine Gelegenheit. Wenn traditionelle Institutionen zögern oder uneins sind, gewinnen alternative Assets oft an Attraktivität. Die Geschichte zeigt: In Phasen politischer und geldpolitischer Unsicherheit suchen Kapitalströme nach neuen Wegen – oft abseits des etablierten Finanzsystems. Ein Wink für alle, die verstehen, dass Diversifikation heute mehr bedeutet als die Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen.
Am Ende gewinnt immer der, der die Nerven behält, während andere von Schlagzeilen getrieben werden. Oder wie es ein alter Börsenhase einmal zynisch anmerkte: 'Die Fed diskutiert Zinspunkte, während die wirklich cleveren Leute bereits in die nächste Generation von Vermögenswerten investieren.'
Trump bewegt die Märkte, während die Fed mit internen Spaltungen zu kämpfen hat.
Prognosehändler reagierten prompt, nachdem Trump dem Wall Street Journal mitgeteilt hatte, dass Kevin sein aussichtsreichster Kandidat sei. Auf Kalshi stiegen Kevins Chancen auf den Posten von etwa 15 % auf 40 %. Hassetts Chancen fielen unter 60 %, nachdem sie Anfang der Woche noch bei fast 80 % gelegen hatten.
Trump lobte beide Kandidaten mit den Worten: „Ich glaube, wir haben Kevin und Kevin. Beide sind – ich finde die beiden Kevins großartig.“ Anleger interpretierten diese Äußerungen als neue Einschätzung des Wahlkampfs und kalkulierten sie umgehend in ihre Kurse ein.
Innerhalb der Fed offenbarte die Sitzung des geldpolitischen Ausschusses am Mittwoch tiefe Meinungsverschiedenheiten: Einige regionale Bankchefs sprachen sich gegen weitere Zinssenkungen aus, während Powell sagte, die Hürde für weitere Lockerungen sei hoch.
Das Treffen wurde als angespannt beschrieben, da einigedentdarauf drängten, die Zinssätze unverändert zu lassen.
Jamie warnte Anfang des Jahres, dass die Unabhängigkeit der Fed von entscheidender Bedeutung sei und dass Eingriffe oft negative Folgen haben könnten. JPMorgan lehnte eine Stellungnahme zu seinen Äußerungen am Donnerstagabend ab. Seine aktuelle Haltung fällt in eine Zeit, in der Trump die Grenzen der präsidialen dent über die Zentralbank auslotet.
Der Oberste Gerichtshof prüft Trumps Befugnisse, während andere Kandidaten an Boden verlieren.
Der Oberste Gerichtshof wird im nächsten Monat einen wichtigen Fall verhandeln, der Trumps Befugnis betrifft, Beamte von Bundesbehörden zu entlassen, selbst wenn der Kongress ihnen Kündigungsschutz gewährt hat. Die konservative Mehrheit des Gerichts scheint offen für eine Ausweitung von Trumps Entlassungsbefugnissen zu sein, zögert jedoch, diese auf die Federal Reserve (Fed) anzuwenden. Im vergangenen Mai erklärte das Gericht, die Fed besitze einzigartige Merkmale, die sie von anderen Behörden unterschieden. Trotz dieser Auffassung entließ Trump im August die Fed-Gouverneurin Lisa Cook und löste damit einen Rechtsstreit aus, der die Unabhängigkeit der Fed neu definieren könnte.
Die US-Handelskammer reichte eine Stellungnahme ein, in der sie das Gericht aufforderte, die Fed anders zu behandeln. Die Kammer verwies auf die 1790 gegründete Kommission für den Tilgungsfonds als Beweis dafür, dass Währungsinstitutionen seit Langem außerhalb der Kontrolle desdentagieren. Einige Rechtswissenschaftler widersprechen dieser Interpretation und argumentieren, sie stelle die eigentliche Funktion der Fed falsch dar.
Zu den weiteren Kandidaten zählten einst die Fed-Gouverneure Christopher Waller und Michelle Bowman sowie Rick Rieder, Leiter des Bereichs festverzinsliche Wertpapiere bei BlackRock. Sie gehörten zu einer ursprünglichen Liste von elf Kandidaten, doch die Händler auf Kalshi haben ihre Chancen mittlerweile gegen Null tendieren lassen. Der Wahlkampf wird nun als Zweikampf betrachtet, und Jamie hat deutlich gemacht, welchen Kevin die Wall Street für den Posten bevorzugt.
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