Coinbase und Standard Chartered bauen die regulierte Krypto-Infrastruktur für institutionelle Kunden aus – Der institutionelle Einstieg ist jetzt offiziell geebnet

Die institutionelle Krypto-Revolution hat ihren Generalunternehmer gefunden. Coinbase und Standard Chartered – ein ungleiches Paar aus dem Silicon Valley und der Londoner City – schmieden eine Allianz, die den Markt für Großanleger neu definiert.
Die Blaupause für den institutionellen Einstieg
Hier geht es nicht um einen neuen Coin oder eine Handelsplattform. Es ist die Errichtung der Schienen, auf denen Milliarden rollen werden. Standard Chartered bringt das regulatorische Know-how und das globale Netzwerk einer 160 Jahre alten Bank. Coinbase liefert die technologische Infrastruktur und die Krypto-Lizenzierung. Zusammen bauen sie eine Brücke, die den Graben zwischen traditionellem Finanzwesen und digitalen Assets überwindet – komplett mit Aufsichtsstempel.
Regulierung als Wettbewerbsvorteil
In einer Welt, in der Klarheit Mangelware ist, schaffen sie Sicherheit. Die Partnerschaft zielt direkt auf die Schmerzpunkte institutioneller Investoren ab: Compliance, Verwahrung und regulatorische Absicherung. Es ist ein Schachzug, der den Markt spaltet: in diejenigen, die auf diesem neuen, gepflasterten Weg gehen, und diejenigen, die auf den staubigen Nebenstraßen zurückbleiben.
Die Botschaft an Wall Street und Co. ist unmissverständlich: Der Einstieg ist jetzt offiziell genehmigt. Die letzten Ausreden – „zu riskant“, „zu unreguliert“ – schmelzen dahin. Das Kapital wartet nur auf ein grünes Licht von etablierten Namen. Jetzt hat es zwei.
Ein zynischer Gedanke zum Schluss: Nichts lockt institutionelles Geld so sehr wie die Aussicht auf regulierte Gewinne. Die Wildwest-Phase ist vorbei. Willkommen zur Ära der sauberen, auditierbaren und steuerlich optimierbaren Volatilität.
Die Expansion baut auf der Anbindung an das Bankwesen in Singapur auf.
Diese neue Vereinbarung basiert auf einem ähnlichen Abkommen in Singapur, wo Standard Chartered Coinbase eine Bankverbindung anbietet. Im Rahmen dieser Vereinbarung ermöglicht die Bank die Echtzeitüberweisung von Singapur-Dollar an Coinbase-Kunden, sodass diese ihre Fiatwährungen aufgrund von Krypto-Transaktionen schneller abwickeln können.
Im Rahmen der erweiterten Partnerschaft werden die Unternehmen gemeinsam institutionelle Krypto-Prime-Services entwickeln. Diese Services umfassen Handelsausführung, Verwahrung, Finanzierung, Staking und Kreditoptionen – allesamt in regulierten Umgebungen. Obwohl weder ein Starttermin noch Budgetbedingungen bekannt gegeben wurden, konzentrieren sich beide Unternehmen darauf, den Zugang für institutionelle Anleger zu erweitern, anstatt die bestehenden Produkte für Endkunden anzupassen.
Standard Chartered gab bekannt, dass die Partnerschaft es dem Unternehmen ermöglicht, seine Dienstleistungen im Bereich digitaler Vermögenswerte innerhalb seines bestehenden Bankensystems auszubauen. Coinbase wiederum bietet über seine institutionellen Plattformen Handelsabwicklung und Zugang zum Kryptomarkt. Laut den Unternehmen hat diese Kombination Institutionen, die konforme Zugangspunkte benötigen, dabei unterstützt, in digitale Vermögenswerte zu investieren.
Flexibilität im institutionellen Handel, der Verwahrung und der Abwicklung
Die Bereitstellung von Abwicklungs- und Verwahrungslösungen für institutionelle Kunden ist ein zentraler Bestandteil der Partnerschaft. Institutionelle Kunden von Standard Chartered können ihre Krypto-Transaktionen künftig mit jedem beliebigen Verwahrer abwickeln, einschließlich der Bank selbst. Diese Struktur ermöglicht es den Kunden, ihre bestehenden Verwahrungsdienstleistungen beizubehalten und gleichzeitig die Liquidität und die Ausführungskapazitäten von Coinbase zu nutzen.
Dies bietet Flexibilität für Hedgefonds, Vermögensverwalter und Family Offices, die individuelle Abwicklungs- und Verwahrungslösungen benötigen. Die internen Risikokontroll- und regulatorischen Anforderungen dieser Kunden sind in der Regel sehr streng, und die Wahl der Verwahrungs- und Abwicklungsmethode ist einer der wichtigsten Aspekte beim Umgang mit digitalen Vermögenswerten.
Technisch gesehen basieren diese Dienste auf den Risikomanagementsystemen von Standard Chartered und der Handelsinfrastruktur von Coinbase. In Singapur unterstützt die bestehende Plattform bereits Echtzeit-Überweisungen in Singapur-Dollar an Coinbase- Kunden, wodurch die Verzögerung bei der Abwicklung grenzüberschreitender Transaktionen reduziert wird.
Breiterer Anwendungsbereich über Institutionen und Unternehmen hinweg
Neben institutionellen Dienstleistungen umfasst die Zusammenarbeit auch die Geschäftstätigkeit von Coinbase Business in Singapur. Coinbase Business bietet Startups und kleinen bis mittelständischen Unternehmen Krypto-basierte Geschäftskonten und ermöglicht so globale Zahlungen und Handelsaktivitäten in einem regulierten Umfeld. Diese Dienstleistungen werden außerhalb des institutionellen Prime-Angebots angeboten und nutzen dieselbe Infrastruktur.
Laut Führungskräften von Standard Chartered nutzt die Bank ihre bestehenden Systeme, um der steigenden Nachfrage ihrer Kunden nach regulierten Lösungen für digitale Vermögenswerte gerecht zu werden. Margaret Harwood-Jones, globale Leiterin des Bereichs Finanzierung und Wertpapierdienstleistungen der Bank, erklärte, dass die Unternehmen sichere und interoperable Lösungen prüfen, die den geltenden Standards entsprechen. Tony Hall, globaler Leiter des Handels und des XVA-Bereichs bei Standard Chartered, bestätigte ebenfalls die wachsende Nachfrage institutioneller Kunden nach einem regulierten Zugang zu digitalen Vermögenswerten.
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