Vanguard öffnet Bitcoin-ETFs – aber mit eiserner Skepsis

Der traditionelle Finanzriese macht einen Zug – und bleibt doch, was er ist.
Vanguard, der Gigant mit dem Ruf, konservativer als eine Schweizer Großbank zu sein, hat seine Plattform für Bitcoin-ETFs geöffnet. Kunden können jetzt handeln. Die Botschaft des Unternehmens dazu? Eine einzige, massive Warnung.
Die Kehrtwende mit Vorbehalt
Es ist keine Einladung zum Fest. Während die Türen technisch offenstehen, stellt Vanguard klar: Dies ist kein Segen für Krypto. Die Entscheidung wird als reine Reaktion auf Kunden-Nachfrage dargestellt – nicht als strategische Anerkennung von Bitcoin als Assetklasse. Das Unternehmen hält an seiner Position fest, dass Kryptowährungen hochspekulativ sind und keinen langfristigen Platz in einem ausgewogenen Portfolio haben.
Ein Zugeständnis an den Druck
Der Markt zwang die Hand. Mit Milliarden, die seit Jahresbeginn in Bitcoin-ETFs flossen, riskierte Vanguard, seine eigenen Kunden an Konkurrenten wie BlackRock oder Fidelity zu verlieren. Die Öffnung ist also weniger ein Bekenntnis, sondern ein notwendiges Übel – eine klassische Finanz-Manöver, bei der man lieber mitverdient, als stur zuzusehen, wie das Geld woanders hinfließt.
Das große Aber bleibt
Die Skepsis ist Programm. Vanguard wird nicht selbst einen Bitcoin-ETF auflegen und rät weiterhin von direkten Investitionen ab. Die Botschaft an die Anleger ist eindeutig: Ihr könnt es tun, aber wir halten es für einen Fehler. Ein Stück weit erinnert das an die alten Wall-Street-Banker, die über Technologieaktien die Nase rümpften – bis sie selbst welche in ihre Fonds packten.
Die Finanzwelt dreht sich weiter, auch wenn einige Institutionen es vorziehen würden, sie stünde still. Vanguards Schritt zeigt: Selbst die größten Skeptiker können den Zug nicht mehr aufhalten, sie können nur noch versuchen, die Bremsen zu betätigen, während sie mitfahren.
Vanguard ermöglicht Nutzern den Handel mit ETFs, hält aber an seiner Sichtweise fest.
John wies auf einige Fälle hin, in denen die Kryptowährung auch jenseits von Spekulationen Wert haben könnte. Er sagte, er könne sich Momente vorstellen, in denen sich Bitcoin in Zeiten hoher Inflation oder politischer Spannungen positiv bewege. Er merkte jedoch an, dass die Geschichte des Bitcoins noch kurz SEI und sich daraus noch kein Muster ableiten lasse, das solche Fälle eindeutig erkläre.
John sagte: „Wenn man unter diesen Umständen verlässliche Preisbewegungen beobachten kann, können wir vernünftiger darüber sprechen, wie die Anlagethese aussehen könnte und welche Rolle sie in einem Portfolio spielen könnte“, fügte aber hinzu, dass der Markt dies noch nicht zeige.
Er bekräftigte , dass das Unternehmen keine Anlageberatung zu den aktuell für Kunden gelisteten ETFs anbietet. Vanguard wolle, dass Anleger selbst entscheiden, erklärte er. Deshalb habe man den Zugang erst nach Beobachtung der Wertentwicklung der ersten ETFs seit deren Börsengang im Januar 2024 ermöglicht.
Standard Chartered hat seine Prognose für Bitcoin gesenkt, da die Nachfrage von Unternehmen nachlässt und die ETF-Zuflüsse zurückgehen. Die Bank geht nun davon aus, dass Bitcoin bis Ende 2026 auf 150.000 US-Dollar steigen wird, nachdem sie ihre Prognose zuvor auf 300.000 US-Dollar reduziert hatte. Auch das langfristige Kursziel von 500.000 US-Dollar wurde von ursprünglich 2028 auf 2030 verschoben.
Die Analysten von Bernstein erwarten, dass der Kurs der Kryptowährung bis Ende nächsten Jahres auf 150.000 US-Dollar steigen und bis Ende 2027 die Marke von 200.000 US-Dollar erreichen wird. Nach dem Kursrückgang revidierten sie ihre Prognose, dass der Kurs in diesem Jahr ein Hoch von 200.000 US-Dollar erreichen würde.
Sie sagten, die Münze scheine nun außerhalb des Vierjahreszyklus zu operieren, der ihre früheren Jahre geprägt habe, und könne künftig einen stetigeren Kurs einschlagen.
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