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Oracle-Aktie stürzt ab: OpenAI-Rechenzentrumsverzögerung schiebt Zeitplan auf 2028

Oracle-Aktie stürzt ab: OpenAI-Rechenzentrumsverzögerung schiebt Zeitplan auf 2028

Published:
2025-12-12 17:52:04
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Oracle verzeichnet Kursverluste, nachdem Verzögerungen beim OpenAI-Rechenzentrum den Zeitplan auf 2028 verschieben.

Der KI-Boom trifft auf harte Infrastruktur-Realität. Oracle verzeichnet deutliche Kursverluste, nachdem sich der Bau eines zentralen Rechenzentrums für OpenAI um Jahre verzögert hat – der Zeitplan rutscht auf 2028.

Die Lücke zwischen KI-Versprechen und Lieferung

Während KI-Unternehmen mit atemberaubenden Roadmaps prahlen, zeigt dieser Vorfall die oft übersehene Achillesferse: die physische Infrastruktur. Cloud-Giganten wie Oracle wetteten darauf, die massive Rechennachfrage von OpenAI und anderen zu bedienen. Jetzt zahlen die Aktionäre den Preis für verspätete Bauarbeiter und Lieferkettenengpässe – eine klassische Lektion, dass sich Hype nicht in Rechenleistung umwandeln lässt, bevor das Beton trocken ist.

Ein Dominoeffekt für die Tech-Branche

Die Verzögerung bei Oracle sendet Schockwellen durch das Ökosystem. Sie gefährdet nicht nur OpenAIs aggressive Produktzeitpläne, sondern stellt auch die Zuverlässigkeit anderer Cloud-Anbieter in Frage, die um KI-Verträge buhlen. Investoren fragen sich plötzlich, wer als Nächstes seine Kapazitätsversprechen nicht einhalten kann. In einer Branche, die auf „move fast and break things“ getrimmt ist, bricht diesmal der Zeitplan.

Die Ironie ist kaum zu überhören: Ein Sektor, der die Zukunft vorhersagen will, scheitert an der Planung eines Gebäudes. Vielleicht sollte die nächste KI zunächst einen zuverlässigen Bauprojektmanager trainieren – das wäre ein Produkt, für das Investoren sofort bezahlen würden.

Oracle gerät unter Druck, da Verzögerungen eine Marktreaktion auslösen

Der Kurssturz von Oracle erfolgte unmittelbar nach Veröffentlichung des neuesten Quartalsberichts und kehrte die positive Entwicklung, die das Unternehmen Anfang des Jahres enjverzeichnen konnte, um.

Die Aktien von Oracle waren monatelang gestiegen, da das Unternehmen milliardenschwere Rechenzentrumsverträge, darunter die Vereinbarung mit OpenAI, abschloss. Diese Rallye katapultierte Larry Ellison kurzzeitig an Elon Musk vorbei zum reichsten Menschen der Welt. Der Höhenflug endete diese Woche, als die Ergebnisse hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieben und die Verzögerungen neue Fragen zu Oracles KI-Strategie aufwarfen.

Oracles Cloud-Geschäft verzeichnete weiterhin ein starkes Wachstum. Der Cloud-Umsatz im zweiten Geschäftsquartal stieg um 34 % auf 7,98 Milliarden US-Dollar. Das Infrastrukturgeschäft legte um 68 % auf 4,08 Milliarden US-Dollar zu, beide Zahlen lagen jedoch leicht unter den Prognosen.

Oracle investiert derzeit massiv in Rechenzentren für OpenAI, ByteDance (Eigentümer von TikTok) und Meta. Der Umfang des Ausbaus hat die Kreditkosten von Oracle in die Höhe getrieben.

ICE Data Services gab bekannt, dass die Absicherung der Oracle-Schulden für fünf Jahre um bis zu 0,17 Prozentpunkte auf 1,41 Prozentpunkte gestiegen ist – der höchste Wert innerhalb eines Handelstages seit April 2009.

Jacob Bourne, Analyst bei Emarketer, sagte: „Oracle sieht sich zunehmender Kritik wegen des schuldenfinanzierten Ausbaus seiner Rechenzentren und des Konzentrationsrisikos ausgesetzt, während gleichzeitig Fragen zum Ausgang der Unsicherheit bei den KI-Ausgaben bestehen.“

Diese verfehlten Umsatzerlöse dürften die Bedenken der ohnehin schon vorsichtigen Anleger hinsichtlich des OpenAI-Deals und der aggressiven KI-Ausgaben noch verstärken.“

Oracle übernimmt steigende Kosten, da Investoren nach schnelleren Renditen suchen.

Oracles verbleibende Leistungsverpflichtungen erreichten 523 Milliarden US-Dollar und lagen damit deutlich über den von Analysten erwarteten 519 Milliarden US-Dollar. Investoren wünschen sich, dass diese Mittel möglichst bald in Umsätze umgewandelt werden. Allerdings cash -Burn von Oracle in diesem Quartal, und der freie cash rutschte auf minus 10 Milliarden US-Dollar ab. Laut Bloomberg- Daten beläuft sich die Gesamtverschuldung des Unternehmens auf rund 106 Milliarden US-Dollar. Mark Murphy von JP Morgan schrieb: „Investoren scheinen fortwährend zu erwarten, dass zusätzliche Investitionen schneller zu zusätzlichen Umsätzen führen, als es derzeit der Fall ist.“

Die Verzögerungen verstärken die Besorgnis an den Märkten, die die Risiken von Oracles KI-Investitionen noch immer einzuschätzen versuchen. Mitarbeiter, die mit den Rechenzentrumsprojekten in Kontakt stehen, gaben an, dass Personal- und Materialmangel die Terminänderung erzwungen habe. Ursprünglich sollten diese Projekte Oracles Fähigkeit demonstrieren, im KI-Wettlauf schnell zu agieren. Die Verschiebung auf das Jahr 2028 erhöht nun den Druck auf Oracle und OpenAI.

Clay Magouyrk erklärte in einer Stellungnahme: „Oracle ist sehr gut darin, leistungsstarke und kosteneffiziente Cloud-Rechenzentren zu bauen und zu betreiben. Da unsere Rechenzentren hochgradig automatisiert sind, können wir mehr davon bauen und betreiben.“ Die Aussage sollte die Anleger beruhigen, doch die Aktie fiel weiter, als die Händler die mit Oracles Expansion verbundenen Kostenbelastungen verarbeiteten.

Oracle versucht, die Dynamik im Cloud-Computing-Bereich beizubehalten und gleichzeitig einige der teuersten KI-Websites auf dem Markt aufzubauen.

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