Broadcom übertrifft Gewinn- und Umsatzprognosen im Q4: 1,95 US-Dollar Gewinn pro Aktie bei 18,02 Mrd. US-Dollar Umsatz

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Broadcom hat die Erwartungen der Analysten im Staub gelassen. Das vierte Quartal endete mit einem kräftigen Paukenschlag.
Die Bilanz im Detail
Mit einem Umsatz von 18,02 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn von 1,95 US-Dollar je Aktie setzt der Tech-Riese nicht nur ein Ausrufezeichen, sondern unterstreicht seine robuste operative Performance. Die Quartalszahlen übertreffen die Prognosen deutlich – ein sicheres Zeichen für die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells in volatilen Märkten. Ein Wink mit dem Zaunpfahl an all jene, die noch an klassische Bewertungsmodelle glauben, während die Tech-Branche weiter ihre eigenen Regeln schreibt.
Was bleibt, ist der Eindruck einer Maschine, die läuft – und zwar unabhängig von der allgemeinen Marktstimmung. Broadcom liefert, Punkt. Ein Lehrstück in konsistenter Wertschöpfung, das so manchem Hype-getriebenen Sektor gut zu Gesicht stünde.
Broadcom hebt Prognose an, da sich der Umsatz mit KI-Systemen auf 8,2 Milliarden US-Dollar verdoppelt.
Broadcom prognostiziert für das laufende Quartal einen Umsatz von 19,1 Milliarden US-Dollar. Dies entspräche einem Anstieg von 28 % gegenüber dem Vorjahr und läge deutlich über der Konsensschätzung von 18,3 Milliarden US-Dollar.
CEO Hock Tan erklärte in einer Stellungnahme, dass der Umsatz mit KI-Chips in diesem Quartal voraussichtlich 8,2 Milliarden US-Dollar erreichen wird, was einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Er fügte hinzu, dass die Nachfrage sowohl von kundenspezifischen Chips als auch von Netzwerk-Halbleitern für KI-Systeme stamme.
Bereits im Juni gab Broadcom bekannt, drei Kunden und vier Interessenten für seine kundenspezifischen KI-Chips zu haben. Im September folgte die Bekanntgabe eines vierten Kunden mit einem Auftrag über 10 Milliarden US-Dollar. Dessen Name ist weiterhin unbekannt. Marktbeobachter warten nun gespannt darauf, ob Broadcom bestätigt, dass die tracKundenaufträge weiterhin bestehen.
Der Geschäftsbereich Halbleiterlösungen des Unternehmens erzielte einen Umsatz von 11,07 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 22 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Damit übertraf er die Schätzung von StreetAccount in Höhe von 10,77 Milliarden US-Dollar. In diesem Segment werden die Umsätze mit KI-Chips verbucht.
Das Geschäft mit Infrastruktursoftware erwirtschaftete unterdessen 6,94 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 26 % gegenüber dem Vorjahr und übertraf damit ebenfalls die Erwartungen der Wall Street. Dieses Segment beinhaltet die Umsätze der VMware-Sparte, die Broadcom Anfang des Jahres offiziell übernommen hat.
Im Hardwarebereich arbeitet Broadcom seit fast einem Jahrzehnt mit Google an maßgeschneiderten KI-Chips. Das aktuelle Modell, bekannt als TPUv7 oder Ironwood, wurde schneller als erwartet auf den Markt gebracht.
Laut Susquehanna konnte Google kürzlich Anthropic als wichtigen Kunden gewinnen und bis zu 1 Million TPUs bestellen. Auch Meta kauft zu.
Broadcom gab bekannt, dass das Unternehmen Ende des Monats eine Dividende von 65 Cent je Aktie ausschütten wird, gegenüber 59 Cent zuvor. Weitere Details zu Aktienrückkäufen oder anderen Kapitalplänen wurden in dieser Mitteilung nicht genannt.
Die Broadcom-Aktie ist seit Jahresbeginn um 75 % gestiegen, nach einer Verdopplung im Gesamtjahr 2024. Wie Nvidia gehört Broadcom zu den wenigen US-Chipherstellern, die konstant gute Ergebnisse liefern, während die Ausgaben für KI-Infrastruktur weltweit steigen.
Im Gegensatz zu Nvidias Fokus auf GPUs beschreitet Broadcom jedoch eigene Wege, indem es maßgeschneiderte Siliziumchips für die Hyperscaler entwickelt.
Hock sagte, der KI-Boom stehe erst am Anfang und Broadcoms Chip-Bestellungen würden „erst jetzt richtig Fahrt aufnehmen“. Unabhängig davon, ob die namentlich nicht genannten Kunden ihre Aufträge vollständig erfüllen oder nicht, verbucht das Unternehmen bereits Milliardenumsätze.
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