Cisco-Aktie knackt erstmals seit Dotcom-Ära neues Allzeithoch von 80,25 US-Dollar

Ein historischer Meilenstein, der zwei Jahrzehnte überspannt. Die Cisco-Aktie hat endlich die Geister der Dotcom-Blase hinter sich gelassen und ein neues Rekordniveau erreicht.
Die lange Durststrecke
Seit dem Platzen der Technologieblase Anfang der 2000er Jahre hing der Schatten des alten Höchststands über dem Unternehmen. Analysten sprachen von einer "psychologischen Barriere", die nun mit dem Kurs von 80,25 US-Dollar durchbrochen wurde. Ein Sieg der Beharrlichkeit über die Spekulation.
Was treibt den Aufschwung?
Der Markt belohnt eine fundamentale Transformation. Cisco hat sich vom reinen Hardware-Anbieter für Netzwerke zu einem integrierten Anbieter von Software und Cybersicherheitslösungen gewandelt. Abonnement-Modelle und Cloud-Dienste liefern heute vorhersehbare Umsatzströme – etwas, das traditionelle Investoren mehr schätzen als den Hype von einst.
Ein Zeichen für den gesamten Sektor?
Dieser Durchbruch könnte als Katalysator für andere etablierte Tech-Titel dienen, die noch unter ihren historischen Höchstständen aus einer vergangenen Ära handeln. Es ist ein Beweis dafür, dass solide Geschäftsmodelle und echte Gewinne am Ende doch noch ihren Wert unterstreichen – eine Lehre, die manche Branchen noch lernen müssen. Die nächste Frage ist, ob der Aufwärtstrend nachhaltig ist oder ob die Erinnerung an 80,25 US-Dollar bald wieder nur eine Fußnote in den Charts sein wird.
Cisco steigt in den KI-Auftragsmarkt ein
Der neue Höchststand der Aktie beschert dem Unternehmen eine Marktkapitalisierung von 317 Milliarden US-Dollar und platziert es damit auf Platz dreizehn unter den US-amerikanischen Technologieunternehmen. Das ist weit entfernt von der Gruppe der Megacaps, die derzeit die neue Welle der Technologiebegeisterung, insbesondere im Bereich der KI, antreiben.
Analysten zufolge ähnelt der aktuelle KI-Boom stark der Dynamik der Dotcom-Ära. Der Hauptgewinner ist diesmal Nvidia, dessen Chips die großen KI-Modelle antreiben.
Diese Chips sind in den Rechenzentren großer Technologieunternehmen verbaut. Nvidia hat mittlerweile einen Wert von 4,5 Billionen US-Dollar und ist damit etwa vierzehnmal so hoch wie Cisco.
Trotz dieser Lücke treibt Cisco den Ausbau seiner KI-Infrastruktur voran. CEO Chuck Robbins gab im November bekannt, dass das Unternehmen im Quartal Aufträge für KI-Infrastruktur im Wert von 1,3 Milliarden US-Dollar von großen Web-Anbietern erhalten hat. Der Umsatz des Unternehmens lag bei fast 15 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 7,5 % gegenüber dem Vorjahr.
Die Wachstumsrate liegt weit unter den 66 % von 2000, aber die Nachfrage nach KI-bezogener Hardware hat den Aktienkurs im Jahr 2025 bisher um etwa 36 % steigen lassen. Der Nasdaq hat im gleichen Zeitraum um rund 22 % zugelegt.
UBS-Analyst David Vogt begründete seine Hochstufung der Cisco-Aktie im vergangenen Monat vor der Veröffentlichung der Ergebnisse des ersten Geschäftsquartals mit der hohen Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Er erklärte, der Auftragseingang zeige eintronInteresse von Unternehmen, die KI-Systeme entwickeln.
Viele an der Wall Street sind jedoch skeptisch, ob der aktuelle Ausgabenrausch anhalten kann. Einige meinen, der Sektor verbrenne zu schnell cash . Andere bezweifeln, ob die Rechnungslegungsvorschriften korrekt angewendet werden, da Unternehmen massiv in KI-Projekte investieren.
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